Start Praxis Fachliteratur Stadt im Wandel: Französisches Viertel Tübingen

Stadt im Wandel: Französisches Viertel Tübingen

Französisches Viertel Tübingen

Das Französische Viertel in Tübingen gilt international als herausragendes Beispiel für einen Städtebau, der nicht nur auf Mischungsnutzung und kleinteilige Parzellierung setzt, sondern auch den öffentlichen Raum zum gemeinsamen Aufenthaltsbereich macht. Entstanden ist das Französische Viertel auf dem Areal der 1990 von den französischen Streitkräften geräumten ehemaligen Hindenburg-Kaserne im Südosten der Universitätsstadt. Ab 1993 begann die bauliche Konversion des Gebietes, basierend auf einem Masterplan des Stuttgarter Planungsbüros Lehen 3, der alle militärisch umzunutzenden Zonen der Tübinger Südstadt umfasst und einen städtebaulichen Entwicklungsbereich definierte.

Obwohl das Quartier regelmäßig von unterschiedlichsten Gruppen besucht wird, gab es bislang keine Dokumentation zu den Hintergründen des städtebaulichen Konzeptes. Mit dem kompakten Begleiter, der im Stadtwandel-Verlag erschien, steht nun endlich ein Kompendium zur Verfügung – hosentaschengängig und zum kleinen Preis der ideale Begleiter durch das Viertel. Mit seinen »HotSpots« werden dazu exemplarische Bereiche, Bauten und Plätze beschrieben und per Plan verortet.

Aus erster Hand präsentiert Andreas Feldtkeller, der »Vater« des neuen Tübinger Städtebaus, warum das Französische Viertel zu dem wurde, was es heute ist. Gabriele Steffen, damals Baubürgermeisterin, beschreibt die soziale Komponente und Durchmischung des Quartiers. Günther Thöne betrachtet die verkehrliche Situation, die sich nicht immer so darstellt, wie ursprünglich intendiert. Da nicht Großinvestoren, sondern kleine Baugemeinschaften das Rückgrat der Neubau- und Sanierungsvorhaben bilden, beleuchtet Matthias Gütschow, Architekt und Projekentwickler, die besonderen Chancen des gemeinschaftlichen Bauens. Dass dies alles nicht ohne den klaren kommunalen und politischen Willen funktioniert, zeigen Baubürgermeister Cord Soehlke und Uwe Wulfraht in ihren Beiträgen – mitsamt Erfahrungen und Übertragungen in andere Quartiere. Eine chronologische Zusammenfassung der Geschichte listet die wichtigsten Eckpunkte auf.

Für die Redaktion und die Koordination des prominenten Autorenteams waren Matthias Gütschow und Armin Scharf zuständig, beide leben und arbeiten im Französischen Viertel. Die reiche Bebilderung basiert auf aktuellen Fotos, die mehrheitlich Armin Scharf erstellte. Das über rund zwei Jahre laufende Projekt wurde von verschiedenen Sponsoren unterstützt.

Tübingen: Französisches Viertel | Stadt im Wandel Nr. 15
68 Seiten, Paperback DIN A6, mit zahlreichen Abbildungen, 5 Euro
Stadtwandel Verlag, Regensburg 2014, ISBN 978-3-86711-228-4

HPP beginnt mit dem Bau am Xujiahui Sportpark in Shanghai

HPP beginnt mit dem Bau am Xujiahui Sportpark in Shanghai

Bei der feierlichen Grundsteinlegung wurde der Baubeginn des Xujiahui Sportparks in Shanghai unter Einladung der Öffentlichkeit, Presse und Fernsehen gefeiert. HPP gewann Anfang des Jahres den ersten Preis des international ausgeschriebenen Wettbewerbs und wurde anschließend mit der Umsetzung beauft...

Konferenzzentrum von schneider+schumacher in Mannheim

Konferenzzentrum von schneider+schumacher in Mannheim

Im zweitgrößten Barockschloss Europas kreiert schneider+schumacher ein modernes Studien- und Konferenzzentrum für die Mannheim Business School. Die in den Garten eingeschnittene Anlage bildet zusammen mit dem historischen Schloss eine markante neue Einheit, die symbolisch für die Bewahrung der Tradi...

DEGELO Architekten gewinnen Wettbewerb zum Konferenzzentrum in Heidelberg

DEGELO Architekten gewinnen Wettbewerb zum Konferenzzentrum in Heidelberg

Das Büro DEGELO Architekten aus Basel hat den ersten Preis beim Wettbewerb zur künftigen Gestaltung des neuen Konferenzzentrums in der Heidelberger Bahnstadt gewonnen. Das Preisgericht wählte den Entwurf unter 22 eingereichten Arbeiten aus.

Weitere Artikel:

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

In nur sieben Wochen wich grauer Beton einer abstrakt-naturalistischen Malerei mit blauem Himmel, weißen Wolken, täuschend echten Bäumen und einem illusionistischen Streichelzoo. Verantwortlich dafür zeichnet der auf exklusive Wandmalerei spezialisierte Künstler Ulrich Allgaier.

Wintergarten gut beheizt

Wintergarten gut beheizt

Im Wintergarten hat Wärme nicht nur einfach die Funktion »Heizen« zu erfüllen. Wärme weckt Emotionen und bringt Atmosphäre in den gläsernen Raum. Eine elektrische Strahlungsheizung ermöglicht ein bedarfsgerechtes Heizen, wenn der Wintergarten genutzt wird und die Kraft der Sonne nicht ausreicht.

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Das von den Rotterdamer Städtebauexperten OMA (Office for Metropolitan Architecture) erdachte Timmerhuis in Rotterdam gilt als das »grünste Gebäude der Niederlande«. Es vereint Stadtverwaltung, Wohnungen, Büros sowie das Rotterdamer Stadtmuseum und schlägt eine architektonische Brücke zum denkmalges...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie?
    Betoninstandsetzung: Wer haftet wann und wie? Die Ausführung von Betonerhaltungs-, Betonschutz- und –instandsetzungsmaßnahmen erfordert umfassende fachliche Qualifikationen. Der nachfolgende Beitrag nimmt Stellung zu Anforderungen, die sich…

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Das von den Rotterdamer Städtebauexperten OMA (Office for Metropolitan Architecture) erdachte Timmerhuis in Rotterdam gilt als das »grünste Gebäude der Niederlande«. Es v...

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

In nur sieben Wochen wich grauer Beton einer abstrakt-naturalistischen Malerei mit blauem Himmel, weißen Wolken, täuschend echten Bäumen und einem illusionistischen Strei...

Wintergarten gut beheizt

Wintergarten gut beheizt

Im Wintergarten hat Wärme nicht nur einfach die Funktion »Heizen« zu erfüllen. Wärme weckt Emotionen und bringt Atmosphäre in den gläsernen Raum. Eine elektrische Strahlu...

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Die in der eigenen Betriebsstätte hergestellte, zargenlose Schiebetür bestehen aus dem lichtdurchlässigen, biegesteifen Wabenpaneel »ViewPan« mit Oberflächen aus Acrylgla...

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Das Hamburger Hotel Wedina hat ein umfassendes Facelift erhalten, bei dem Farbe eine zentrale Rolle spielt. Die Fassade macht in leuchtendem Rot auf sich aufmerksam und j...

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Über hundert Jahre wurde in der Schnapsbrennerei in Weißenfeld hochprozentiger Alkohol aus Kartoffeln für medizinische Zwecke hergestellt. Um das Gebäude zu erhalten und ...

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Bis Oktober ist Berlins östlichster Stadtbezirk Standort für die Internationale Gartenausstellung (IGA), zu der rund zwei Millionen Gäste aus Europa erwartet werden. Die ...

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

H7, das Bürohaus von Andreas Heupel Architekten im alten Stadthafen von Münster, ist ein siebengeschossiger Holz-Hybridbau, der neue Maßstäbe im Hinblick auf Ökologie und...

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Die Profile des Fensters »cero« messen trotz der möglichen 15 Quadratmeter großen Scheibenelemente gerade einmal 34 Millimeter. Für die jeweiligen Anforderungen an Wärmed...

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Die neue Wirtschaftsuniversität in Wien ist die größte der Europäischen Union. Bisher befand sich die alte Wirtschaftsuniversität in einem Gebäude aus den 1970er-Jahren. ...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.