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Darmstädter Energieforum zum Thema Geothermie

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Darmstädter Energieforum informiert Architekten und Ingenieure über oberflächennahe Geothermie für Gewerbebauten

Unter dem etwas schwerfälligen Titel »Energieeffizientes Heizen und Kühlen gewerblich genutzter Gebäude mit oberflächennaher Geothermie« fand Anfang Oktober zum ersten Mal das Darmstädter Energieforum statt. Das Darmstädter Unternehmen Gerber Ingenieurgesellschaft Geothermie mbH, spezialisiert auf die Konzeption und Realisierung von Erdwärmesystemen für Großprojekte, lud Investoren, Architekten, TGA-Fachplaner und Geologen zu einem Informations- und Fortbildungstag ein, um die Einsatzmöglichkeiten von Geothermie zur Gebäudeklimatisierung von Gewerbebauten zu diskutieren.

Gut besucht, beleuchtete die Fachveranstaltung das Thema auf einem hohen technischen Niveau. Keine leichte Kost für Einsteiger auf dem Gebiet dieser ressourcensparenden Form der Energieerzeugung. Aber Einsteiger und private Häuslebauer, die noch ein paar Tipps zur energetischen Aufrüstung des Eigenheims brauchen, sind auch nicht die Zielgruppe dieses Forums. Hier geht es um Ingenieurwissen, Simulationsberechnungen und Wirtschaftlichkeitsanalysen. Welche technischen Komponenten sind für eine geothermische Anlage notwendig und wie sind sie in das Bauprojekt zu integrieren? Mithilfe welcher Simulationssoftware kann das Nutzungspotenzial oberflächennaher Geothermie optimal berechnet werden?
So mancher Forumsteilnehmer wirkte etwas überfordert angesichts der Fülle von abstrakten Berechnungsergebnissen, Simulationskurven und der sehr kompakt vermittelten Fakten. Ein bisschen weniger ingenieurspezifisches Fachwissen und inhaltliche Masse hätte der Aufmerksamkeitskurve der Zuhörer sicher gut getan.

Die Konzentration kehrte aber mit der Vorstellung konkreter Projektbeispiele zurück. Anhand eines Bürogebäudes in Duisburg und eines Logistikzentrums in Winsen an der Luhe wurde die energetische Leistungsfähigkeit geothermischer Anlagen anschaulich erläutert. Auch der Vortrag über die Einsatzmöglichkeiten von Erdwärme in Lebensmittelmärkten verdeutlichte die energetischen und technischen Potenziale, die Geothermie bietet. Man hätte sich mehr von solchen klaren Beispielen gewünscht, mit denen sich jeder Forumsteilnehmer identifizieren konnte. Denn welche enorme Kühlleistung für einen Supermarkt nötig sein muss, kann man sich schon aus der alltäglichen Lebenserfahrung ungefähr ausmalen. Auch wie die energetische Versorgung eines Bürogebäudes auszulegen ist, war für die anwesenden Ingenieure ein Exempel ihrer Planungspraxis.

Aber spätestens bei dem zweiten Energieforum, das bereits für den 17. Dezember 2009 angesetzt ist, soll es praxisbezogener werden. Dann wird der Fokus auch nicht mehr ausschließlich auf Geothermie gelegt. »Ganzheitliches Gebäudeklima- und Energiedesign – Energieeffiziente Gebäudekonzepte für die Zukunft« lautet das Thema des zweiten Darmstädter Energieforums, das inhaltlich sehr breit aufgestellt ist und für jede der oben genannten Zielgruppen Interessantes im Bereich Klima- und Energiedesign bieten will: von baukonstruktiven Maßnahmen und Anlagentechnik über architektonisch-gestalterische Möglichkeiten bis zur energetischen Projektsteuerung, Kostenplanung sowie Betrachtung des Gebäudelebenszyklus.

Ein umfangreiches Vortragsprogramm erwartet die Teilnehmer, das hoffentlich nicht nur an der Oberfläche des Themas kratzen wird, sondern zu anregenden Diskussionen über Potenziale und nachhaltige Ideen für zukunftsfähige Gebäudekonzepte führt.


Gerber Ingenieurgesellschaft Geothermie mbH, www.gerber-geothermie.de

 

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