Als Architekten und Planer verwenden wir die Begriffe Umweltverträglichkeit, Ökobilanz, Ressourcenschonung, Energieeffizienz, GreenBuilding oder ganzheitliche Gebäudeplanung mittlerweile mit großer Selbstverständlichkeit. Neben Qualität, Funktionalität und Design müssen Baumaterialien und -produkte heute das Ausmaß ihrer Umweltbeeinflussung in der Summe aller Phasen – von der Herstellung bis zur Entsorgung - über den gesamten Lebenszyklus belegen.
Welchen Beitrag kann eine Fassade als bestimmendes Gestaltungs- und Funktionselement eines Bürogebäudes durch seine Materialität und Funktion zur CO2-Reduzierung leisten? Wie umweltverträglich ist sie selbst im Vergleich zu gängigen Fassadenkonzepten? Der Fassaden- und Fensterspezialist Solarlux hat das für seine Fassadenlösung, die sogenannte »Co2mfort-Fassade«, in Bezug auf die funktionalen und ökologischen Eigenschaften untersucht und mit einer vergleichbaren Doppelfassade und einer einschaligen Glasfassade vergleichen lassen. Die Frage der Studie lautete: Ob und wie viel CO2 kann durch den Einsatz der Solarlux-Co2mfort-Fassade gegenüber konventionellen Fassaden-Systemen eingespart werden?
Trotz der deutlich aufwendigeren Konstruktion kam das Unternehmen nach eigenen Angaben zu einem überzeugenden Ergbnis:
- Einsparung des CO2-Äquivalent pro Quadratmeter Fassadenfläche = 90 Kilogramm
- Einsparung von Grauer Energie = 32 Prozent
- Reduzierung des Treibhauspotentials um 35 Prozent
- Effizienterer Einsatz von Material (Holz, Metall, Kunststoffe)
- Reduzierung der Gebäudebetriebsenergie durch flexible Anpassungsmöglichkeiten an die klimatischen Umweltbedingungen
Die für die Studie herangezogenen Referenzbeispiele stellen klassische, geschosshohe Fassadensysteme dar, die hinsichtlich ihrer Funktion verglichen und auf ihre ökologischen Eigenschaften untersucht wurden.
Die Bemessung der Grauen Energie erfolgte auf der Grundlage der Ökobilanzierung (LCA=Life Cycle Analysis). Die angewandte Methodik basiert auf der DIN ISO 14040 Umweltmanagement – Ökobilanz – Grundsätze und Rahmenbedingungen, die Daten wurden der vom Bund veröffentlichten Ökobau.dat entnommen (Quelle: www.nachhaltigesbauen.de). Ziel der Ökobilanz ist, die in den Materialien gebundene Energie sowie die von der Produktion (Entnahme von Rohstoffen) bis zur Entsorgung (z.B. Abfall) entstehenden Umweltbelastungen der drei Systeme transparent darzustellen und die damit verbundenen Auswirkungen zu analysieren.
Während sowohl die Doppel- als auch die einschalige Fassade in der Verwendung auf ihre Funktion als Raumabschluss- bzw. starres Fassadenelement begrenzt sind, bietet das Konzept der Co2mfort-Fassade funktionale Erweiterungen.
Zum Vergleich der funktionalen Kriterien galten als Parameter:
- Mindestens 75 Prozent transparente Fläche
- Reduktion der Geräuschemissionen bei gleichzeitiger Frischluftzufuhr
- Integrierter Sonnenschutz
- Adaptive Anpassung an klimatische Bedingungen
Die zweischalige Co2mfort-Fassade besteht aus einer Primärfassade mit Holzrahmenflügeln und Isolierscheibenverglasung und einer Sekundärfassade, die einfach verglast und durch horizontale Aluminiumschienen eingefasst ist.
Sowohl die Primär- als auch die Sekundärebene der Fassade ist vollständig zu öffnen, wodurch ein hohes Komfortniveau durch die flexiblen Öffnungs- und Belüftungsvarianten entsteht. Der Zwischenraum wirkt bei geschlossenen Ebenen als thermische Pufferzone und reduziert im Winter den Wärmeverlust über die Außenhaut und damit die Energiemenge zur Beheizung des Innenraumes. Durch die Begehbarkeit des Fassadenzwischenraums ist die Fassade durch die drehbaren Flügel-Elemente von innen zu reinigen, wodurch auf eine aufwendige Außenreinigung verzichtet werden kann.
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Durch die individuell vom Nutzer manuell steuerbare Anpassung an die klimatischen Verhältnisse werden die passiven Eigenschaften der Fassade genutzt, um den Komfort im Innenraum zu erhöhen und die Betriebsenergie zu reduzieren. Auf diese Weise trägt diese Funktion zur ökologischen Qualität des Fassaden-Systems bei.
Mit der von imagine envelope b.v., einem Fassadenplanunger aus dem niederländischen Den Haag, durchgeführten CO2-Bilanz konnte nachgewiesen werden, dass durch den Einsatz der »Co2mfort-Fassade« eine im Vergleich geringere Menge CO2 produziert wird. Damit leistet das Solarlux-Fassadenkonzept nach Unternehmensangaben einen Beitrag zur CO2-Einsparung und Ressourcenschonung. Die »Co2mfort-Fassade« von Solarlux vereint hohe Funktionalität mit geringem Umwelteinfluss. Sie verbindet hohen Anspruch an die Innenraumqualität mit umweltschonenden Aspekten bei der Herstellung und beim Gebäudebetrieb.
Solarlux Aluminium Systeme GmbH, www.solarlux.de








