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Umweltbundesamt bestätigt erneut hohen Nutzen der Wärmedämmung

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Das Umweltbundesamt hat mit seinem aktuellen »Hintergrundpapier Wärmedämmung« (März 2016) erneut Vorteile und Nutzen einer Wärmedämmung am Haus bestätigt. Die zentrale Aufgabe, die Emission von Treibhausgasen bis 2020 um mindestens 40 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 zu senken, wird nach Ansicht fast aller Experten vor allem mit energetischer Sanierung wie Wärmedämmung der Fassade zu erreichen sein. »Der schnellste und einfachste Weg, um das Klima zu schützen, ist Energiesparen. Nicht verbrauchte Energie verursacht keine Emissionen – und kostet, nach anfänglicher Investition, auch kein Geld«, bringen es die Autoren des Papiers auf den Punkt.

Die Heizung (mit Warmwasser) ist mit fast 80 Prozent Anteil am Endenergieverbrauch der größte Energiefresser im Haus. Das ist nicht nur teuer, sondern auch klimaschädlich. Denn die Heizungen in privaten Haushalten verursachen rund 60 Prozent des CO2-Ausstoßes. Allein nicht verbrauchte Energie verursacht absolute Null-Emission. Für eine energetische Sanierung mit Fassadendämmung sprechen gleich mehrere Gründe: Mit einer guten Wärmedämmung und effizienter Heiztechnik lässt sich zum einen der Primärenergiebedarf eines Gebäudes um bis zu 90(!) Prozent senken. So werden Wärmeverluste durch die Gebäudehülle drastisch reduziert und damit die Heizkosten auf ein Minimum verringert. Gleichzeitig steigert ein besserer Wärmeschutz den Wert einer Immobilie und fördert ein angenehmes sowie gesundes Wohnklima.

Das Umweltbundesamt verweist zu Recht auf die Bedeutung guter Planung und Beratung. Hausbesitzer sollten sich also bereits bei Beginn ihrer Überlegungen zur energetischen Sanierung einen qualifizierten Energieberater einbeziehen. Bei der Auswahl eines geeigneten Handwerksbetriebes hilft die Fachhandwerker-Suche auf Deutschlands größtem Infoportal zum Thema Wärmedämmung.

Innerhalb welches Zeitraums eine Wärmedämmung die aufgewendete Investition direkt wieder einspart, hängt von mehreren Faktoren ab. Entscheidend ist in erster Linie der Ausgangszustand des Gebäudes. Je schlechter dieser energetisch ist, desto schneller lohnen sich in der Regel die eingesetzten Mittel. Weitere Faktoren in der Berechnung seien laut Umweltbundesamt die künftige Entwicklung der Energiepreise, die fachgerechte Ausführung der Wärmedämmung und die Frage, ob die Dämmung in ohnehin anstehende Sanierungsmaßnahmen integriert wird.

Ganz egal, für welchen Dämmstoff sich Hausbesitzer auch entscheiden: Alle Materialien sparen in ihrem Lebenszyklus deutlich mehr Energie als ihre Herstellung benötigt. Anders gesagt: Der hohe Energieverbrauch eines nicht gedämmten Gebäudes belastet die Umwelt viel stärker als die Herstellung des Dämmstoffs. Die Autoren des Umweltbundesamtes nehmen in ihrer Abhandlung auch vielfach zitierte und wiederholte Vorurteile gegen die Wärmedämmung ins Visier: So vermeidet oder behebt gerade eine Wärmedämmung bauliche Mängel, die zu Schimmel führen können. Diese Mängel sind z. B. kalte, weil ungedämmte Außenwände, undichte Stellen oder Kältebrücken an Laibungen und Fenstersimsen. Viele Mängel sind, so die Feststellung der Autoren, auf Fehler in Planung und Ausführung zurückzuführen. Wichtig ist in jedem Fall eine ausreichende Lüftung, um die im Haus entstandene Feuchtigkeit durch Kochen, Duschen sowie Atemluft ins Freie zu befördern.

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