Die Sinnfindung im Erbe des Meisters der Moderne Mies van der Rohe bildet den Rahmen für das fotografische Lebenswerk eines Weggefährten, den Schweizer Architekten und Publizisten Werner Blaser.
Auf 135 bedruckten Aludibond-Platten zeigt die Fotoausstellung den Blick eines Zeitzeugen der Moderne auf die Welt. Besondere Aufmerksamkeit erhalten die amerikanischen Bauwerke Mies van der Rohes sowie die klassische Architektur Japans. Aber auch urwüchsige Natur die Blaser auf seinen Reisen u.a. zu den Werkstätten Alvar Aaltos in Finnland erlebt, findet Eingang in den architektonischen Bilderkosmos.
Die intensive Auseinandersetzung mit dem Menschen und dem Werk Mies van der Rohes zeigt sich in den Möbelentwürfen Werner Blasers. Neben Skizzen und Fotografien werden auch die originalen Möbel Werner Blasers aus der Sammlung Löffler in der Ausstellung zu sehen sein.
Eine Bibliothek der mehr als 100 Werke Werner Blasers sowie die filmische Dokumentation seines Schaffens runden die erste Station der Wanderausstellung in der Universität der Künste in Berlin ab. Eine Doppel-Publikation im Schuber mit den beiden Fotobänden »Mies Chicago High« und »Werk Werner Blaser« erscheint pünktlich zur Ausstellungseröffnung.
Werner Blaser, geboren 1924 in Basel, ist international bekannt für seine Architekturpublikationen. Seine Fotografien aus sechs Jahrzehnten bilden die Basis für seine Bücher und zahlreiche Ausstellungen. Anlässlich der Wiederauflage der Entwürfe Werner Blasers in der Möbelserie »Prinzip einer Architektur« durch den Möbelhersteller LÖFFLER, entstanden Fotoausstellung, begleitende Publikation und filmische Dokumentation des Lebenswerks Werner Blasers. Die Ausstellungseröffnung bildet den vorläufigen Höhepunkt einer mehr als dreijährigen Zusammenarbeit von Künstler und Unternehmen.
Die Sammlung Löffler in Reichenschwand bei Nürnberg präsentiert rund 900 authentisch erhaltene Sitzmöbeln aus zwei Jahrhunderten. Erstes Exponat der Sammlung ist der 1987 von Unternehmer Werner Löffler erworbene Stuhl »Theodora« von Ettore Sottsass. Es folgten Entwürfe weltbekannter Designer und Architekten wie Alvar Aalto, Mies van der Rohe oder der Gebrüder Thonet. Aber auch weniger berühmte, handwerklich herausragende und kulturhistorisch bedeutsame Sitzmöbel haben Eingang in die Sammlung gefunden. Seit Herbst 2010 ist die Sammlung nach Anmeldung für die Öffentlichkeit zugänglich.
Löffler ist seit 1992 Hersteller hochwertiger und innovativer Möbel für den internationalen Büro- und Wohnmöbelmarkt. Ein wichtiger Baustein sind Bürodrehstühle mit der patentierten »ERGO TOP«-Technologie für bewegtes Sitzen. In der Löffler Edition werden Klassiker und Neuentwürfe international anerkannter Designer wie Marc Newson, Günter Beltzig und Werner Blaser gefertigt. Die Sammlung Löffler am Firmenstandort in Reichenschwand bei Nürnberg zeigt mehr als 900 Sitzmöbel aus zwei Jahrhunderten.
Fr. 26. April 2013 – So. 02. Juni 2013
Universität der Künste (UdK) Berlin, Hardenberstraße 33, 10623 Berlin-Charlottenburg
Der Eintritt ist frei.


