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Wiesbadener Kunstsommer 2014

Wiesbadener Kunstsommer

Von Samstag, 10. Mai, bis Samstag, 19. Juli, findet der Wiesbadener Kunstsommer unter dem Titel »Neun Brücken schlagen« statt. Dabei präsentiert die Interessengemeinschaft der Galerien in Wiesbaden GbR (IG Galerien) im Auftrag der Stadt neun Künstlerprojekte im öffentlichen Raum der Innenstadt.

Die Künstlerinnen und Künstler aus neun europäischen Ländern beschäftigen sich bereits seit mehreren Monaten mit unterschiedlichen Aspekten der Schwalbacher Straße und der Areale auf beiden Seiten dieser Hauptverkehrsader. Begleitend zum Skulpturenparcours findet eine Ausstellung im Kunsthaus Wiesbaden, Schulberg 10, statt. Hier erhalten die Besucher Informationen zu den einzelnen Projekten des Wiesbadener Kunstsommers und über die teilnehmenden Künstler.

Wie bereits bei den vorangegangenen Wiesbadener Kunstsommern, die im öffentlichen Raum angesiedelt waren, intensiviert die Kunst den Blick auf den Standort. Mit der Schwalbacher Straße steht wieder ein Wiesbadener Straßenzug im Mittelpunkt des Kunstsommers, der konzeptionell dem Kunstprojekt auf dem Kaiser-Friedrich-Ring aus dem Jahre 2008 folgt. Die historische und zeitgenössische Architektur der Schwalbacher Straße bietet ein interessantes und spannungsreiches architektonisches Umfeld für die künstlerischen Positionen. Dies wird auch in der Publikation, die zur Eröffnung des Kunstsommers erscheint, dokumentiert.

In diesem Jahr steht der Wiesbadener Kunstsommer erstmals unter dem Aspekt der internationalen Städteverbindungen, die Wiesbaden durch die Partnerschaften eingegangen ist. Die Kuratoren und Organisatoren luden Künstlerinnen und Künstler aus neun Städten ein, je eine Arbeit im Bereich der Schwalbacher Straße zu präsentieren. So entstand das Konzept: neun Künstler, neun Kunstwerke, neun Städte, neun Länder.

Die Absicht ist, einen kulturellen Brückenschlag rechts und links entlang der Schwalbacher Straße bis zur Kunsthalle des Kunsthauses Wiesbaden entstehen zu lassen. Gerade diese Straße in den Fokus der Präsentation zu rücken, ist von den Kuratoren mit Bedacht gewählt. Anfang des 19. Jahrhunderts bildete die Schwalbacher Straße die Grenze zwischen der bürgerlichen Bevölkerung einerseits und den Handwerkern, Bauern und Bediensteten andererseits. In der Gegenwart spiegelt diese Straße die Vielfalt der Kulturen wider, die sich hier in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Der Aufsatz »Vom Feldweg zur Schwalbacher Straße« von Erika Noack diente als Informationsquelle für die kuratorische Arbeit.

Wiesbadener Kunstsommer

Da Netzwerke in der heutigen Zeit immer mehr an Bedeutung gewinnen, ist es den Kuratoren des Wiesbadener Kunstsommers zudem ein Anliegen, sowohl die bestehenden globalen, nationalen, regionalen und lokalen Netzwerke zu stärken als auch neue entstehen zu lassen. Es wird deshalb ein umfangreiches Rahmenprogramm erarbeitet, das zur Intensivierung der länderübergreifenden Kontakte dient und gemeinsame Aktionen ermöglicht.

Verantwortlich für die Organisation des Wiesbadener Kunstsommers sind Brigitte Haasner, Gottfried Hafemann, Elvira Mann-Winter, Björn Lewalter, Christine Rother und Erhard Witzel, federführend Gottfried Hafemann und Christine Rother der IG Galerien. Mitwirkende Künstler sind Jane Pitt aus Tunbridge Wells, England, Laurence Dreano aus Fondette, Frankreich, Eric Kressnig aus Klagenfurt, Österreich, Ada Moran Riess aus Kfar Saba, Israel, Thomasz Opania aus Breslau, Polen, Pilar Soberon aus San Sebastian, Spanien, Oliver Estoppey aus Montreux, Schweiz, Nilhan Sesalan aus Istanbul, Türkei, und Jay-Bo Monk aus Berlin, Deutschland. Unterstützt wird das Projekt von dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst und der Nassauischen Sparkasse Wiesbaden.

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