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Architekturbüros präsentieren: Formen der Sehnsucht

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Sechs renommierte Architekturbüros aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg präsentieren gemeinsam im Frankfurter Vitra Showroom ihre experimentellen Arbeiten zum Thema: »Sehnsucht«. Wie lässt sich für Sehnsucht eine überzeugende Form finden? Dieser Frage sind die Studios nachgegangen. Dem großen Verlangen – sei es nach einer Person, einer Sache oder einem Ort – gelten die Installationen von baurmann.dürr architekten (Karlsruhe), BGF+ Architekten Uwe Bordt und Gunther Götz (Wiesbaden), BernjusGisbertzSzajak (Frankfurt am Main), MOW Architekten (Frankfurt am Main), Schmucker und Partner (Mannheim) und SYRA_Schoyerer Architekten (Mainz) in Kooperation mit dem Gestalter Elmar Lixenfeld (Frankfurt am Main).

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Einerlei, ob sie sich als Heimweh äußert, als Fernweh oder gar als heftiges Verlangen: Sehnsucht kann jeden Menschen packen; diese romantische Stimmung. Die Sehnsucht nach Freunden oder Dingen, die ebenso begehrt wie fern sind. Bitter ist das Wissen um die Unerreichbarkeit des Zieles, tröstlich die Phantasie des Ersehnten. Sehnsucht ist ein umfassendes Gefühl, ein großes Thema, das Dichter der Romantik, aber auch der Moderne stets beschäftigt hat und zahlreiche Assoziationen zulässt. Höchst interessant wird es, wenn sich Architekten gemeinsam mit dem Thema Sehnsucht kreativ auseinandersetzen.

Vor allem eine Frage steht für Architekten und Gestalter im Vordergrund: »Wie lässt sich einem abstrakten Begriff wie der Sehnsucht eine überzeugende Form verleihen?« Diese Frage war es, die sich die Wiesbadener Architekten Uwe Bordt und Gunther Götz vom Büro BGF+ zu Beginn ihrer Entwurfsarbeit stellten. Einen Sehnsuchtsbaum haben sie errichtet. »Planrollen nehmen die Sehnsüchte in sich auf und werden an den aus Schnüren bestehenden Ästen des Baumes befestigt«, erläutern sie ihr Projekt. Wie ferne Früchte eines Baumes im Sonnenlicht sollen sich die Sehnsüchte erahnen lassen und allgegenwärtig über dem Besucher schweben – absolut unerreichbar.

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Unerreichbar scheinen die Objekte und Ziele der Sehnsucht. Vielleicht deshalb sah der Philosoph Ernst Bloch in der Fähigkeit zur Sehnsucht die ehrlichste Eigenschaft des Menschen. Sie, so hoffte er, könne etwas in die Welt bringen, »das allen in die Kindheit scheint und worin noch niemand war: Heimat«. Die Sehnsucht nach dem verlorenen Paradies. Sie ist das Thema von SYRA_Schoyerer Architekten, deren Installation in Kooperation mit den Gestalter Elmar Linxenfeld entstanden ist. Eine moderne Abenteuerversion des Ur-Pärchens Adam und Eva liegt ihrer Arbeit zugrunde, »ein Redesign von Adam, Eva und den Edlen Wilden«.

Die Assoziationen der Architekten sind vielfältig. »Seit jeher haben die Architekten gelernt, mit Orten umzugehen, in denen vielfältige Erinnerungen, Träume, vielleicht sogar Wünsche verborgen sind«, erläutern die Planer von baurmann.dürr architekten in Karlsruhe. In Frankfurt haben sie eine romantische Landschaftsinszenierung erdacht. Mit dem Wald als Sehnsuchtsort setzen sich die Architekten BernjusGisbertzSzajak auseinander: eine märchenhafte Installation haben sie konzipiert, mit Stoffen und von der Decke herabhängenden Zylindern schaffen sie eine phantastische Installation.

Romantische Landschaften, Labyrinthe und Luftschlösser gewinnen im Vitra Showroom Gestalt. In der Installation von MOV Architekten bilden mehrere abgehängte Kokons Wolken, die verschiedene Gedankenwelten und Sehnsüchte umhüllen. Eine Öffnung ihrer Unterseite lässt den Betrachter in die Sehnsucht schlüpfen, für Außenstehende ist der Träumer augenscheinlich „in Gedanken“ und mit dem Kopf ganz woanders. Entrückt ist auch die in der Fensterbox des Showrooms befindliche Figur, die Schmucker und Partner entworfen haben: Sie gleicht einem Schattenwurf.

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Wie also lassen sich plausible Formen für Sehnsüchte finden? Die Antworten der Teams fallen äußerst unterschiedlich aus. Deutlich wird: Sehnsucht kann sich auf Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges richten. Und: Ideen und Visionen sind keine Grenzen gesetzt. Denn Sehnsucht ist stets verbunden mit phantastischen Vorstellungen, mit dem Verlangen nach etwas, das nicht da ist. Das möglicherweise in der Zukunft erwartet wird. Selige Sehnsucht. Kurzum: Das Motto »Sehnsucht« ist weit gefasst und lässt den Architekten freie Hand. Wie bei den vorangegangenen Ampelphasen haben sie eine Carte Blanche erhalten und haben mit ihren Installationen beinahe den gesamten Showroom gestaltet – frei von Zwängen und Maßgaben einer konkreten Bauaufgabe. Das Experiment steht im Vordergrund. Und die sich frei entfaltende Phantasie.

• Ampelphase 7: »Sehnsucht«, eine Ausstellung des Vitra Showrooms Frankfurt
• 17. September bis 7. Oktober 2015
• Öffnungszeiten: Mo.-Fr. 10:00-13:00 und 14:00-18:00 Uhr
www.ampelphase.com
• Vitra GmbH, Showroom Gutleutstraße 89, 60329 Frankfurt am Main, Telefon (069) 58 60 460

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