»stop/motion« war das Motto einer Inszenierung die bis zum 7. September in Frankfurt zu sehen war. Sechs renommierte Architekturbüros haben sich mit der Polarität von Bewegung und Stillstand und der Ästhetik von Dynamik und Verformung befasst. Der Begriff »stop/motion« beschreibt eine Filmtechnik, bei der eine Animation mit unbeweglichen Gegenständen gemacht wird und die für jedes einzelne Bild des Filmes immer wieder geringfügig verändert werden. Zusammengefügt ergeben die Bilder eine Filmsequenz.
Mit dem Prinzip des »Verlangsamen, Anhalten und Beschleunigen« setzen sich die aktuellen Arbeiten im Frankfurter Vitra-Showroom auseinander. Zugleich wird die Idee der bekannten Ausstellungsreihe »Ampelphase« spielerisch thematisiert. Der Showroom befindet sich mitten im Zentrum Frankfurts an der stark befahrenen Gutleutstraße. Die sehr lange »Rot«-Phase an der dortigen Ampel nutzen viele Verkehrsteilnehmer, um aus ihrem stehenden Auto heraus erstaunte Blicke in die Ausstellung zu werfen. Natürlich ist die Ausstellung »Ampelphase 5« unter dem Motto »stop/motion« nicht nur für Autofahrer konzipiert, sondern ein Kunst-Event und gleichzeitig eine Auseinandersetzung mit der Kreativität der ausstellenden Architekten.
Äußerst ungewöhnliche Objekte beschäftigen sich mit der Frage »Wie lassen sich Dynamik, Stillstand und Bewegung in prägnante Formen übersetzen?« und »Wie lässt sich - zumindest eine Ampelphase lang - das Augenmerk der Autofahrer und Passanten auf die überraschenden Arrangements im Vitra-Showroom an der viel befahrenen Gutleutstraße lenken?«
»Ampelphase 5: stop/motion« ist eine raumgreifende Gemeinschaftsinszenierung von sechs Büros: 3deluxe, a5 Planung, Bernhardt + Partner, Kontext Architektur, KSP Jürgen Engel Architekten und Planquadrat Elfers Geskes Krämer Part.G..
Anders als bei den vorangegangenen Ausstellungen der »Ampelphasen« beschränken sich die Architekten mit ihren Inszenierungen nicht mehr nur auf den Schaufensterbereich, sondern nutzen den kompletten Raum. Textile Wände und abhängte Vorhangstoffe in beträchtlichen Ausmaßen gliedern den Raum und schaffen einen Hintergrund für die Exponate. Podeste schlängelt sich organisch geformt durch alle Bereiche und dienen als Rahmen und Sockel für die einzelnen Objekte.
Die Ausstellung befand sich im Vitra Showroom in der Gutleutstraße 89, Frankfurt am Main.
Wir stellen ihnen alle sechs Architektenentwürfe vor: Zur »Black Box« von 3Deluxe.





