Start Architektur Deutschland nps tchoban voss: Bethanien-Höfe Eppendorf in Hamburg

nps tchoban voss: Bethanien-Höfe Eppendorf in Hamburg

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-107.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-083.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-025.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-037.jpg

In Hamburg-Eppendorf hat die Bethanien Diakonissen-Stiftung auf dem Grundstück ihres ehemaligen Mutterhauses einen neuen diakonischen Gebäudekomplex - die Bethanien-Höfe Eppendorf - errichtet. Das Gebäudeensemble aus drei Baukörpern mit vier bis sechs Vollgeschossen gruppiert sich um drei Höfe unterschiedlicher Funktion. Die Bruttogrundfläche der Anlage beträgt ca. 16.650 Quadratmeter. Mit dem Neubau entstanden nicht nur Wohnräume für die Diakonissen sowie Gemeinderäume für die evangelisch-methodistische Gemeinde Bethanien – in einem eigenen Gebäudeteil sind ebenso ein modernes Pflegeheim mit 123 Plätzen in neun Wohngruppen sowie 68 Wohnungen für Betreutes Wohnen errichtet worden. Im Gebäude befinden sich ein öffentlich nutzbares Restaurant und vermietbare Flächen für eine Praxis- oder Büronutzung.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-053.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-109.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-112.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-120.jpg

Das Grundstück wird von der Martini-, Tarpenbek- sowie Frickestraße begrenzt. Der Hauptzugang, die Tiefgaragen-Ein- und -Ausfahrt sowie der Wirtschaftshof liegen an der Martinistraße. Ein weiterer Eingang zum Betreuten Wohnen befindet sich an der Frickestraße. Für das Betreute Wohnen wurden in einer überschaubaren Anlage großzügige 2- und 3-Zimmer-Wohnungen mit Größen zwischen 59 Quadratmeter und 81 Quadratmeter errichtet. Alle Wohnungen bieten ein umfangreiches Serviceangebot als Basis für ein eigenständiges Leben im Alter, sind barrierefrei und weisen – je nach Lage – einen Balkon, einen verglasten Freisitz oder eine Terrasse auf. Zusätzlich zu den Wohnungen verfügt das Gebäude auch über einen Gemeinschaftsraum mit Kamin sowie einen Wellnessbereich mit Schwimmbad, Sauna und Fitnessbereich. Die 123 vollstationären Plätze des Pflegeheims sind in neun Wohngruppen, jeweils mit eigenem Gemeinschaftsraum und eigener Küche, aufgeteilt. Das erste Obergeschoss nimmt einen beschützten Bereich für Menschen mit Demenz auf.

Die Architektur des Gesamtensembles orientiert sich an der Umgebungsbebauung, ohne sie zu imitieren. Das dominierende Material der Fassade ist das rotbraune Klinker-Sichtmauerwerk mit feiner Farbnuancierung. Die Fassade stellt damit eine Verlinkung zu den Bestandsbauten im näheren Umfeld her, insbesondere zu dem gegenüberliegenden denkmalgeschützten ehemaligen Bethanien-Krankenhaus. Gleichzeitig verweisen die Architekten mittels der Ziegelsteinverkleidung auf das ursprünglich an diesem Standort errichtete Mutterhaus des Schwesternheim Bethanien. Auf eine farbliche Differenzierung der einzelnen Gebäudeteile wurde bewusst verzichtet, um den inhaltlichen Zusammenhalt der Anlage auch formal zu stärken.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-021.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-002.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-012.jpg
http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2015/1510/tchoban-voss-bethanien-hoefe-018.jpg

Der eingeschossige Sockelbereich verbindet das gesamte Ensemble miteinander und erhält mit seinen öffentlichen Funktionen eine gestalterische Sonderstellung, die gleichzeitig den privaten Charakter der Obergeschosse unterstreicht. Der Baukörper weist damit eine klare architektonische und nutzungsbezogene Lesbarkeit auf. Eine weitere Besonderheit der Anlage stellt der Wandelgang des Begegnungshofes dar: In Anlehnung an das architektonische Thema des Kreuzganges entfaltet sich dort, im Zentrum der Anlage, ein Rhythmus aus hellen Rundstützen in Sichtbeton. Als Basis dient eine ebenfalls in Sichtbeton hergestellte umlaufende Bank mit Sitzfläche aus Holz. Das Kapitell bilden wellenförmig alternierende Träger, die zum einen das formale Thema der Vorbauten der Straßenfassaden nach innen tragen, zum anderen einen typologischen Bezug zum Kreuzgang herstellen.

Die Bethanien-Höfe Eppendorf sind ein Gemeinschaftsprojekt der Bethanien Diakonissen-Stiftung und der Agaplesion Bethanien Diakonie, die sich dafür engagieren, ein „Zuhause in christlicher Geborgenheit“ zu ermöglichen. Sie stehen in der Tradition der Bethanien-Schwestern, die seit 140 Jahren diakonisch tätig sind – seit 1893 auch in Hamburg-Eppendorf. Am 7. September 2015 wurden die Bethanien-Höfe offiziell eröffnet.

nps tchoban voss, www.npstv.de

Pflegeheim und Betreutes Wohnen, Martinistraße 41-49, 20251 Hamburg
Auftraggeber: Bethanien Diakonissen-Stiftung, 60599 Frankfurt am Main

BGF: 17.375m² (oberirdisch), 22.440m² (inkl. TG)
Fertigstellung: August 2015
Leistungsphasen: 1-5

Projektpartner: Ass. Partner: Stefan Niemöller
Projektleiter: (Christoph Niethammer bis LP4), Beate Schonlau
Landschaftsarchitekten: Bis LP 4: Coqui Malachowska Coqui, Berlin; Ab LP 5: GHP Landschaftsarchitekten, Hamburg
Statik: Ingenieurbüro Schaller, Bremen
Haustechnik: Bis LP 4: F&P Consult, Berlin; Ab LP 5: IGH-Haustechnik GmbH, Garbsen

Bilder: Daniel Sumesgutner, www.sumesgutner.de

 

Radikal und dramatisch: Restaurant Hueso von Architekt Ignacio Cadena

Radikal und dramatisch: Restaurant Hueso von Architekt Ignacio Cadena

Die subtile Schönheit einer unverstellten und puren Architektur will der mexikanische Architekt Ignacio Cadena im Restaurant Hueso zeigen. Hueso bedeutet »Knochen« und unverkennbar prägen die sterblichen Überreste der mexikanischen Fauna die Wände dieses einmaligen kulinarischen Ortes.

Corporate Design von Dittel Architekten für das Mannheimer Rathaus

Corporate Design von Dittel Architekten für das Mannheimer Rathaus

DIA – Dittel Architekten hat für das Rathaus E5 in Mannheim ein neues bauliches Corporate Design entwickelt und zeichnet für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes verantwortlich. Ziel der architektonischen und gestalterischen Maßnahmen war es, eine repräsentative Designsprache zu etablieren ...

Mikrohofhaus: Wohnen auf kleinstem Raum

Mikrohofhaus: Wohnen auf kleinstem Raum

Gewinner des Wettbewerb »Raumpioniere – Wohnen auf kleinstem Raum« sind die Architekten Florian Kaiser, Guobin Shen und Hans-Christian Bäcker des Stuttgarter Ateliers Kaiser Shen mit ihrem »Mikrohofhaus«.

Weitere Artikel:

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

In nur sieben Wochen wich grauer Beton einer abstrakt-naturalistischen Malerei mit blauem Himmel, weißen Wolken, täuschend echten Bäumen und einem illusionistischen Streichelzoo. Verantwortlich dafür zeichnet der auf exklusive Wandmalerei spezialisierte Künstler Ulrich Allgaier.

Wintergarten gut beheizt

Wintergarten gut beheizt

Im Wintergarten hat Wärme nicht nur einfach die Funktion »Heizen« zu erfüllen. Wärme weckt Emotionen und bringt Atmosphäre in den gläsernen Raum. Eine elektrische Strahlungsheizung ermöglicht ein bedarfsgerechtes Heizen, wenn der Wintergarten genutzt wird und die Kraft der Sonne nicht ausreicht.

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Das von den Rotterdamer Städtebauexperten OMA (Office for Metropolitan Architecture) erdachte Timmerhuis in Rotterdam gilt als das »grünste Gebäude der Niederlande«. Es vereint Stadtverwaltung, Wohnungen, Büros sowie das Rotterdamer Stadtmuseum und schlägt eine architektonische Brücke zum denkmalges...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 GDC

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Der Newsletter der AZ/Architekturzeitung ist kostenlos und kann jederzeit unkompliziert abbestellt werden.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Tragwerke mit Nagelplattenbindern
    Tragwerke mit Nagelplattenbindern Nagelplattenbinder bilden das Gerüst des Dachtragwerks und bieten sich zur Verwirklichung selbst extrem komplexer Architekturen an. Sie sind als Bauteile…

AZ Architekten Ingenieure Planer

  • Fotograf Christopher Klettermayer
    Fotograf Christopher Klettermayer Mit dem Verkauf seiner Serie “Neighbours” durch die Saatchi Kunstvermittlung, hat sich der Fotograf Christopher Klettermayer in Europa zurück gemeldet.…

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

Fassadenkunst: Abstrakt bis naturalistisch

In nur sieben Wochen wich grauer Beton einer abstrakt-naturalistischen Malerei mit blauem Himmel, weißen Wolken, täuschend echten Bäumen und einem illusionistischen Strei...

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Timmerhuis in Rotterdam von OMA

Das von den Rotterdamer Städtebauexperten OMA (Office for Metropolitan Architecture) erdachte Timmerhuis in Rotterdam gilt als das »grünste Gebäude der Niederlande«. Es v...

Wintergarten gut beheizt

Wintergarten gut beheizt

Im Wintergarten hat Wärme nicht nur einfach die Funktion »Heizen« zu erfüllen. Wärme weckt Emotionen und bringt Atmosphäre in den gläsernen Raum. Eine elektrische Strahlu...

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Zargenlose und lichtdurchlässige Schiebetür

Die in der eigenen Betriebsstätte hergestellte, zargenlose Schiebetür bestehen aus dem lichtdurchlässigen, biegesteifen Wabenpaneel »ViewPan« mit Oberflächen aus Acrylgla...

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Corbusier-Farben im Hamburger Hotel Wedina

Das Hamburger Hotel Wedina hat ein umfassendes Facelift erhalten, bei dem Farbe eine zentrale Rolle spielt. Die Fassade macht in leuchtendem Rot auf sich aufmerksam und j...

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Kita in Weißenfeld von Grund Architekten

Über hundert Jahre wurde in der Schnapsbrennerei in Weißenfeld hochprozentiger Alkohol aus Kartoffeln für medizinische Zwecke hergestellt. Um das Gebäude zu erhalten und ...

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Aussichtsplattform Wolkenhain: Landmarke der IGA

Bis Oktober ist Berlins östlichster Stadtbezirk Standort für die Internationale Gartenausstellung (IGA), zu der rund zwei Millionen Gäste aus Europa erwartet werden. Die ...

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

Holz-Hybridbau mit Keramikfassade

H7, das Bürohaus von Andreas Heupel Architekten im alten Stadthafen von Münster, ist ein siebengeschossiger Holz-Hybridbau, der neue Maßstäbe im Hinblick auf Ökologie und...

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Schiebefenster mit großer Öffnungsbreite und Insektenschutz

Die Profile des Fensters »cero« messen trotz der möglichen 15 Quadratmeter großen Scheibenelemente gerade einmal 34 Millimeter. Für die jeweiligen Anforderungen an Wärmed...

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Zaha Hadid: das Learning and Library Center in Wien

Die neue Wirtschaftsuniversität in Wien ist die größte der Europäischen Union. Bisher befand sich die alte Wirtschaftsuniversität in einem Gebäude aus den 1970er-Jahren. ...

Weitere Artikel:


Anzeige AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.