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Wettbewerb Staatsbibliothek Berlin

Photochromatische Projektionswand

Die Sammlungen der Staatsbibliothek in Berlin bekommen ihr eigenes Museum. Wertvolle Originale wie Partituren von Wolfgang Amadeus Mozart oder Handschriften von Charles Darwin werden an prominentem Ort Unter den Linden zu sehen sein.

Die Räume für diese einmaligen Kulturgüter gestalten die Berliner Architekten Astrid Bornheim und dko Architekten. Sie gingen als Sieger aus dem Realisierungswettbewerb hervor, den die Stiftung Preussischer Kulturbesitz vertreten durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ausgelobt hatte.

»Der Entwurf überzeugt durch seine bestechend einfache Struktur« urteilte die Jury unter Vorsitz von Prof. Uwe Brückner.

Eine Serie von Höfen führt von der Straße Unter den Linden in den Museumsraum der größten wissenschaftlichen Universalbibliothek Deutschlands. Das Ausstellungskonzept von Astrid Bornheim sowie Ralf Kunze und Andreas Oevermann von dko architekten folgt in fünf Raumsequenzen den Entwicklungsschritten der Staatsbibliothek von der Gründung im Jahr 1661 über die Zerstörung und Teilung bis zur digitalisierten Bibliothek der Zukunft.

»Die Zonierung der Dauerausstellung in fünf Themenbereiche erlaubt einprägsame Raumbilder entlang der Chronologie« würdigte die Jury diese Konzeption. Eine zentrale Achse führt vom Eingangsraum durch die Dauerausstellung über die Schatzkammer in die Rotunde des historischen Bibliotheksgebäudes. Als leerer Klangraum konzipiert bildet die Rotunde den kontemplativen Wendepunkt des Museumsrundgangs. »Zusammen mit der Klanginstallation als Prolog der Ausstellung und als Epilog in der Rotunde bietet dieser Wettbewerbsbeitrag ein in sich schlüssiges Konzept« hält die Jury in ihrem Kommentar fest. Zur Dauerausstellung kann ein begleitender Raum für Wechselausstellungen dazugeschaltet oder unabhängig davon genutzt werden. Ein besonderes Element der großräumlichen Inszenierung ist eine mit photochromatischer Farbe beschichtete Wand. Sie eröffnet in dem dunklen Ausstellungsraum die Möglichkeit, Texte, Bilder und Filme zu projizieren, die verborgen im Archiv liegen, und repräsentiert das Wachsen und Vergehen der jeweiligen Sammlungsepoche.
 
Unter 59 Bewerbern wurden die auf Ausstellungsarchitektur spezialisierte Architektin Astrid Bornheim und das Berliner Architekturbüro dko architekten zur Teilnahme an dem Realisierungswettbewerb ausgewählt. In der Runde der letzten sechs setzten sie sich mit ihrem Entwurf deutlich vor den Mitbewerbern durch. Ein zweiter Platz wurde nicht vergeben.

Die Wettbewerbsarbeiten werden noch bis zum 09.04.2009, jeweils Montags bis Freitags von 9 bis 21 Uhr und Sonntags von 9 - 19 Uhr in der Staatsbibliothek zu Berlin, Potsdamer Straße 33, Ausstellungsraum, 10785 Berlin, zu sehen sein.


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Bild oben: Blick in die Dauerausstellung mit photochromatischer Projektionswand

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Bild oben: Schnitt durch das Bibliotheksmuseum in der Staatsbibliothek Unter den Linden

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Bild oben: Grundriß des Bibliotheksmuseum in der Staatsbibliothek Unter den Linden

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