Anzeige AZ - A1 - 900 x 250 R7

Start Magazin Berufsnachrichten Karrierefaktor Souveränität, Buchveröffentlichung

Karrierefaktor Souveränität, Buchveröffentlichung

http://www.architekturzeitung.eu/azbilder/azbilder0910/peter-brueckner-theo-bergauer.jpg
Beruflicher Erfolg ist auch eine Frage der persönlichen Souveränität, meint der Autor des Buches »Karrierefaktor Souveränität: WertVoll entscheiden in Beruf und Alltag!«, Theo Bergauer. Wann aber fühlen wir uns souverän? Wann sind wir in der Lage, die richtigen Entscheidungen zu treffen? Diese Fragen beantwortet Theo Bergauer in seinem neuen Buch, das zur Frankfurter Buchmesse im Verlag Books4Success erscheint: »Souveränität heißt, den Überblick zu haben, zu beobachten, wahrzunehmen und entsprechend zu handeln. Souverän sind wir dann, wenn wir Herr (oder Frau) der Lage sind, genau wissen, was passiert oder passieren muss. Souveränität heißt aber auch, Energie zu spenden für andere und Kraft aufzunehmen, um auftauchende Hindernisse elegant zu überwinden.«  

Dass der Weg zur eigenen Souveränität sehr unterschiedlich verlaufen kann, zeigt der Autor anhand Portraits von Persönlichkeiten aus den unterschiedlichsten Bereichen, wie nachfolgend beim Tirschenreuther Architekten Peter Brückner (Buchauszug):

Seinen eigenen Weg ging Peter Brückner (Jahrgang 1962) bereits sehr früh. Nachdem er nach dem Studium erste Erfahrungen in großen Städten bei großen Architekturbüros erworben hatte, entschied er, nicht wie viele seiner Studienkollegen nach Berlin, München oder Hamburg zu gehen, um das im Studium erworbene architektonische Wissen anzuwenden, sondern zurück in seinen Geburtsort Tirschenreuth, um dort ein Architekturbüro zu gründen. 

„Der Wunsch, oder vielmehr die Sehnsucht, etwas Eigenes zu machen, war in diesem Augenblick sehr stark“, beschreibt Peter Brückner seine damalige Entscheidungsgrundlage. „Viele sagten, das kannst du doch nicht machen! Und ich fragte mich: Warum soll das nicht gehen?“ Und da bei einem Architekten Pläne immer eine große Rolle spielen, gab es auch dafür einen Plan: 5 Jahre wollte sich Peter Brückner Zeit geben und hatte entschieden, wenn es in dieser Testphase nicht lief, etwas Anderes zu tun. Sehr schnell wurde allerdings klar, dass die Faszination Architektur sowohl ihn als auch seinen Vater und nicht zuletzt den jüngeren Bruder, zu diesem Zeitpunkt noch im Studium, nicht nur jeden einzeln, sondern die Familie gemeinsam infiziert hatte.

Das Prinzip der Wurzel und Flügel

Peter Brückner, in Tirschenreuth aufgewachsen, hatte sich erst einmal umgesehen, war zum Studium ausgezogen, bevor er sich bewusst dazu entschied, zurückzukehren: „Dieses Prinzip der Wurzel und Flügel leben wir auch heute in unserem Team sehr stark. Wir, mein Bruder und ich, sind hier verwurzelt, wir tragen gerne Verantwortung für unsere Region und inzwischen haben wir auch wieder einige Mitarbeiter aus der Gegend. Umgekehrt macht es natürlich Sinn, immer wieder unsere Flügel zu gebrauchen, um Neues zu entdecken. So treten wir auch heute mit unseren Projekten, die uns weit über die Grenzen Deutschlands führen, gerne aus der Region hinaus. Und kehren dann wieder zu unseren Wurzeln zurück, weil wir hier die Ruhe und Abgeschiedenheit genießen, wenn es darum geht, neue Projekte zu planen.“

Grenzen überschreiten

Planen und Bauen ist für Peter Brückner ein umfassender Kommunikationsprozess. Die Qualität der Auseinandersetzung mit Menschen und Dingen macht diesen Vorgang zu(r) „Kultur“. Dafür gibt es kein Rezept. Immer wieder müssen Grenzen überschritten werden. Peter und Christian Brückner suchen die direkte Auseinandersetzung mit dem Ort und den Menschen und setzen auf kontinuierlichen Dialog. Planen ist für sie ein Versprechen, das eingelöst werden will; planerische Idee und gebaute Realität gehören für die beiden Architekten untrennbar zusammen. Selbstverständlich ist das in der Architektur, speziell wenn es um die Ausschreibung von Wettbewerben geht, nicht. Dort gibt es am Ende zwar meistens einen Sieger sowie Zweit- und Dritt-Platzierte, ob der Gewinner allerdings das Projekt plant und letztendlich baut, steht auf einem anderen Blatt. „Dazu muss man zunächst einmal das Vertrauen der Bauherren gewinnen“, weiß Peter Brückner, und quartiert sich dann schon gerne einmal eine Woche vor Ort ein, um persönliche Präsenz zu zeigen.

Der Lebensplan für mehr Souveränität

Wer einen Plan hat, weiß, was er tut: Aus dem Kopf, aufs Papier, in die Realität. Hätten wir grundsätzlich keinen Plan, würden wir wohl ziellos durch das Leben treiben, wie ein steuerloses Schiff ein Spielball der Wellen und des Windes ist. Ein Plan steht für die Vorstellung einer zukünftigen Handlungsabfolge (Planung). Ob der Jahresplan eines Unternehmens, der persönliche Lebensplan oder der Konstruktionsplan für eine Maschine – Pläne weisen uns nicht nur selbst den Weg, sondern geben auch anderen Menschen die Möglichkeit, an der Realisierung eines Vorhabens erfolgreich beteiligt zu sein. Souveränität bedeutet, zu planen, dabei aber auch ebenso souverän jederzeit Kurskorrekturen vornehmen zu können.


Neues Leben in alten Gebäuden

1996 stand die Renovierung des Kulturspeichers Würzburg an, für dessen Umsetzung ein Wettbewerb ausgeschrieben wurde. Europaweit beteiligten sich weit über 120 Teilnehmer, darunter erstmals auch das Team Peter und Christian Brückner sowie deren Vater Klaus-Peter Brückner. „Wir haben sehr viel Zeit investiert und uns voller Engagement in diesen Wettbewerb gestürzt“, erzählt Peter Brückner. „Wir haben gemeinsam und völlig frei von irgendwelchen Zwängen Ideen entwickelt, uns über viele, eigentlich selbstverständliche Dinge hinweggesetzt und gemerkt, dass wir im Team weit über eine architektonische Lösung hinaus denken.“ Nach der anonymen Bewertung aller eingereichten Pläne stand schließlich das Ergebnis fest: Die familiäre Bürogemeinschaft Brückner & Brückner aus Tirschenreuth hatte beim Wettbewerb Kulturspeicher Würzburg den ersten Preis gewonnen und sich so, mit ihrem ersten Projekt, gleich deutschlandweite Aufmerksamkeit gesichert. „In dieser Zeit haben wir uns mit uns selbst – was ist unser Weg – mindestens ebenso intensiv auseinandergesetzt, wie mit dem Umfeld unseres ersten Bauprojektes“, erinnert sich Peter Brückner.


Im Kopf frei bleiben

Und die Brüder stellten fest, dass gerade die Gespräche zwischen ihnen beiden eine weitere Entwicklung möglich machte – weit über die Grenzen der Architektur hinaus. Peter Brückner: „Die rationalen Dinge gehören zu den selbstverständlichen Hausaufgaben, viel wichtiger erschien uns allerdings die Emotionalität. Wir wollten viel tiefer ansetzen, uns mit den am Bauprojekt beteiligten Menschen beschäftigen, schließlich geben wir ja auch das Geld dieser Menschen aus, bis hin zum kulturellen Umfeld, in dem das Objekt gebaut werden soll.“ Um dafür im Kopf frei zu bleiben bzw. sich diese Freiräume immer wieder zu schaffen, zieht sich die Einheit Peter und Christian Brückner z. B. zweimal jährlich zurück. „Wir haben gemerkt, dass dies mit den wachsenden Anforderungen immer wichtiger wurde“, erzählt Peter Brückner. „Als Christian sich im Anschluss an das Projekt Kulturspeicher in Würzburg, niederließ und wir inzwischen an zwei Standorten ca. 30 Mitarbeiter haben, selbst aber in alle Projekte eingebunden sind, ist die Zeit verständlicher Weise sehr knapp. Unsere Klausurzeiten zum Halbjahr sowie nach Neujahr bieten uns hier die Möglichkeit, den Stand unserer eigenen Zielplanung zu prüfen bzw. strategisch neu auszurichten.“

Auf Spurensuche

Auf die eigene Spurensuche begeben sich die beiden Brüder immer wieder bei großen Anfragen aus fernen und spannenden Ländern. Ob China oder Dubai, so verlockend die Aufträge zum Teil auch waren, letztendlich haben sich Peter und Christian Brückner – nach einigen Besuchen vor Ort und vielen Abwägungen – dagegen entschieden: „Um dort weiter zu kommen, hätten wir uns weit von unserem Weg, von unseren Werten – architektonisch wie auch philosophisch – entfernen müssen. Wir wollten die Qualität unserer Arbeit nicht nur in Mio. Umsatz messen lassen, sondern in der Qualität der Architektur, immer eingebunden in das menschliche und kulturelle Umfeld.“


Theo Bergauer
Karrierefaktor Souveränität: WertVoll entscheiden in Beruf und Alltag!

Hardcover, ca. 320 Seiten, gebunden
Books4Success, Kulmbach
ISBN 9783938350997
€ 22,90 
 

Zooviertel-Carrée von sop architekten

Zooviertel-Carrée von sop architekten

Mit dem neuen Wohnquartier Zooviertel-Carrée im beliebten Düsseldorfer Stadtteil Düsseltal hat slapa oberholz pszczulny | sop architekten ein Ensemble aus modernen Mehrfamilienhäusern realisiert, das die Architekturgeschichte des Standortes weitererzählt.

Mikrohofhaus mit 7 Quadratmetern von Atelier Kaiser Shen

Mikrohofhaus mit 7 Quadratmetern von Atelier Kaiser Shen

Das hier vorgestellte, kompakte Mikrohofhaus stellt einen Beitrag zum immer knapper werdenden Wohnungsbedarf dar und ist nicht nur ein Vorschlag, eine unwirtliche Restflächen nachzuverdichten, sondern auch ein überzeugender Gegenentwurf zu immer größer werdenden Wohnungsgrößen. Der Bauplatz, auf dem...

Flagshipstore in Stuttgart von DIA – Dittel Architekten

Flagshipstore in Stuttgart von DIA – Dittel Architekten

DIA – Dittel Architekten hat für Mußler Beauty by Notino die erste von 10 geplanten Filialen in Deutschland entwickelt, gestaltet und umgesetzt. Ziel des Konzeptes ist es, die Marke der Online-Offline-Symbiose im Raum erlebbar zu machen und die Kundenbindung zu fördern und weiter auszubauen.

Weitere Artikel:

Dezentrale Lüftungsanlage im Einfamilienhaus

Dezentrale Lüftungsanlage im Einfamilienhaus

Das eigene Haus zu planen und zu bauen bringt viele Entscheidungen mit sich. Familie Lorenz hat ihr Projekt vollendet und genießt nun den Komfort ihres Eigenheims. Als Architekten haben sie die kompletten Planungsarbeiten in Eigenleistung erbracht. Entsprechend mit der Materie vertraut, ließen sie a...

Künstlerische Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen

Künstlerische Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen

Zeitgemäße Neuausmalung oder Konservierung des Bestands? Vor dieser Entscheidung stand die Gemeinde der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen, einem Stadtbezirk von Paderborn. Im Rahmen der umfangreichen Sanierung des denkmalgeschützten Kirchengebäudes entschied man sich für die kü...

Universitätsneubau an geschichtsträchtigem Ort von Erick van Egeraat

Universitätsneubau an geschichtsträchtigem Ort von Erick van Egeraat

Am Augustusplatz in Leipzig wurde im Dezember 2017 ein architektonisch herausragender Gebäudekomplex fertiggestellt. Er setzt sich aus dem Neuen Paulinum (Aula und Universitätskirche St. Pauli) und dem Neuen Augusteum zusammen. Der Ort, auf dem das Objekt errichtet wurde, kann auf eine lange wechsel...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 R7

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Senden Sie mir den Newsletter der AZ/Architekturzeitung zu. Ich bin damit einverstanden, den Newsletter zu erhalten und weiß, dass ich mich jederzeit problemlos wieder abmelden kann. Der Newsletter kann bei Bedarf Werbung von Dritten enthalten.

Fachwissen | Architekten + Planer

Dezentrale Lüftungsanlage im Einfamilienhaus

Dezentrale Lüftungsanlage im Einfamilienhaus

Das eigene Haus zu planen und zu bauen bringt viele Entscheidungen mit sich. Familie Lorenz hat ihr Projekt vollendet und genießt nun den Komfort ihres Eigenheims. Als Ar...

Universitätsneubau an geschichtsträchtigem Ort von Erick van Egeraat

Universitätsneubau an geschichtsträchtigem Ort von Erick van Egeraat

Am Augustusplatz in Leipzig wurde im Dezember 2017 ein architektonisch herausragender Gebäudekomplex fertiggestellt. Er setzt sich aus dem Neuen Paulinum (Aula und Univer...

Künstlerische Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen

Künstlerische Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen

Zeitgemäße Neuausmalung oder Konservierung des Bestands? Vor dieser Entscheidung stand die Gemeinde der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen, einem Sta...

Neuer Service für Architekten: Coating on Demand

Neuer Service für Architekten: Coating on Demand

Mit dem neuen Service »Coating on Demand« (CoD) ermöglicht AGC Interpane Architekten jetzt die Entwicklung einzigartiger Verglasungen, die exakt auf die Anforderungen von...

Hightech-Glamour

Hightech-Glamour

Die Alucobond-Oberflächenserie »Anodized Look« setzen Architekten gerne dort ein, wo dauerhaft metallisch schimmernde Fassaden gewünscht sind. Die Aluminiumverbundplatten...

Flachdach-Ausstieg

Flachdach-Ausstieg

Seit Februar ist der neue Flachdach-Ausstieg »DRL« von FAKRO auf dem Markt. Dieser ermöglicht den Zugang zum Flachdach über das Dachgeschoss. Die Bedienung des Ausstiegs ...

Elegant und minimalistisch

Elegant und minimalistisch

Die Fassade und das Dach eines Hauses im südkoreanischen Sokcho wurden mit
einem ein Solid-Surface-Material verkleidet. Im Dialog mit der Natur verändert das Gebäude sein ...

Dünnwandige Aufsatzwaschtische

Dünnwandige Aufsatzwaschtische

Bei der Entscheidung für einen neuen Waschtisch spielen Aspekte wie Langlebigkeit und Robustheit eine entscheidende Rolle. Auch nach Jahren der intensiven Nutzung sollte ...

Die Bahnhofsmall des neu gestalteten Wuppertaler Hauptbahnhof

Die Bahnhofsmall des neu gestalteten Wuppertaler Hauptbahnhof

In einem über mehrere Jahre angelegten Projekt wird der Hauptbahn-hof Wuppertal und dessen Anbindung an die Innenstadt umgestaltet. Bereits fertiggestellt ist die Bahnhof...

Flexible Mastleuchte für den Außenraum

Flexible Mastleuchte für den Außenraum

Bei der Beleuchtung des Außenraums setzt die smarte LED Mastleuchte, die der international bekannte Lichtdesigner Dean Skira für Delta Light entworfen hat, neue Maßstäbe....

Weitere Artikel:


Anzeigen AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.