Anzeige AZ - A1 - 900 x 250 R7

Start Innovation Außenraum Naturnahe Steinoptik durch »wet cast«-Technik

Naturnahe Steinoptik durch »wet cast«-Technik

Schon immer fanden sich Steine als prägendes Element in der Landschaftsgestaltung und bei der Konzeption von Gärten. Waren es früher die wertvollen Natursteine wie Marmor, Travertin oder Granit, die die Blicke des Betrachters auf sich zogen, wurde diese Rolle inzwischen zu einem großen Teil von Betonsteinsystemen übernommen. Der Trend in Sachen Steinsysteme zielt in Richtung hochwertige Oberflächen. So bietet der Gartensteinspezialist Kann beispielsweise Gestaltungsprogramme im Basalt-Look oder Terrassenbefestigungen mit Sichtbeton-Optik an. Bei der Herstellung dieser Produkte – gleich, ob gewachsenem Naturstein nachempfunden oder mit geradlinigem Sichtbetonfinish – kommt ein spezielles Verfahren, die so genannte Wet Cast Technik, zum Einsatz.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2016/1608/kann-baustoffwerke-basalo-mauer.jpg

Der Begriff »wet cast« stammt aus dem Englischen und lässt sich mit dem Ausdruck »flüssig gießen« übersetzen. Diese Verfahrenstechnik unterscheidet sich von den »klassischen« Verfahren zur Herstellung von Betonwaren, die in der Regel aus erdfeuchtem Beton gepresst und unter starker Vibration verdichtet werden. Sie besitzen bereits unmittelbar nach dem Pressvorgang eine ausreichende Festigkeit, um direkt entschalt werden zu können. Ihre endgültige Aushärtung erfolgt anschließend in einer Trockenkammer. Bei dem Verfahren der Wet Cast- oder auch Nassbetontechnik ist eine sofortige Entschalung nicht möglich. Der Beton würde aufgrund seiner Flüssigkeit sofort wieder auseinander fließen. Um eine entsprechende Stabilität zu erreichen, muss das Produkt bis zum Aushärten für mindestens 12 bis 24 Stunden in der Form bleiben. Zur industriellen Produktion wird daher eine große Anzahl Formen benötigt.

Damit die Betonsteine optisch überzeugen können, muss sehr viel Sorgfalt auf die Auswahl der Originale gelegt werden. Am Anfang der Produktion steht deshalb immer die Suche nach geeigneten Mustern. Von den »Urmustern« werden Abdrücke genommen und die so genannten »Master« erstellt. Die Plattensysteme bestehen teilweise aus über 30 verschiedenen Mastern, so dass sich bei entsprechender Verlegung keine sichtbaren Wiederholungen in der Fläche ergeben. Die Master dienen dann als Vorlage für die Gummischalungen, in denen später die Betonsteine gegossen werden. Der Vorteil des flexiblen Formmaterials: Auch komplizierte Formen und Querschnitte lassen sich leicht entschalen. Sind genügend Gummischalungen aus verschiedenen Mastern erstellt, erfolgt das Gießen der Betonsteine. Der Beton muss dazu sehr fließfähig sein. Er wird per Hand in die einzelnen Formen gegossen und dort verteilt. Dieser Arbeitsschritt ist sehr personalintensiv, stellt jedoch eine hohe Produktqualität und eine flexible Produktion sicher. So lassen sich beispielsweise Formen unterschiedlicher Größe und Ausführung per Hand exakter füllen als mit Maschinen. Außerdem sind die Farbnuancierungen der eingesetzten Betone willkürlicher miteinander zu vermischen. So wird jeder Stein ein Einzelstück.

Sind die Formen mit Beton gefüllt, erfolgt die Verteilung und Verdichtung durch Rütteln. Bei diesem Arbeitsschritt setzt sich eine Zementhaut an den Wandungen der Formen ab und die Luft, die beim Mischvorgang untergemischt wurde, Kann entweichen. Da das Material sehr feinkörnig ist, fließt die Zementhaut auch in die kleinsten Vertiefungen. So entsteht die hohe Detailtreue der Produkte. Da die Betonrezepte für Wet Cast Produkte speziell auf diese Anforderungen abgestimmt worden sind, lassen sich auch feinste Naturstein- oder Holzstrukturen datailgenau reproduzieren. Ein derart hoher Detailgrad ist bei Produkten aus erdfeuchten Betonen nicht erreichbar.

http://www.architekturzeitung.com/azbilder/2016/1608/kann-baustoffwerke-simcon-grau-terrasse-01.jpg

Natürliche Optik und geradlinige Schlichtheit schließen sich nicht aus. Diesem Trend folgen auch die neuen Wet-Cast-Produkte von Kann. Dazu zählen beispielsweise die »Basalo«-Platten und Mauer. Die Platten zeigen ein Design mit klaren Konturen. So entsteht der Eindruck einer großzügigen, unaufdringlichen Flächenbefestigung. Durch das Wet-Cast-Verfahren erhalten die Platten ihre unverwechselbare Oberfläche in Basaltoptik. Sie wirkt sowohl durch ihre sehr feine Struktur mit den typischen Poren, die sich auch an den Plattenseiten findet, als auch durch den dunkelgrauen Farbton, der an das Vorbild Basalt angelehnt wurde. Passend dazu entwickelte Kann die »Basalo-Walling« mit der Optik einer Basaltstein-Schichtmauer. Sie besteht aus Grundelementen mit unterschiedlichen Oberflächenvarianten, die einem Schichtmauerwerk nachgebildet wurden. Insgesamt entsteht optisch der Eindruck einer jeweils zur Vorder- und Rückseite versetzten dreidimensionalen Steinschichtung, so dass sich, je nach Lichteinfall, ein interessantes Licht- und Schattenspiel ergibt.

Sehr schön anzusehen sind die modern sachlichen Gestaltungsplatten »Simcon«. Kennzeichen sind eine schlichte Linienführung sowie die puristische, typisch wolkige Sichtbetonoberfläche. Unterstützt wird dieser Effekt durch ein schmales Fugenbild und die daraus resultierende weiträumige Flächenwirkung. »Simcon« ist im Format 60 x 60 x 4 Zentimeter und im Dielenformat 90 x 30 x 4 Zentimeter erhältlich. Erweitert wird das Gestaltungsspektrum durch die beiden Farbstellungen grau und anthrazit. Die Platten sind nach Unternehmensangaben angenehm zu begehen und bieten aufgrund ihrer Struktur auch bei Nässe ausreichend Trittsicherheit.

Kann GmbH Baustoffwerke, www.kann.de

 

 

Zooviertel-Carrée von sop architekten

Zooviertel-Carrée von sop architekten

Mit dem neuen Wohnquartier Zooviertel-Carrée im beliebten Düsseldorfer Stadtteil Düsseltal hat slapa oberholz pszczulny | sop architekten ein Ensemble aus modernen Mehrfamilienhäusern realisiert, das die Architekturgeschichte des Standortes weitererzählt.

Mikrohofhaus mit 7 Quadratmetern von Atelier Kaiser Shen

Mikrohofhaus mit 7 Quadratmetern von Atelier Kaiser Shen

Das hier vorgestellte, kompakte Mikrohofhaus stellt einen Beitrag zum immer knapper werdenden Wohnungsbedarf dar und ist nicht nur ein Vorschlag, eine unwirtliche Restflächen nachzuverdichten, sondern auch ein überzeugender Gegenentwurf zu immer größer werdenden Wohnungsgrößen. Der Bauplatz, auf dem...

Flagshipstore in Stuttgart von DIA – Dittel Architekten

Flagshipstore in Stuttgart von DIA – Dittel Architekten

DIA – Dittel Architekten hat für Mußler Beauty by Notino die erste von 10 geplanten Filialen in Deutschland entwickelt, gestaltet und umgesetzt. Ziel des Konzeptes ist es, die Marke der Online-Offline-Symbiose im Raum erlebbar zu machen und die Kundenbindung zu fördern und weiter auszubauen.

Weitere Artikel:

Dezentrale Lüftungsanlage im Einfamilienhaus

Dezentrale Lüftungsanlage im Einfamilienhaus

Das eigene Haus zu planen und zu bauen bringt viele Entscheidungen mit sich. Familie Lorenz hat ihr Projekt vollendet und genießt nun den Komfort ihres Eigenheims. Als Architekten haben sie die kompletten Planungsarbeiten in Eigenleistung erbracht. Entsprechend mit der Materie vertraut, ließen sie a...

Künstlerische Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen

Künstlerische Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen

Zeitgemäße Neuausmalung oder Konservierung des Bestands? Vor dieser Entscheidung stand die Gemeinde der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen, einem Stadtbezirk von Paderborn. Im Rahmen der umfangreichen Sanierung des denkmalgeschützten Kirchengebäudes entschied man sich für die kü...

Universitätsneubau an geschichtsträchtigem Ort von Erick van Egeraat

Universitätsneubau an geschichtsträchtigem Ort von Erick van Egeraat

Am Augustusplatz in Leipzig wurde im Dezember 2017 ein architektonisch herausragender Gebäudekomplex fertiggestellt. Er setzt sich aus dem Neuen Paulinum (Aula und Universitätskirche St. Pauli) und dem Neuen Augusteum zusammen. Der Ort, auf dem das Objekt errichtet wurde, kann auf eine lange wechsel...

Weitere Artikel:
Anzeige AZ-C1-300x250 R7

AZ Newsletter

Ihre E-Mail
 Anmelden  Abmelden

Senden Sie mir den Newsletter der AZ/Architekturzeitung zu. Ich bin damit einverstanden, den Newsletter zu erhalten und weiß, dass ich mich jederzeit problemlos wieder abmelden kann. Der Newsletter kann bei Bedarf Werbung von Dritten enthalten.

Fachwissen | Architekten + Planer

  • Problemzone Wärmebrücke
    Problemzone Wärmebrücke Mit den steigenden Anforderungen an die energetische Qualität von Gebäuden gewinnen Details und damit auch kleine Problemzonen immer mehr an…

Dezentrale Lüftungsanlage im Einfamilienhaus

Dezentrale Lüftungsanlage im Einfamilienhaus

Das eigene Haus zu planen und zu bauen bringt viele Entscheidungen mit sich. Familie Lorenz hat ihr Projekt vollendet und genießt nun den Komfort ihres Eigenheims. Als Ar...

Universitätsneubau an geschichtsträchtigem Ort von Erick van Egeraat

Universitätsneubau an geschichtsträchtigem Ort von Erick van Egeraat

Am Augustusplatz in Leipzig wurde im Dezember 2017 ein architektonisch herausragender Gebäudekomplex fertiggestellt. Er setzt sich aus dem Neuen Paulinum (Aula und Univer...

Künstlerische Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen

Künstlerische Neugestaltung der Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen

Zeitgemäße Neuausmalung oder Konservierung des Bestands? Vor dieser Entscheidung stand die Gemeinde der römisch-katholischen Pfarrkirche St. Dionysius in Elsen, einem Sta...

Neuer Service für Architekten: Coating on Demand

Neuer Service für Architekten: Coating on Demand

Mit dem neuen Service »Coating on Demand« (CoD) ermöglicht AGC Interpane Architekten jetzt die Entwicklung einzigartiger Verglasungen, die exakt auf die Anforderungen von...

Hightech-Glamour

Hightech-Glamour

Die Alucobond-Oberflächenserie »Anodized Look« setzen Architekten gerne dort ein, wo dauerhaft metallisch schimmernde Fassaden gewünscht sind. Die Aluminiumverbundplatten...

Flachdach-Ausstieg

Flachdach-Ausstieg

Seit Februar ist der neue Flachdach-Ausstieg »DRL« von FAKRO auf dem Markt. Dieser ermöglicht den Zugang zum Flachdach über das Dachgeschoss. Die Bedienung des Ausstiegs ...

Elegant und minimalistisch

Elegant und minimalistisch

Die Fassade und das Dach eines Hauses im südkoreanischen Sokcho wurden mit
einem ein Solid-Surface-Material verkleidet. Im Dialog mit der Natur verändert das Gebäude sein ...

Dünnwandige Aufsatzwaschtische

Dünnwandige Aufsatzwaschtische

Bei der Entscheidung für einen neuen Waschtisch spielen Aspekte wie Langlebigkeit und Robustheit eine entscheidende Rolle. Auch nach Jahren der intensiven Nutzung sollte ...

Die Bahnhofsmall des neu gestalteten Wuppertaler Hauptbahnhof

Die Bahnhofsmall des neu gestalteten Wuppertaler Hauptbahnhof

In einem über mehrere Jahre angelegten Projekt wird der Hauptbahn-hof Wuppertal und dessen Anbindung an die Innenstadt umgestaltet. Bereits fertiggestellt ist die Bahnhof...

Flexible Mastleuchte für den Außenraum

Flexible Mastleuchte für den Außenraum

Bei der Beleuchtung des Außenraums setzt die smarte LED Mastleuchte, die der international bekannte Lichtdesigner Dean Skira für Delta Light entworfen hat, neue Maßstäbe....

Weitere Artikel:


Anzeigen AZ-D1-300x600 R7

Wenn Sie die AZ/Architekturzeitung lesen, erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. Datenschutzhinweis.

Dieses Fenster entfernen.