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AZ/Architekturzeitung - Deutschland Österreich Schweiz |Samstag, 04.02.2012 |
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Mehr Grün aufs Dach

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Dachbegrünungen haben natürliche Vorteile. Daher fördern und fordern viele Städte und Gemeinden in Deutschland die Dachbegrünung. Die Palette reicht dabei von attraktiven Zuschüssen über die Anerkennung als ökologische Ausgleichsmaßnahme bis hin zur Festsetzung von begrünten Dachflächen in Bebauungsplänen.

Entgegen natürlich gewachsenen Böden steht auf künstlichen Flächen nur ein eingeschränkter Wurzel- und Nährstoffraum zur Verfügung. Die Anforderungen an Dachsubstrate sind daher hoch. Einerseits soll der Vegetation möglichst lange Niederschlagswasser zur Verfügung stehen und der Pflegeaufwand minimal sein. Andererseits darf keine Vernässung mit Moosbildung einsetzen und kein verstärkter Fremdwuchs begünstigt werden. Deshalb muss der Systemaufbau die optimalen Wachstumsbedingungen der Pflanzen auf »engem« bzw. begrenzt zur Verfügung stehendem Raum komplett erfüllen. Je »dünner« die Substrateinbauhöhe, desto höher sind die Anforderungen an das System und die Pflanzsubstrat-mischung.

Der Anbieter Rotec ist Spezialist für die Aufbereitung und Veredelung mineralischer Rohstoffe vulkanischen Ursprungs und bietet in seiner Produktpalette innovative Pflanzsubstrat-mischungen unter dem Namen »Rotopor« an. »Rotopor« sind abgestimmte mineralische/organische Pflanzsubstratmischungen, die bedingt durch die offenporige Struktur ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Wasserdurchlässigkeit und -speicherfähigkeit garantieren. Des Weiteren erfüllen die Substratmischungen wichtige Eigenschaften für einen zuverlässigen und dauerhaften Dachbegrünungsaufbau: hohe Frostbeständigkeit, hohe Lagerungsstabilität bei sehr geringem Eigengewicht und bester Verarbeitbarkeit.  

Alle Zuschlagsstoffe unterliegen regelmäßigen Überwachungen durch Eigen- und Fremdlabore. Das endgültige Substrat wird erst bei der Verladung gemischt − so können keine Entmischungen und auch keine Lagerschäden entstehen die das Gelingen der Begrünung gefährden könnten. »Rotopor« eignet sich nach Angabendes Unternehmens für die extensive Begrünung von Flach- und Steildächern. Das rein mineralische, offenporige Substrat kann bis zu 100 Prozent seines Trockengewichtes an Wasser speichern und dosiert an die Wurzeln abgeben. Selbst bei kompletter Wassersättigung sorgt die Korngrößenverteilung, die auf die klimatischen Bedingungen der Einsatzregion jeweils abgestimmt wird, für den optimalen Bodenluftgehalt und somit für ein ideales Pflanzenwachstum. Durch die verschiedenen Korngrößen »verkeilen« sich die einzelnen Körner untereinander und bilden die solide Basis für das Gründach, ohne sich zu verdichten und die Wurzeln zu schädigen.

»Rotopor« wird je nach Kundenwunsch und Menge der zu beliefernden Baustelle per Schiff, LKW oder per Silo-Fahrzeug angeliefert, und in die Einbaustelle geblasen. Die Kompressorenleistung der Silo-Fahrzeuge liegt zwischen 1.000 bis 1.700 Kubikmeter pro Stunde. Zur Förderung stehen Schlauchlängen bis 150 Meter zur Verfügung. Bei ebenerdigen Einbauflächen kann auch die lose Schüttung per Kipper geliefert werden. Kleinere und Kleinstmengen werden als Big-Bags und als Sackware angeboten.

ROTEC GmbH & Co. KG, www.rotec-nature.de

Substratdetails/Richtwerte:

Produktname:

ROTOPOR I

ROTOPOR E

ROTOPOR M

Volumengewicht:

- in trockenem Zustand

- bei max. Wassersättigung


1,0 g/cm³
1,55 g/cm³


1,0 g/cm³
1,43 g/cm³


1,1 g/cm³
1,36 g/cm³

Wasser-/Lufthaushalt:

- max. Wasserkapazität

- Wasserdurchlässigkeit

   mod. K1


62 Vol.-%
20,3 mm/min


42 Vol.-%
27,9 mm/min


26 Vol.-%
183 mm/min

pH-Wert, Salzgehalt:
- pH-Wert (in CaCl2)
- Salzgehalt (Wasserex

   trakt)


7,7 (-log H)
0,8 g/l


7,6 (-log H)
0,7 g/l


7,9 (-log H)
0,1 g/l

Ergebnisse aus den Prüfberichten, erstellt von: Prof. Dr.-Ing. Stephan Roth-Kleyer, Fachhochschule Wiesbaden, Lehrgebiet Vegetationstechnik


 
 

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