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Haptik an der Wand

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Die großen Tapetenhersteller fertigen jedes Jahr bis zu zehn neue Kollektionen, diese bleiben in der Regel zwei bis drei Jahre am Markt. Erfolgreiche Kollektionen werden auf vier Jahre ausgelegt, man sieht also, dass im Tapetenbereich Dynamik der Status Quo ist.

Besondere Kollektionen, die den Zeitgeist treffen, erfolgreich sind und den Kunden verblüffen, bleiben auch in längeren Zyklen anwendbar. Um das Jahr 2000 stellte die Marburger Tapetenfabrik die erste von Designer Ulf Moritz entworfene Kollektion vor. Diese ließ Menschen mit ausgeprägtem Designempfinden, vor allen die Innenarchitekten, die Tapete neu entdecken. Ulf Moritz, der sich von der textilen Mode inspirieren lässt und für seine Stoffkreationen immer wieder ausgezeichnet wurde, zeigte der Branche, wie attraktiv Papier an der Wand sein kann.

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Seitdem sind weitere Kollektionen entstanden. Sie heißen »Compendium«, »Scala«, »Pearl«, »Charisma« und »Wall Couture«. Jede für sich steht für neue Techniken, für neue Looks: Ulf Moritz entwarf in einer Zeit, in der nahezu alle Wände weiß waren, fernöstlich inspirierte, dunkle Lackoberflächen in Schwarz, Bordeauxrot, Schilfgrün oder Kitt und setzte metallische Farben, Gold und Silber in Szene. Ein weiteres Novum war seine Anregung, fertige, mit transparenten Granulaten bestreute Vliestapeten mit Farbdekoren digital zu bedrucken. Er kreierte selbstklebende Bilder und Ornamente, die seine Dessins ergänzen und die inzwischen als Wandtattoos weithin bekannt sind.

Seine Tapeten haben eine ausgeprägte Haptik, sie sind dreidimensional. Musterzeichnende Glasperlen und Prägungen wie ein Ledergeflecht bzw. Dekore, die durch Unterfüttern der Tapete entstehen, sprechen auf immer neue Weise den Tastsinn an. Mit Schiefergranulat als Gestaltungselement auf schwerem Vlies entstanden besondere Wandbeläge. Nicht zu vergessen die von der Marburger Tapetenfabrik entwickelte sogenannte »Crush-Technik«, die Ulf Moritz stilsicher in jeder Kollektion neu variierte.

Marburger Tapetenfabrik, www.marburg.com

 

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