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AZ/Architekturzeitung - Deutschland Österreich Schweiz |Samstag, 04.02.2012 |
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Start Innovation Türen und Tore Akzente im Modezentrum
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Akzente im Modezentrum

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Nachdem mit »Labels 1« 2006 in einem historischen Industriegebäude der Grundstein für ein Modezentrum an der Spree gelegt wurde, wurde im Januar 2010 der Neubau für »Labels 2« entstanden. Das Konzept, zahlreiche verschiedene Modemarken an einem Ort zu vereinen, erwies sich als äußerst erfolgreiche Strategie.

Die acht Showrooms des ersten Gebäudes, für das ein Lager aus dem Jahr 1913 aufwändig saniert wurde, waren in kurzer Zeit an namhafte Modelabels vermietet. Mehr Platz musste her. Auf fünf Geschossen stehen nun im »Labels 2« weitere 8.500 Quadratmetern für neue Showrooms zur Verfügung. Außen nimmt der Entwurf des Schweizer Büros HHF Architects den industriellen Charakter des benachbarten Altbaus auf. Innen setzen stumpf einschlagende Feuerschutztüren von Hörmann Akzente.

Der Entwurf von HFF Architects ist das preisgekrönte Ergebnis eines internationalen Architekturwettbewerb unter der Jury der Berliner Architekten Petra Kahlfeldt und Matthias Sauerbruch sowie Senatsbaudirektorin Regula Lüscher und Bezirksbürgermeister Dr. Franz Schulz.

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Gestalterisches Grundelement von »Labels 2« sind Sinusformen, die sich am augenfälligsten an der Fassade finden. Die vor die thermische Fassade gehängten Beton-Fertigteile nehmen die äußere Form des benachbarten »Labels 1« auf. Auf diese Weise zitieren HHF Architects die Form des benachbarten Bestands und stellen eine Verbindung zum städtischen Umfeld her. Das Thema wird auch an der Treppe in der Verteilerzone fortgesetzt. Im Grundriss weist auch die Wendeltreppe sinusförmige Aussparungen auf.

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Das untere der fünf Stockwerke fungiert als Plaza und beheimatet eine Veranstaltungshalle, ein Restaurant und eine Lounge. In den vier oberen Stockwerken finden zahlreiche kleinere Shops Platz. Der Raum wird durch die tragenden Sichtbeton-Wände strukturiert, die von den typischen Sinuskurven unterbrochen werden. Dem industriellen Charakter des Baus folgend, wählte HHF bewusst Sichtbeton und verzichtet auf eine Verschalung der Leitungen sowie der Be- und Entlüftung.

Leichtbauwände teilen die Geschossflächen für die Mieter weiter individuell auf. Erschlossen werden die Geschosse durch eine Verteilerzone mit einem Aufzug und einer markanten schwarzen Wendeltreppe im nordöstlichen Gebäudeteil.

Für die Türen in den Verteilerzonen, die das Treppenhaus brandgeschützt absichern, fand HHF eine eigene Formensprache. Im Erdgeschoss gab die Brandschutzplanung eine Rauchgasdruckanlage vor, für die im Erdgeschoss ein quadratisches Lüftungsgitter vorgesehen werden musste. Dieses Quadrat wurde in die Gestaltung der Verteilerzonen jedes Geschosses einbezogen und mit den drei Türen zu Treppenhaus, Sanitärbereich und Fahrstuhl zu einem Ensemble von Quadraten und Rechtecken vereint.

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Hauptanforderung des Büros an die Türelemente war – neben ihrer Feuerbeständigkeit (T30) –, die optische Durchgängigkeit. Daher fiel die Wahl der Architekten auf »STS«-Türen von Hörmann. Ihr Türblatt ist stumpf einschlagend, ergibt also mit der Zarge eine bündige, optisch durch-gängige Fläche. Die in die Zarge integrierten Obentürschließer reduzieren die aufsitzenden Teile weiter. Für den Türdrücker kam ein Kurzschild aus poliertem Edelstahl zum Einsatz. Blockzarge und Türen wurden in der Öffnung im Sichtbeton montiert und bauseitig wie die Fahrstuhltür in Anthrazit lackiert. Mit Hilfe der »STS«-Türen ergeben die drei Rechtecke zum Sanitärbereich, zum Treppenhaus und zum Fahrstuhl ein harmonisches Gesamtbild.

Hörmann KG, www.hoermann.com
Fotos: Hörmann

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