Am 1. Dezember 2011 wurde Tobias Hauff, Student des Studiengangs Industrial Design an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg mit dem »Sonderpreis für herausragendes studentisches Engagement 2011« ausgezeichnet. Tobias Hauff erhält die Anerkennung für sein interdisziplinäres Projekt »Lichtnetz«, mit dem er sich gegen die Bewerberinnen und Bewerber aller baden-württembergischen Hochschulen durchsetzt. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.
Diese Würdigung besonderen studentischen Engagements wird, neben dem seit Mitte der neunziger Jahre vergebenen Landeslehrpreis für besonders gute Leistungen in der Lehre, in diesem Jahr bereits zum dritten Mal verliehen. Der Preisträger Tobias Hauff, 1985 in Nürnberg geboren, belegt das Fach Industrial Design an der Kunstakademie Stuttgart seit dem Wintersemester 2006/2007. Das ausgezeichnete Projekt »Lichtnetz« ist eine von ihm gegründete studentische Initiative, die sich als ein freier, interdisziplinärer Zusammenschluss von Studierenden mit dem gemeinsamen Fokus auf das Medium »Licht« versteht. Studierende aus den Bereichen Kunst, Architektur, Design und Kunstwissenschaften kommen dabei zusammen. Der Leitgedanke zu diesem Projekt basiert auf der Begeisterung des angehenden Industriedesigners für das Medium »Licht« mit seiner starken, meist unterschwelligen Wirkung auf den Menschen sowie auf Hauffs Vorhaben, dieses Medium zu inszenieren, damit zu experimentieren und zu gestalten. Ebenso das Bewusstsein für die Wichtigkeit interdisziplinärer Zusammenarbeit und die Suche nach Gleichgesinnten bilden die Grundidee für
die Entstehung dieses Netzwerkes, bei dem die Zusammenarbeit Studierender aller Fachbereiche und die Förderung des gegenseitigen Austauschs junger Menschen im Vordergrund stehen.
Von der ersten Präsentation der Idee »Lichtnetz« Ende des Jahres 2009 bis heute konnten in Eigenregie und in Kooperation mit dem Studiengang Intermediales Gestalten der Kunsthochschule bereits mehrere Lichtinstallationen öffentlich realisiert werden: sowohl bei Veranstaltungen, Performances und Präsentationen der unterschiedlichen Studiengänge auf dem Akademiecampus als und auch in Zusammenarbeit mit anderen Institutionen wie dem Staatstheater Stuttgart und der Hafen Stuttgart GmbH – allesamt Aktionen, die nicht zuletzt auch zur öffentlichen Wahrnehmung der Kunsthochschule beitragen. Die Finanzierung der Initiative »Lichtnetz« konnte zunächst über Hochschulgelder, zuletzt vor allem über Studiengebühren ermöglicht werden. Sie versteht sich als offener Zusammenschluss der Studierenden, weshalb die Mitgliederzahl von den jeweiligen Projekten und ihrer Dauer abhängt. Zum festen Bestandteil der Gruppe zählen derzeit fünf Studierende.




