21
Mai

Klare Kiste: Wohnhaus in Mülheim an der Ruhr

Projekte (d)

Lageplan
In einer beschaulichen Siedlung am Stadtrand von Mülheim fanden Architekt und Bauherren schließlich etwas zu ihren Vorstellungen Passendes. In einer gewachsenen Struktur mit Einfamilienhäusern aus den 1950ern und hohen, alten Bäumen, leicht exponiert an einer ansteigenden Straße, stand ein Grundstück zum Verkauf. Allerdings befand sich darauf noch eines dieser Satteldachhäuser, die das Paar eigentlich nicht haben wollte.

Der Architekt Wolfdieter Albrecht schlug vor, auch eine Sanierung dieses Bestandsbaus in Erwägung zu ziehen. Aber den alten Kasten mit der Teilunterkellerung trocken zu legen und wärmedämmtechnisch auf den besten Stand zu bringen, erwies sich als problematisch, so dass sich die Bauherren gegen die Sanierung entschieden. Stattdessen sollte es ein Neubau sein mit einer klaren Architektur, funktionalen und offenen Grundrissen sowie technisch durchdachten Anschlussdetails.

Beim Entwurf des Wohnhauses spielten neben gestalterischen auch energetische und wirtschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle. Zum einen sollte die Energieversorgung über Geothermie sicher gestellt werden. Mithilfe von zwei 88 Meter tiefen Sonden gelangt die Erdwärme nach oben und wird in Verbindung mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe zur Beheizung der Räume und zur Brauchwassererwärmung genutzt.

Schnitt

An heißen Tagen übernimmt die Wärmepumpe durch den integrierten Wärmetauscher sogar die Kühlung der Wohnräume. Aufgrund seiner kompakten Form verfügt das Gebäude zudem über ein energetisch gutes Verhältnis zwischen luftberührter Außenfläche und umbautem Raumvolumen von 0,5 m²/m³, was den Heizenergiebedarf günstig beeinflusst. Für zusätzliche Energieeinsparung sorgt die durchdachte Anordnung und Dimensionierung von Fenstern. Um die passiven solaren Energiegewinne zu optimieren, ist die nach Südwesten ausgerichtete Fassade mit großen Glasflächen ausgestattet, wohingegen die Nordostseite weitgehend geschlossen ist. Abgerundet wird das Konzept durch eine bewusste Reduzierung der eingesetzten Materialien.


In enger Zusammenarbeit zwischen dem Architekturbüro Wolfdieter Albrecht und den Bauherren ist in Mülheim ein puristisches Wohnhaus mit nachhaltigem Gesamtkonzept entstanden, das nicht nur ästhetisch einen klaren Standpunkt in der etwas biederen Umgebung schafft.

Objektdaten: Projekt Einfamilienhaus, privater Bauherr, Mülheim an der Ruhr

Wohnfläche 275 Quadratmeter
Volumen 1.070 Kubikmeter (BRI) 
Baukosten 340.000 Euro
Fertigstellung März 2010

Konstruktion Wände:
- Kalksandsteinmauerwerk, 24 cm
- Wärmedämmverbundsystem, 16 cm

Decken, Bodenplatte:
- Stahbeton

Bodenbelag EG:
- Zementestrich mit Epoxidharzbeschichtung

Architekt Wolfdieter Albrecht , 40882 Ratingen, www.architekt-albrecht.net

Team Ulrike Mütze, Martina Ritzi (Lichtplanung)

Fotografie Renate Fritsch – Fotodesigner BFF , www.renatefritsch-foto.de


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Um die Exponate vor schädlichem Licht zu schützen, haben die Architekten die Zahl der Fenster eingeschränkt. Umso identitätsstiftender ist daher das große Fenster zum Dom, das von außen einen gezielten Einblick ins Innere des Museums bietet und umgekehrt von Innen am Ende des Rundgangs einen Blick in die historische Altstadt von Regensburg. Foto: Alexander Bernhard

Fassade

Flachdachentwässerung von A wie Attikaentwässerung bis S wie Sanierung. Umfangreiche Information und Praxisunterstützung in allen Einsatzbereichen.

Unternehmen

In Bad Homburg vor der Höhe entstand auf dem Gelände des alten Güterbahnhofs ein modernes Bürogebäude in außergewöhnlichem Erscheinungsbild samt einer Fassade mit Wiedererkennungswert. Foto: Hopermann Fotografie/FREYLER

Fassade

Ein Spacer aus Glas: Mit „sedak isopure“ entstehen Isoliergläser, die Transparenz bis zur Fuge bieten. Foto: sedak GmbH & Co. KG | René

Fassade

Im Profilglas kommt die transluzente Wärmedämmung TIMax GL-PlusF und die Sonnenschutzeinlage TIMax Mesh in schwarz zum Einsatz. Fotograf: Meike Hansen, Hamburg

Fassade

Am von der Sto-Stiftung geförderten Praxis-Workshop nahmen 2018 Studierende aus insgesamt 10 Nationen teil und lernten den Umgang mit modernen Wärmedämmverbundsystemen. Foto: Sto-Stiftung / Christoph Große

Unternehmen

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