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09
Apr

Klare Kiste: Wohnhaus in Mülheim an der Ruhr

Projekte (d)

Lageplan
In einer beschaulichen Siedlung am Stadtrand von Mülheim fanden Architekt und Bauherren schließlich etwas zu ihren Vorstellungen Passendes. In einer gewachsenen Struktur mit Einfamilienhäusern aus den 1950ern und hohen, alten Bäumen, leicht exponiert an einer ansteigenden Straße, stand ein Grundstück zum Verkauf. Allerdings befand sich darauf noch eines dieser Satteldachhäuser, die das Paar eigentlich nicht haben wollte.

Der Architekt Wolfdieter Albrecht schlug vor, auch eine Sanierung dieses Bestandsbaus in Erwägung zu ziehen. Aber den alten Kasten mit der Teilunterkellerung trocken zu legen und wärmedämmtechnisch auf den besten Stand zu bringen, erwies sich als problematisch, so dass sich die Bauherren gegen die Sanierung entschieden. Stattdessen sollte es ein Neubau sein mit einer klaren Architektur, funktionalen und offenen Grundrissen sowie technisch durchdachten Anschlussdetails.

Beim Entwurf des Wohnhauses spielten neben gestalterischen auch energetische und wirtschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle. Zum einen sollte die Energieversorgung über Geothermie sicher gestellt werden. Mithilfe von zwei 88 Meter tiefen Sonden gelangt die Erdwärme nach oben und wird in Verbindung mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe zur Beheizung der Räume und zur Brauchwassererwärmung genutzt.

Schnitt

An heißen Tagen übernimmt die Wärmepumpe durch den integrierten Wärmetauscher sogar die Kühlung der Wohnräume. Aufgrund seiner kompakten Form verfügt das Gebäude zudem über ein energetisch gutes Verhältnis zwischen luftberührter Außenfläche und umbautem Raumvolumen von 0,5 m²/m³, was den Heizenergiebedarf günstig beeinflusst. Für zusätzliche Energieeinsparung sorgt die durchdachte Anordnung und Dimensionierung von Fenstern. Um die passiven solaren Energiegewinne zu optimieren, ist die nach Südwesten ausgerichtete Fassade mit großen Glasflächen ausgestattet, wohingegen die Nordostseite weitgehend geschlossen ist. Abgerundet wird das Konzept durch eine bewusste Reduzierung der eingesetzten Materialien.


In enger Zusammenarbeit zwischen dem Architekturbüro Wolfdieter Albrecht und den Bauherren ist in Mülheim ein puristisches Wohnhaus mit nachhaltigem Gesamtkonzept entstanden, das nicht nur ästhetisch einen klaren Standpunkt in der etwas biederen Umgebung schafft.

Objektdaten: Projekt Einfamilienhaus, privater Bauherr, Mülheim an der Ruhr

Wohnfläche 275 Quadratmeter
Volumen 1.070 Kubikmeter (BRI) 
Baukosten 340.000 Euro
Fertigstellung März 2010

Konstruktion Wände:
- Kalksandsteinmauerwerk, 24 cm
- Wärmedämmverbundsystem, 16 cm

Decken, Bodenplatte:
- Stahbeton

Bodenbelag EG:
- Zementestrich mit Epoxidharzbeschichtung

Architekt Wolfdieter Albrecht , 40882 Ratingen, www.architekt-albrecht.net

Team Ulrike Mütze, Martina Ritzi (Lichtplanung)

Fotografie Renate Fritsch – Fotodesigner BFF , www.renatefritsch-foto.de



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Der SWISS KRONO MAGNUMBOARD OSB-Pavillon vor der raumprobe. Bildnachweis: SWISS KRONO

Unternehmen

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Beleuchtung

Besonderes Augenmerk richten Brandschützer auf gepolsterte Möbel – da der verwendete Polsterschaum trotz flammhemmender Additive enorme Mengen an toxischen Brandgasen freisetzen kann. Bis zu 25.000 Kubikmeter Rauch entstehen bei der Verbrennung von gerade mal zehn Kilogramm Schaum. Foto: Kusch+Co

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Photo credit: Studio de Nooyer

Projects (e)

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Menschen

Picture: Purnesh Dev Nikhanj for blocher partners

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Der in der DIN EN 17037 geforderte Blendschutz lässt sich bei LiDEKO Dachschiebefenstern und Balkonausstiegsfenstern mittels verschiedener Markisen einfach umsetzen. Foto: LiDEKO

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Mit Gobos aus dichroitischem Glas, mit farbigen Gobos und mittels Dimmung generierten dynamischen Effekten richtete der Künstler Mario Arlati die Blicke von Passanten fokussiert auf Venedigs Markusturm. Foto: Christian Fattinnanzi

Außenraum

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