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Mo, Mai

Suffizient leben: Gemeinschaftswohnprojekt in Frankfurt

Foto: Branko Srot – stock.adobe.com

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Obgleich das Interesse an gemeinschaftlichen Wohnformen immer größer wird, ist das Angebot nach wie vor überschaubar. In Frankfurt am Main gelang es trotz der augenblicklichen Baukrise, das ambitionierte Wohnprojekt „Gemeinsam Suffizient Leben e.V.“ zu moderaten Kosten zu realisieren.

Nach zweijähriger Bauzeit konnten 15 Erwachsene, 10 Kinder und ein Hund am 1. November 2023 das Haus in der Friedberger Landstraße 34 im Frankfurter Nordend beziehen. Es umfasst neun Wohneinheiten unterschiedlicher Größe.

Die Mitglieder der 2017 gegründeten Wohngruppe eint der Wunsch, in einer Hausgemeinschaft zu leben, in der man sich füreinander interessiert und verantwortlich fühlt, und zwar unabhängig vom Alter und Einkommen. Der Begriff „suffizient“ ist als ausdrückliches Bekenntnis zum Nachhaltigkeitsgedanken zu verstehen. Konkret bedeutet das: Die Angemessenheit der Wohnraumgröße zu hinterfragen und somit platzsparend, energieeffizient und kostengünstig zu bauen, ohne bei der Wohnqualität Abstriche machen zu müssen.

Mit der DGJ Architektur GmbH fand die Wohngruppe einen idealen Kooperationspartner, denn das Architekturbüro mit Sitz in Frankfurt ist auf nachhaltiges Planen und Bauen spezialisiert und beteiligt sich an vielfältigen Forschungsvorhaben zu diesem Themenbereich.

In Frankfurt wurde das Gemeinschaftswohnprojekt „Gemeinsam suffizient leben“ realisiert. Elementare Beiträge zur Nachhaltigkeit sind der Frankfurt-Aktivhaus-Standard und eine spezifische Form der Holzskelettbauweise, die auf Forschungen von DGJ Architektur basiert.
In Frankfurt wurde das Gemeinschaftswohnprojekt „Gemeinsam suffizient leben“ realisiert. Elementare Beiträge zur Nachhaltigkeit sind der Frankfurt-Aktivhaus-Standard und eine spezifische Form der Holzskelettbauweise, die auf Forschungen von DGJ Architektur basiert.


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„Frankfurter Konzeptverfahren“ als Chance für Wohnprojekte

Nicht selten scheitern Wohnprojekte daran, dass geeignetes Bauland gerade in Innenstadtlagen rar und entsprechend hochpreisig ist. Diesem Trend können kommunale Instrumente entgegenwirken, wie das vorliegende Beispiel zeigt. Denn das Grundstück des Neubaus im Frankfurter Nordend stammt aus dem Liegenschaftsfonds der Stadt Frankfurt und wurde auf Grundlage des „Frankfurter Konzeptverfahrens“ im Erbbaurecht vergeben. Mit Hilfe dieses Verfahrens will die Stadt Frankfurt die Ideenvielfalt selbstorganisierter, gemeinschaftlicher und genossenschaftlicher Wohnformen unterstützen und zugleich für einen preisstabilen Wohnraum sorgen.

Kommt eine Liegenschaft in Betracht, wird sie öffentlich ausgeschrieben, damit sich interessierte Akteure mit einem schriftlichen Konzept darum bewerben können. Zudem wird vorab ein Preis festgelegt. Auf diese Weise verhindert man einen Überbietungswettbewerb von profitorientierten Unternehmen, bei dem gemeinschaftliche Wohnprojekte das Nachsehen hätten. Den Zugschlag erhält somit nicht der Höchstbietende, sondern von Bedeutung ist allein die Substanz bzw. die Qualität des Konzepts, über die ein Beirat entscheidet.

„Die Bewerbungsunterlagen einschließlich der Grundrisse haben wir mit den Vereinsmitgliedern in einem partizipativen Prozess erarbeitet“, berichtet Frederik Ehling vom Büro DGJ Architektur. Das sei zwar zeitaufwendig, aber durch eine aktive Beteiligung entstehe ein vertieftes Verständnis für den Entwurf. „Das stärkt die Motivation und das Durchhaltevermögen gleichermaßen, denn die künftigen Bewohner können sich mit dem Ergebnis identifizieren.“
Lesen Sie mehr zu diesem und weiteren Projekten in der Ausgabe 2.2024 von QUARTIER – Fachmagazin für urbanen Wohnungsbau.

[Auszug aus QUARTIER 2.2024, Autorin: Michaela Allgeier]

QUARTIER informiert über kostensensibles und qualitätsvolles Bauen sowie Maßnahmen und Konzepte für zukunftsweisenden Städtebau und die Quartiersentwicklung.

Weitere Informationen auf www.magazin-quartier.de


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Fachliteratur

Eine außergewöhnliche Dachkonstruktion wurde für das Estadio Santiago Bernabéu geplant, die in maßgeschneiderter Präzisionsarbeit von der Koblenzer Firma Kalzip realisiert wurde. Foto: shutterstock / DIEZ DE FIGUEROA

Fassade

Die Gebäudehülle als Minikraftwerk: Beim Drees & Sommer-Neubau OWP 12 wurden auf knapp 700 Quadratmetern Fassadenfläche bauwerkintegrierte PV-Elemente umgesetzt. Foto: Jürgen Pollak

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Andrea Gebhard ist Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Partnerin im Büro mahl·gebhard·konzepte und Trägerin des Bundesverdienstkreuzes. Foto: Laurence Chaperon

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Von beiden Seiten nutzbar: Das HELIOS beta System. Bildquelle: T.Werk GmbH

Gebäudetechnik

Mit der Showcase Factory wurde ein wirksames bauliches Zeichen nach innen wie auch nach außen gesetzt. Fotograf Olaf Mahlstedt

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