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Husqvarna Group – Modernes Bürokonzept von DITTEL ARCHITEKTEN für den deutschen Hauptsitz

Fotograf: Martin Baitinger für DITTEL ARCHITEKTEN GMBH

Projekte (d)

 

Auf Grundlage einer umfassenden Nutzungsanalyse entwickelte DIA – Dittel Architekten im ausgeschriebenen Wettbewerb ein ganzheitliches Bürokonzept für den deutschen Hauptsitz der Husqvarna Group in Ulm und setzte sich gegen die Mitbewerber durch. Ziel des Konzeptes war es, neue Arbeitsplätze sowie eine attraktive Umgebung zu schaffen, die der globalen Arbeitsweise des internationalen Unternehmens gerecht wird, die Mitarbeiter zusammenbringt und neue anzieht. Die Husqvarna Group ist weltweit führender Gerätehersteller in den Sparten Forstwirtschaft, Landschafts- und Gartenpflege sowie in der Bau- und Steinindustrie. Mit der Umnutzung und Neugestaltung einer 1500 m2 großen Fläche in einem bestehenden Logistikgebäude erfolgte nun die erste Umsetzung der erarbeiteten Maßnahmen. Die moderne Arbeitswelt mit 100 neuen Arbeitsplätzen konnte im März 2019 bezogen werden.

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Flächenzonierung

Die neue Bürofläche befindet sich im ersten Obergeschoss des Logistikgebäudes und grenzt direkt an ein Hochlager an. In drei parallel zur Fassade verlaufenden Zonen finden sich hier vielseitige Arbeitssituationen: Open Space- und Desk Sharing-Bereiche, Gruppenbüros, Besprechungspools, Focus Rooms, und eine großzügige Lounge. Sie fügen sich in ein Gesamtkonzept, das offene und geschlossene Bereiche bestmöglich ausbalanciert; um Austausch zu fördern und Konzentration zu ermöglichen. Die multifunktionalen Besprechungspools werden durch Wände, Verglasung oder Vorhänge abgetrennt und erfüllen unterschiedliche Nutzungsanforderungen an Akustik und Privatsphäre. Drei speziell für Videokonferenzen ausgelegte Räume erleichtern die Kommunikation der global agierenden Mitarbeiter. Als Ort für Gemeinschaft und Kommunikation befindet sich die Lounge mit Cafétheke und Sofalandschaft im Zentrum der Fläche. In den Focus Rooms können sich die Mitarbeiter zum konzentrierten Arbeiten zurückziehen. Die Raumgliederung unterliegt einem hohen Flexibilitätsanspruch: Eine nachträgliche Unterteilung der Open Space-Bereiche ist dank entsprechender technischer Vorrüstung jederzeit möglich.

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Identität und Atmosphäre

Die Identität eines Unternehmens in den Raum zu übertragen, heißt, einen passenden Rahmen für die gelebte Unternehmenskultur zu schaffen. Das Gestaltungskonzept greift den kühlen, roughen Look des Logistikgebäudes auf und schafft in der Kombination mit wohnlichen, freundlichen Details eine loftartige Office-Atmosphäre. In die Trennwand zwischen Bürofläche und Hochlager wurden Bandfenster integriert. Diese erlauben den Blick ins Hochlager und schaffen einen starken Identitätsbezug zum Produkt und damit zum Unternehmen selbst. Ein hochwertiger mattgrauer Epoxidharz-Boden verbindet die gesamte Fläche zu einer Einheit. Dieser cleane Look wird im Open Space Bereich durch die freigelegte Technikdecke kontrastiert. Textilien und freundliche Akzente in Grün- und Gelbtönen verweisen auf den Naturbezug des Unternehmens und erzeugen insbesondere in den Kommunikationszonen eine wohnliche Atmosphäre. Zahlreiche hauseigene Pflanzen des Unternehmens runden die Wohlfühl-Stimmung ab.

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Licht, Klima, Technik, Akustik

Der Tageslichteinfall durch die Bestands-Bandfassade wird durch Trennsysteme aus Glas optimal genutzt. Das Beleuchtungskonzept mit vorwiegend linearen Pendelleuchten nutzt energiesparende LEDs und greift im Flurbereich auf bestehende, aufgerüstete Leuchten zurück. Verspielte Kragarm-Leuchten werden als gestalterische Elemente in verschiedenen Zonen eingesetzt. Für die Technikintegration orientierten sich die Planer am bestehenden System und entwickelten zusätzlich eine Technikbühne für das Lüftungsgerät. Besondere Aufmerksamkeit wurde der Kälte- und Lärmdämmung des Bodens beziehungsweise der Trennwände zum Hochlager geschenkt. Im Raum sorgen Akustikplatten an der Decke und als Gestaltungselemente an den Wänden für eine ausgewogene und angemessene Raumakustik. In der Symbiose aller architektonischen und gestalterischen Lösungen schafft die Arbeitswelt die Balance zwischen Flächeneffizienz, Funktionalität und Qualität.

DITTEL ARCHITEKTEN GMBH, www.di-a.de
Fotograf: Martin Baitinger für DITTEL ARCHITEKTEN GMBH

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Die siebte Floriade Expo fand im niederländischen Almere statt. Die Stadt liegt an der südwestlichen Spitze der Provinz Flevoland im Ijsselmeerpolder. Foto: floriade.com

Projekte (d)

Elektronische Technologien in WC-Betätigungsplatten schaffen die Basis für neue Designideen, aber auch für ein neues Hygieneverständnis. Foto: Viega

Gebäudetechnik

Die Zeroline function Zarge von Schörghuber ist für den Einsatz in nahezu allen Bereichen des Objektbaus geeignet. Das System hat die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für T30 Brandschutz und erfüllt daneben auch Rauch- und Schallschutz sowie Einbruchhemmung und ist feuchtraumgeeignet. Foto: Schörghuber

Design+Oberfläche

Modell des neuen Mainova-Campus mit dem revitalisierten Bestand, gerahmt von zwei Neubauten im Osten und Westen. Quelle: KÖLLING ARCHITEKTEN BDA und DGJ Architektur

Projekte (d)

Das Begegnungszentrum Westhouse in Augsburg vereint Arbeit, Freizeit und Begegnung unter einem Dach. Von außen überzeugt eine edle silbergraue Holzfassade. Bildquelle: 4Wände Management GmbH

Fassade

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