12
Nov

Neue Schweizer Design-Hostels

Foto: Thomas_Andenmatten

Projekte (d)

 

Design-Liebhaber, Architektur-Enthusiasten und Landschafts-Aficionados – in den Schweizer Jugendherbergen der neuen Generation kommt jeder auf seine Kosten. Die Häuser machen nicht nur aufgrund ihrer außergewöhnlichen Standorte von sich reden. Häufig sind sie in spannenden zeitgenössischen oder modernen Bauten untergebracht, in denen neben Ästhetik und Funktionalität die Nachhaltigkeit eine herausragende Rolle spielt. „Im Einklang mit dem Leitbild der Jugendherbergen entstehen unsere Gebäude in ausgewogener Gewichtung der ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Kriterien“, erklärt René Dobler, CEO der Schweizerischen Stiftung für Sozialtourismus.

Die Geschichte der Jugendherbergen in der Schweiz begann vor rund 100 Jahren. Während die Häuser der ersten Generation noch Mehrbettlagern glichen, wartete die zweite Generation bereits mit höheren Standards und mehr Privatsphäre für die Reisenden auf. Die dritte und aktuelle Generation bietet nun Komfort und Qualitäten, die mit den zunehmend beliebten Budget-Design Hotels vergleichbar sind.

Jugendherberge in Grindelwald

Ein wesentlicher Impuls für die baulichen und funktionalen Neuerungen war das „Bauhandbuch 2005“, das für die Schweiz eine qualitativ hochwertige Architektur und einen sorgsamen Umgang mit Standards und regionalen Eigenheiten vorgibt. Erstmals umgesetzt beim Umbau und der Erweiterung der Jugendherberge in Grindelwald, entwarfen die Architekten Kathrin Gügler und Martin Gautschi einen formal schlichten, räumlich klar strukturierten Baukörper. Das dreigeschossige Haus ordnet sich dem Hauptgebäude optisch unter und nimmt regionale Elemente in die Gestaltung auf: Mit dem Sumpfkalkputz der Wände und dem unbehandelten Lärchenholz der Fassade fügt sich der Bau harmonisch in seine Umgebung ein und wird so den Anforderungen des Bauhandbuches gerecht.

jugendherberge design youth hostel grindelwald 01

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Jugendherberge Gstaad Saanenland

Fotos: Alexander Gempeler

Idyllische Alpenpanoramen machen die 2014 eröffnete Jugendherberge Gstaad Saanenland bei nationalen und internationalen Gästen beliebt. Für den Neubau – eine moderne Interpretation des klassischen Saanenländer Chalets als Hybridkonstruktion aus Beton, Mauerwerk und Holz - zeichnet das Berner Büro Bürgi Schärer Architektur verantwortlich. Nicht nur die markante Asymmetrie des Baus, das dominante Giebeldach und die Fassade aus naturbelassener Fichte charakterisieren das Haus. Neben der gelungenen Verbindung traditioneller und moderner Elemente, die auf die Saanenländer Baukultur anspielen, erfüllt der Bau zudem den hohen Minergie-P-Eco-Standard und ist damit als besonders nachhaltig einzustufen.

jugendherberge design hostel gstaad saanenland 01

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wellnessHostel4000

Fotos: Michel van Grondel

Weltweit einzigartig ist das 2014 in Betrieb genommene wellnessHostel4000 in Saas-Fee. Auf 1.800 Metern Höhe und umgeben von 13 majestätischen Viertausendern ist es das erste Hostel der Welt mit eigenem Wellness- und Fitnessangebot. Auch hier orientierte sich das Basler Architekturbüro Steinmann & Schmid bei der Formfindung an den typischen Walliser Stadeln, die das neue Hostel umgeben. Ein steinerner Sockel trägt den darüber liegenden Holzbau, der auf insgesamt 1.900 Quadratmetern Wellness, Saunen, Dampfbäder, Hallenbad, Whirlpool und ein Fitnesscenter bietet. „Trendig“ nennt der Betreiber zudem sein restaurant4000 und das stilvolle bistro4000 im jungen, reduzierten Ambiente. Das ebenfalls im Minergie-Eco-Standard entstandene wellnessHostel4000 initiierte erstmals ein lokales solares Nahwärmenetz und setzt somit neben dem Wellness-Angebot auch für die Nachhaltigkeit neue Maßstäbe.

jugendherberge design hostel wellnesshostel 4000 01

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Jugendherberge in Bern

2018 wurde die denkmalgeschützte Jugendherberge in Bern umgebaut und erweitert, um das Raumangebot und den baulichen Zustand deutlich zu verbessern. Die Wettbewerbsjury lobte den Entwurf des Berner Büros Aebi & Vincent Architekten für die gelungene Einbettung in den sensiblen städtischen Kontext am Rande des Marzili-Quartiers. Auch dieser Neubau strebt den Minergie-Eco-Standard an und der Bestand wurde energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Zudem ist nach den Umbauten die Barrierefreiheit auf der gesamten Anlage gewährleistet.

jugendherberge design hostel bern 01

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„Bella Lui“ in Crans-Montana

Fotos: Thomas Andenmatten

Ein besonderes Highlight ist das 1930 als Luxussanatorium entstandene „Bella Lui“ in Crans-Montana, das 2017 zur heute denkmalgeschützten Jugendherberge umgebaut wurde. Das kleine Juwel moderner Architektur wurde in seiner klaren Formensprache von Actescollectifs Architekten aus Sierre räumlich barrierefrei optimiert. Um den historischen Charakter zu erhalten, restaurierten die Planer die Originalmöbel und die Fensterrahmen.
„Bella Lui“ heißt im alten Walliser Dialekt „Schönes Licht“ und mit den drei Sonnenterrassen und bodentiefen Fensterfronten macht das ehrwürdige Gebäude seinem Namen alle Ehre. Der Bau gehört damit zu den Top Jugendherbergen, die in den letzten Jahren in der Schweiz entstanden.

jugendherberge design hostel crans montana 01

jugendherberge design hostel crans montana 01

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Außergewöhnlicher Komfort, spannende Design-Geschichten, regionale Architektur-Elemente und kluge, nachhaltige Lösungen machen die Häuser einzigartig. Sie sind ebenso ästhetisch wie funktional und zeichnen sich durch ihre hohe Authentizität aus. An prominenten Standorten gelegen, bleibt in den Schweizer Jugendherbergen der jüngsten Generation auch bei Reisenden mit steigenden touristischen Ansprüchen kaum ein Wunsch unerfüllt.


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Fotograf: Przemysław Niecki Pion Studio

Einrichtung

EPS-Flachdach-Dämmplatte und integrierter Leckageortungsfunktion

Wärmedämmung

Quelle: ClipDealer

Planung

LÄRCHE Breitdiele von mafi. Foto: Maurizio Marcato / mafi

Innenausbau

Neugestalteter Parkplatz vor dem Buerotrakt Foto: Dietmar Strauss

Projekte (d)

Das breite Produktportfolio von Kusch+Co ermöglicht eine durchgängige und stimmige Möblierung im Campus Charité Mitte, Bettenhaus. Der warme Holzton Esche Cognac findet sich in den unterschiedlichsten Räumen und Einrichtungssegmenten wieder. Foto: Kusch+Co, Anke Müllerklein

Einrichtung

Bild links: Boris Savelev, Zwei Schatten, Moskau, 1990, UltraStable Pigmentdruck auf Polyester, Blatt: 41,7 x 60 cm. Bild rechts: Ulrich Wüst, Berlin. Betriebspoliklinik EAW, Mai '85, 1985, aus der Serie: Notizen, 1984-1986, Silbergelatine-Abzug auf Barytpapier, Blatt: 20 x 13,5 cm

Termine

Innenliegendes Labor mit Ganzglastür fecotür G10. Fotograf: Jens Kirchner

Innenausbau

Airport Seating ist eine der Kernkompetenzen von Kusch+Co. An Design, Qualität und Langzeitnutzen werden hier besondere Anforderungen seitens der Airportbetreiber gestellt. Passanten genießen im Wartebereich des Terminal 2 des Frankfurt Airport nun eine gewisse Privatsphäre und viel Komfort – dank der neuen Bestuhlung von Kusch+Co. Zum Einsatz kommt das Wartebanksystem 8000 (Design: Studio F. A. Porsche). Foto: Kusch+Co

Einrichtung

Foto: Thomas Meyer/OSTKREUZ

Fassade

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