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Nov

Montagehalle und Bürogebäude von Neugebauer + Rösch Architekten

Neugestalteter Parkplatz vor dem Buerotrakt Foto: Dietmar Strauss

Projekte (d)

 

Am Hauptsitz der EMAG-Gruppe in Salach (Baden-Württemberg) hat das Architekturbüro Neugebauer + Rösch einen weiteren Bauabschnitt realisiert. Im Sommer 2019 wurde nach nur 12 Monaten Bauzeit eine dreischiffige Montagehalle und ein unmittelbar angeschlossener, dreigeschossiger Büro- und Schulungstrakt sowie ein repräsentativer Besucherparkplatz fertiggestellt.

nr 02 Buerotrakt Neubau Fabrikhalle Suederweiterung EMAG Salach bei Goeppingen Industriearchitektur Industriebau Neugebauer Roesch Architekten Stuttgart
Buerotrakt Neubau Fabrikhalle Suederweiterung EMAG. Foto: Dietmar Strauss

nr 03 Fassade Montagehalle Trapezblech Neubau Fabrikhalle Suederweiterung EMAG Salach bei Goeppingen Industriearchitektur Industriebau Neugebauer Roesch Architekten Stuttgart
Fassade Montagehalle Trapezblech. Foto: Dietmar Strauss

Konsequente Weiterführung des architektonischen Konzepts

Mit über 3.000 Mitarbeitern weltweit produziert die EMAG Fertigungssysteme für präzise Metallteile. Auf dem Firmengelände in Salach bei Göppingen, dem Stammsitz der Unternehmensgruppe, hatten die Stuttgarter Architekten bereits Anfang 2003 eine Kombination aus Montagehalle und Bürogebäude gebaut. Werk- und Bürobereiche gehen nahtlos ineinander über. Dieses Konzept der Verbindung von Büroarbeitsplätzen mit der Fertigung und den Logistikflächen wurde nun für die Süderweiterung des Kernstandortes der EMAG konsequent weitergeführt.

nr 04 Fassadenansicht Bueroriegel Neubau Fabrikhalle Suederweiterung EMAG Salach bei Goeppingen Industriearchitektur Industriebau Neugebauer Roesch Architekten Stuttgart
Fassadenansicht Bueroriegel Neubau. Foto: Dietmar Strauss

nr 05 Suedansicht Montagehalle Neubau Fabrikhalle Suederweiterung EMAG Salach bei Goeppingen Industriearchitektur Industriebau Neugebauer Roesch Architekten Stuttgart
Suedansicht Montagehalle Neubau. Foto: Dietmar Strauss

Auch äusserlich spiegelt sich diese Weiterführung des architektonischen Konzepts wider: Die neue Montagehalle ist mit dem gleichen horizontal verlegten Trapezblech verkleidet wie die bestehenden Hallen, die vorgehängte Aluminium-Glasfassade des Bürotrakts führt das Fassadenbild des benachbarten Bestandgebäudes weiter.

Architektur-Begeisterung beim Bauherren als Basis für gute Industriebauten

Sowohl in Salach als auch an anderen Standorten in Deutschland und in China waren Neugebauer + Rösch Architekten bereits für das mittelständische Unternehmen als Planer aktiv. Die Architektur-Begeisterung und der Qualitätsanspruch des EMAG-Seniorchefs Norbert Heßbrüggen ist für Robert Rösch eine wichtige Grundlage für die hohe Bauqualität, die auch in dem Erweiterungsbau realisiert werden konnte. Das sei ungewöhnlich, so der Planer: "Es ist ja nicht so, dass jeder Mittelständler in Baden-Württemberg versteht, welche Vorteile er von guter Architektur hat“ sagt der erfahrene Architekt.

nr 06 Fassadenansicht Bueroriegel im geschlossenen Zustand Neubau Fabrikhalle Suederweiterung EMAG Salach bei Goeppingen Industriearchitektur Industriebau Neugebauer Roesch Architekten
Fassadenansicht Bueroriegel im geschlossenen Zustand. Foto: Dietmar Strauss

nr 07 Besprechungsraum im Buerotrakt mit Blick in Montagehalle Neubau Fabrikhalle Suederweiterung EMAG Salach bei Goeppingen Industriearchitektur Industriebau Neugebauer Roesch Architekten
Besprechungsraum im Buerotrakt mit Blick in Montagehalle. Foto: Dietmar Strauss

Direkte Sichtbeziehungen zwischen Büros und Fertigung

Der Neubau aus Montagehalle und Büroriegel schliesst im 90-Grad-Winkel direkt an die bestehenden Büro- und Hallenflächen an. Die drei Hallenschiffe mit 24,00 m bzw. 22,50 m Breite und 9 m "Hakenhöhe" sowie eine quer dazu angeordnete Logistikfläche zum Verladen der neuen Maschinen haben rund 10.000 qm Bruttogeschossfläche.

Zu den Montagebereichen sind die Bürogeschosse dank vollflächiger Verglasung komplett geöffnet. Durch die filigrane, visuell kaum wahrnehmbare Verglasung geht der hohe, hellweiß gestrichene Luftraum der Hallenschiffe direkt in die Arbeitsbereiche des Büroriegels über. "Die direkte räumliche Verbindung zwischen Büros und Fertigung ist im Industriebau eher selten" erläutert Robert Rösch. Doch dieses bauliche Konzept entspricht der Firmenphilosophie des Familienunternehmens, so der Architekt weiter: "Man sieht sich gegenseitig und arbeitet auf Augenhöhe zusammen".

nr 08 Blick aus der Montagehalle auf den Schulungs und Buerotrakt Neubau Fabrikhalle Suederweiterung EMAG Salach bei Goeppingen Industriearchitektur Industriebau Neugebauer Roesch Architekten
Blick aus der Montagehalle auf den Schulungs und Buerotrakt. Foto: Dietmar Strauss

nr 09 Erschliessung zwischen Buerotrakt und Montagehhalle Neubau Fabrikhalle Suederweiterung EMAG Salach bei Goeppingen Industriearchitektur Industriebau Neugebauer Roesch Architekten
Erschliessung zwischen Bürotrakt und Montagehalle. Foto: Dietmar Strauss

Rund 4.000 qm Bruttogeschossfläche stehen auf den drei oberirdischen Geschossen und im Untergeschoss des Büroriegels zur Verfügung. Im Untergeschoss befinden sich Umkleideräume, Heizung und Lüftung. Im Erdgeschoss ist das Schulungszentrum untergebracht. Hier finden Schulungen für Kunden statt, in unmittelbarer Nähe zu den in der Montagehalle aufgebauten Maschinen.

In den beiden oberen Bürogeschossen sind ca. 140 Arbeitsplätze vorgesehen, u. a. für die Konstruktionsbüros. Auch hier profitieren die Mitarbeiter von der direkten Sichtbeziehung zwischen Planung und Ausführung: Oben wird konstruiert, unten wird montiert.

Montagehalle und Büroriegel bilden einen Brandabschnitt

Auch in der Konstruktionsweise orientiert sich der Neubau an den Bestandsbauten. Die Montagehalle ist als Stahlskelettkonstruktion ausgeführt, das Bürogebäude als Massivbau in Stahlbeton mit vorgehängter Fassade.

Da die neuen Hallenschiffe die Nutzflächen erheblich vergrößern, musste zum Bestand eine Brandwand errichtet werden. Dafür wurden Stahlbetonfertigteilstützen auf teilweise vorhandene Fundamente gestellt und mit Gasbetonelementen ausgefacht. Zwei Tore, die im Brandfall automatisch schließen, verbinden den Erweiterungsbau mit dem Bestand.

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Teeküche zwischen Montagehalle und Bürotrakt. Foto: Dietmar Strauss

Für die großflächig verglasten Wände des Bürogebäudes bestehen keine Brandschutzanforderungen. Der Neubau konnte daher als ein Brandabschnitt ohne Unterteilung realisiert werden. Lediglich das Untergeschoss ist davon abgetrennt.

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Fotos: Dietmar Strauss

nr 11 Garderobe Bueroetage Neubau Fabrikhalle Suederweiterung EMAG Salach bei Goeppingen Industriearchitektur Industriebau Neugebauer Roesch Architekten Stuttgart
Garderobe Büroetage. Foto: Dietmar Strauss


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Von außen wirkt das Gebäude mit der asymmetrischen Dachkonstruktion schlicht, natürlich und bodenständig. Foto: Alnatura, Olaf Wiechers/Troldtekt.

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Die in Doppeldeckung verlegten kleinformatigen Cedral Dach- und Fassadenplatten umschließen Doppelsatteldach und Fassaden des Bio-Passivhauses in der Fränkischen Schweiz. Foto: Herbert Bucher

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Geöffnete Nischentüren lassen sich optisch unauffällig in die Wand integrieren. Foto: Schörghuber

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Projekte (d)

Im C2C Lab wird eine gesunde und kreislauffähige Gestaltung mit positivem Fußabdruck an konkreten Beispielen wie dem System 2000 eco von Strähle erlebbar. Foto: Cradle to Cradle e.V.

Innenausbau

Dank des standardisierten, sich wiederholenden Montageprozesses waren die Öffnungen bereits nach zehn Arbeitstagen komplett geschlossen, sodass mit den Innenarbeiten begonnen werden konnte. Parallel dazu wurden die Lichtbänder bauseitig umlaufend gedämmt und zum Schluss Eindeckrahmen und Abdeckbleche montiert. Diese garantieren eine dauerhaft zuverlässige Wind- und Regendichtheit. Fotos: Velux

Dach

Fotograf: Przemysław Niecki Pion Studio

Einrichtung

EPS-Flachdach-Dämmplatte und integrierter Leckageortungsfunktion

Wärmedämmung

Quelle: ClipDealer

Planung

LÄRCHE Breitdiele von mafi. Foto: Maurizio Marcato / mafi

Innenausbau

Neugestalteter Parkplatz vor dem Buerotrakt Foto: Dietmar Strauss

Projekte (d)

Das breite Produktportfolio von Kusch+Co ermöglicht eine durchgängige und stimmige Möblierung im Campus Charité Mitte, Bettenhaus. Der warme Holzton Esche Cognac findet sich in den unterschiedlichsten Räumen und Einrichtungssegmenten wieder. Foto: Kusch+Co, Anke Müllerklein

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