06
Jul

blauraum gewinnt Ideenwettbewerb in Sassnitz

Bilder: blauraum Architekten

Projekte (d)

 

Im Ideenwettbewerb für den Stadthafen Sassnitz auf Rügen haben blauraum Architekten mit ihrem Beitrag „Mitten im Hafen“ den 1. Preis erreicht. Der Entwurf schlägt eine neue Hafentypologie vor, die die Fischerei als kulturelles Erbe der Ostseestadt erhalten und als lebendigen Teil des Hafenbildes erlebbar machen soll. Denn die Haupterwerbsfischerei wird unter anderem durch sinkende Fangquoten zunehmend unwirtschaftlich und der Stadthafen Sassnitz steht vor einem großen Strukturwandel.

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blauraums Ideenentwurf setzt auf eine enge Verflechtung von Fischerei und Tourismus. Wo wenn nicht in Sassnitz sollten Einheimische und Touristen hautnah erleben, wie Fisch angelandet und verarbeitet wird? Die Hafenatmosphäre mit Kuttern, Fahrgastschiffen, großen Fähren und dem Geruch des Meeres ziehen seit jeher Landratten an.

„Mitten im Hafen“ ergänzt die bisherigen Funktions- und Erlebnisbereiche des Stadthafens durch neue touristische Nutzungen. Direkt im Hafenbecken entsteht eine neue Landmarke, das „Haus der Fischerei“. Aus der pfahlgegründeten, hölzernen Steglandschaft entwickelt es sich in die Höhe und leitet als gefaltete Landschaft von der Hafennutzung über in eine außergewöhnliche Hotelnutzung.

Wohneinheiten in den Obergeschossen

Ein zweiter Baukörper nimmt den Fußabdruck der bestehenden Fischhalle entlang der Hafenstraße auf. Der neue „Hafenspeicher“ bietet Raum für verschiedene Gewerbe, von Lager- und Fischverarbeitungseinheiten bis zu Fahrradverleih und Gastronomie. Die Wohneinheiten in den Obergeschossen sind jeweils durch einen Giebel und einen eigenen Farbton innerhalb des Baukörpers ablesbar. Der „Hafenspeicher“ erinnert so in seiner Anmutung an eine Reihung traditioneller Fischerhütten.

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Hölzerne Stege vermitteln zwischen den vorhandenen unterschiedlichen Höhenniveaus im Uferbereich und schaffen durch Treppen und Sitzbereiche neue Plätze mit Blick auf die Stadt oder die Hafenkulisse. Die Steglandschaft begleitet die Hafenkante und setzt damit die Strandpromenade fußläufig fort. Auf der Begrenzung des alten Kühlhauses rahmt sie ein Wasserbecken ein, das für eine Schwimmbadnutzung ebenso denkbar wäre wie für die Fischaufzucht.

Strukturwandel nachhaltig gestalten

Traditionelle Fischerei und moderner Tourismus gehen in dem Entwurf eine Symbiose ein. Für die lokalen Fischer eröffnen sich neue Einkommensmöglichkeiten, von der Direktvermarktung bis zu Gästefahrten. Der langfristige Strukturwandel sollte auch baulich nachhaltig gestaltet werden. Der Ideenentwurf sieht unter anderem vor, den nachwachsenden Rohstoff Holz neben der Stegkonstruktion auch möglichst weitreichend in der Konstruktion des „Hauses der Fischerei“ zu verwenden und die beiden Wohngeschosse des „Hafenspeichers“ in Holztafelbauweise zu errichten. Das Erdgeschoss ist als flexibel programmierbare Stahlskelettkonstruktion auf langfristige Anpassungsfähigkeit ausgelegt.

Bilder: blauraum Architekten


Pion gibt es in Kombinationen aus Schwarz, Weiß und goldfarben eloxiert. Foto: Delta Light

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Dieses Schließsystem lässt sich nicht mit einem 3D-Drucker überlisten.

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Foto: SDE19 / ÉMI Non profit Ltd.

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Büro- und Markenwelt der BSH Hausgeräte GmbH, Entwurf und Planung CSMM. Foto: BSH Hausgeräte GmbH

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Projekte (d)

Den Bürotrakt trennt eine in warmem hellem Holz gehaltene Rezeption dezent von dem halböffentlichen Showroom, der eine Kombination aus Ausstellungs- und Eventfläche, Co-Working-Bereich und Espresso-Lounge darstellt. Bild: Lukas Palik

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Bildnachweis: 4a Architekten

Projekte (d)

Im historischen Kern der badischen Stadt Lahr, idyllisch zwischen Weinbergen und Schwarzwald gelegen, befindet sich ein typisches Beispiel für Industriearchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts: die vom Architekten Carl Meurer entworfene, im Jahr 1896 erbaute und heute unter Denkmalschutz stehende Tonofenfabrik. Bildquelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

Gebäudetechnik

Wesentlicher Teil des Energie- und Nachhaltigkeitskonzepts ist die „lebendige“ Fassade aus Glas und Aluminium. Quelle: HUECK

Fassade

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