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Apr

Atmosphärisches Raumlicht

Fotos: Sebastian Schels

Projekte (d)

 

Der 10. Deutscher Lichtdesign-Preis wurde 2020 in insgesamt 11 Kategorien überreicht, die Gewinner wurden per Video Live-Schaltung direkt im Büro oder Home-Office benachrichtigt. In der Kategorie Kulturbauten konnte das Stuttgarter Lichtplanungsbüro candela lighting design mit der Lichtplanung für die wiederaufgebaute Kirche St. Martha in Nürnberg überzeugen.

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Architektonisch zu neuem Leben erweckt wurde St. Martha, die Kirche der berühmten Nürnberger Meistersinger, zwischen 2015 und 2018 durch das Architekturbüro Florian Nagler Architekten, nachdem das Gotteshaus im Jahr 2014 durch ein Feuer fast vollständig abgebrannt war. candela lighting design entwarf passend zum architektonischen Gestaltungsansatz die Beleuchtung. Als Leitidee fiel die Wahl auf eine gleichmäßige Beleuchtung ganz ohne Akzentuierungen, die das Kirchenschiff als gesamtleuchtende Kubatur – gleich einem Gefäß – in Szene setzt.

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Die Leuchten wurden bewusst so positioniert, dass sie für die Besucher kaum wahrnehmbar sind. Auf diese Weise kann das atmosphärische Raumlicht, das sich in seiner Intensität regulieren lässt, seine Wirkung voll entfalten. Die Helligkeit im fünfschiffigen Kirchenraum wird maßgeblich über die homogene Ausleuchtung der raumbegrenzenden Flächen erzeugt – den Rosenspitz-Kalkplatten am Boden und der Holzkonstruktion aus unverleimten Vollhölzern mit der Anmutung eines Flechtwerks an Decke und Wänden. Die Jury-Mitglieder überzeugten sich selbst vor Ort von der Qualität der Lichtplanung und begründeten ihre Wahl mit folgenden Worten:

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„Die Integration des Lichts in die Architektur ist besonders gut gelungen. Viel Detailarbeit wurde hier in den verschiedensten Bereichen investiert. Die Beleuchtung ist in ihrer Lichtwirkung überzeugend und modern, bis in die Auswahl der Leuchten und ermöglicht zusätzlich eine flexible Nutzung. Insgesamt ein sehr überzeugendes Konzept“.

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Mit dem 10. Deutschen Lichtdesign-Preis konnte die Kirche St. Martha in Nürnberg die renommierteste Auszeichnung für Lichtgestaltung in Deutschland in der Kategorie Kulturbauten für sich entscheiden. Dabei war dies nicht der erste Award für das Projekt: Das Lichtkonzept der Kirche St. Martha wurde in diesem Jahr bereits mit dem ICONIC AWARDS 2020: Innovative Architecture – Winner und dem GERMAN DESIGN AWARD 2021 »Special Mention« in der Kategorie Excellent Architecture - Lighting Design gewürdigt. Zusätzlich kam das Projekt auf die Shortlist des DAM Preises 2020.

www.candela.de www.lichtdesign-preis.de

Fotos: Sebastian Schels


Die Architektur von Ingrid Hentschel – Prof. Axel Oestreich basiert auf einem klaren, materialorientierten Gestaltungskonzept. Foto: Maximilian Meisse

Hochbau

Ein charakteristisches Element des Forschungsgebäudes ist sein Dach. Es verwandelt sich mit einem eleganten Schwung von einer Wand- in eine Dachfläche. Bildquelle: CGI Henn

Hochbau

Am Abend schmeicheln an der Dachkante montierte Linealuce Mini-Leuchten von iGuzzini der Aluminiumstruktur des freistehenden Erweiterungsbaus mit einem dezenten Glanz. Der Neubau wirkt dann wie in Sarment und Seide gewandet. Der Wallgrazing-Effekt der Leuchten hebt die Plastizität der Aluminiumstruktur ausdrucksstark hervor. Bildquelle: Roland Halbe

Beleuchtung

Kürzbar auf die gewünschte Stauhöhe: das SitaEasy Anstauelement.

Dach

Live-Talk Studio X von Xella startet am 21. April um 14 Uhr

Unternehmen

Von den Büros aus, die dem Atrium zugewandt sind, hat man einen guten Blick ins Foyer. Bildquelle: Hoba

Innenausbau

Fineo eignet sich für den Einsatz in historischen Gebäuden. Durch einen Glastausch können die originalen Profile und Rahmen erhalten bleiben, bei gleichzeitig optimierter Energiebilanz. Im Bild: Fineo in den historischen Fenstern des Klosters im niederländischen Beuningen. Foto: Fineoglass

Fassade

Digitale Planungsmethoden sind für Architekten und Planer bereits Standard. Foto: Geberit

Fachartikel

Laut Hersteller Cobiax die „Mondlandung für zeitgemäßes Bauen“: Mit dem CLS-Hohlkörpersystem soll die Errichtung nachhaltiger Bauwerke deutlich vereinfacht werden. Grafik: Cobiax, Wiesbaden

Hochbau

Lars Krückeberg von GRAFT

Menschen

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