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19
Jun

Sanierung und Erweiterung des Bade- und Freizeitparks Vitalbad in Kusel

Fotografien: David Matthiessen

Projekte (d)

 

Der Bade- und Freizeitpark in der Gemeinde Kusel im Pfälzer Bergland hat nach der Sanierung wieder für Badegäste geöffnet – Hallen- und Freibad bilden nun ein Kombibad. Ziel der Sanierung war es, die Attraktivität des Badeparks zu steigern und das Bad technisch auf den aktuellen Stand zu bringen.

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Für einen wirtschaftlichen Badebetrieb musste die bestehende Badelandschaft bis auf Untergeschoss und Rutschenturm neu errichtet werden. Bestehende Gebäudeteile wurden bis auf den Rohbau zurückgeführt und mit neuen Oberflächen an Boden, Wand und Decke versehen.

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Grundlage für Ausrichtung und Gestaltung des Badeparks war das bestehende Untergeschoss, auf dem der Neubau errichtet wurde. Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken blieben im Bestand erhalten, wurden jedoch neu gefliest und die Sprunganlage ausgetauscht. Ziel war es, die Gebäudeform möglichst kompakt zu gestalten und die funktionalen Abläufe zu optimieren.

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So wurden die Deckenhöhen an die Nutzung angepasst: In den Nebenräumen ist die Raumhöhe im Vergleich zur Badehalle niedriger, im Sprungbereich klappt das Dach nach oben. Zudem wurde die Fassade nach außen versetzt, sodass die Stützen für das Stahltragwerk im Gebäude liegen. Damit entfällt eine energetisch nachteilige Durchdringung der Außenhaut und zusätzliche Flächen werden gewonnen. Das neue Tragwerk bildet eine Stahlrahmenkonstruktion aus geschweißten Doppel-T-Stahlträgern, die über die gesamte Gebäudebreite spannen. Eine Abhangdecke aus Holzwolle-Leichtbauplatten sorgt für eine gute Akustik im Gebäude und verleiht dem Innenraum ein sommerfrisches Outfit.

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Der Eingang zum Hallen- und Freibad befindet sich im Süden des Gebäudes. Entlang der verglasten Eingangsfassade sorgt ein Dachüberstand in Richtung Freibad für einen geschützten Außenraum. Badegäste gelangen vom transparent gestalteten Foyer über Umkleiden und sanitäre Anlagen in die Badehalle. Baulich formen die Nebenräume drei Kuben mit abgerundeten Ecken, dazwischen liegen Durchgänge mit Blickachsen in Richtung Badehalle.

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Insbesondere die frische Deckengestaltung verleiht dem Vitalbad eine eigene Identität und heitere Atmosphäre. Im Kontrast dazu wurden die Wand- und Bodenflächen in ruhigen, dunklen Farbtönen gestaltet. Das zusätzliche Badeangebot mit neuem Kinderbereich und Warmsprudelbecken sowie die erweiterten Aufenthalts- und Liegeflächen steigern ebenfalls die Aufenthaltsqualität im neuen Badepark.

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Nach Süden grenzt der Freibadbereich mit Nebengebäuden und Liegewiesen an. Für einen wirtschaftlichen Badebetrieb wurden im Freibadbereich die Wasserflächen reduziert. Ein Nichtschwimmerbecken entfällt und das neue Schwimmerbecken ist mit vier Bahnen kleiner als im Bestand. Das Freizeitbecken bleibt nach Sanierung von Beckenkopf und -umgang im Bestand erhalten.

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Für die kleinen Badegäste wurden ein neues Kinderaußenbecken und ein Matschplatz angelegt. Hinzu kam ein neues Umkleidegebäude, das als Kaltgebäude errichtet wurde. Der Kiosk zwischen Schwimmerbecken und Rutschenanlage blieb im Bestand erhalten. Für die technischen Anlagen von Hallen- und Freibad musste das Untergeschoss baulich erweitert werden.

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Gestalterisches Ziel der Sanierung war es, den Neubau als attraktive Badelandschaft mit hoher Aufenthaltsqualität und eigenständigem Charakter zu entwickeln und Synergieeffekte maximal auszuschöpfen.

Objektdaten

Standort: 66869 Kusel
Bauherr: Vitalbad Pfälzer Bergland GmbH

Architekten: 4a Architekten GmbH, 4a-architekten.de
Projektverantwortlicher: Ernst Ulrich Tillmanns
Planung: Torsten Hannig (Projektleitung), Jonas Straß (Projektleitung), Joanna Lackorzynska, Charlie Lang, Alena Zgorskaya
Ausschreibung/Vergabe: Sylvia Gmelin

Bauleitung: HW Ingenieur-Consult Gesellschaft für Baubetreuung mbH

Landschaftsplanung: nsp christoph schonhoff landschaftsarchitekten stadtplaner

Projektsteuerung: Kommunalbau Rheinland-Pfalz GmbH

Tragwerksplanung + Bauphysik: Kempen Krause Ingenieure GmbH

Brandschutz: Ralf Kludt Dipl.-lng. (FH) Sachverständige & Ingenieure für vorbeugenden Brandschutz

HLS + Elektroplanung: IGP Ingenieurgesellschaft für Technische Ausrüstung mbH

Planungszeit: 2010 bis 2018

Bauzeit: 03/2017 bis 07/2020

BGF 3.950 m²
BRI 15.850 m³
Wasserfläche 1.050 m²
Lph. HOAI 1 bis 9

Fotografien: David Matthiessen, www.davidmatthiessen.com

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