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Wohnen in einer ehemaligen Kirche in Eltville-Martinsthal

Fotos: Thomas Ott

Projekte (d)

In Eltville-Martinsthal entstanden Wohnungen in außergewöhnlicher Hülle: Die ehemalige Kirche St. Martin wurde in den 1960er-Jahren errichtet. In den vergangenen Jahren zunehmend weniger genutzt, wurde sie von der J. Molitor Immobilien GmbH und den BGF+ Architekten aufwendig revitalisiert und umstrukturiert. Inzwischen wird in der ehemaligen Kirche gewohnt.

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BGF+ Architekten haben mit dem behutsamen Einfügen eines Neubaus und der Transformation der ehemaligen Kirche ein Ensemble geschaffen, das Alt und Neu miteinander in Einklang bringt. Das ehemalige Pfarrhaus wurde niedergelegt und die Gemeindefunktionen in die ehemalige Kirche integriert. So finden nicht nur im ehemaligen Sakralbau Wohnungen ihren Platz, es entstand auch ein Neubau anstelle des ehemaligen Pfarrhauses mit drei Maisonette-Wohnungen im „Townhausstil“.

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Wohnen in der ehemaligen Kirche

Die Kirche aus den 1960er Jahren liegt mitten im Ort in Hanglage, was im Bauprozess einiges an logistischem Aufwand erforderte. Der Hanglage entsprechend folgend treppt das Dach zum Tal hin ab. Die prägnante Kubatur der ehemaligen Kirche bleibt. Die Kirche wurde im Inneren vollständig entkernt und vier Geschosse mit 2 und 4-Zimmerwohnungen gebildet.

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Der angrenzende Neubau beherbergt Maisonette-Wohnungen im „Townhausstil“: 5-Zimmerwohnungen, die sich über drei Ebenen erstrecken. Insgesamt entstehen in dem Ensemble 12 Wohnungen. Über einen ebenerdigen Zugang von der Rotheckerstraße sowie eine entsprechende Ausführung im Inneren ist die barrierefreie Zugänglichkeit der Wohnungen in der ehemaligen Kirche gewährleistet. Zudem hat man durch die besondere Lage am Hang von jeder Wohnung einen besonderen Blick in den Rheingau.

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Gemeinderäume bleiben erhalten

Zusätzlich zur Nutzung als Wohngebäude behält die Kirchengemeinde Räumlichkeiten für die Gemeinde an einem identitätsstiftenden Ort. Hierzu zählen ein Gemeinsaal mit Küche und eine Kontaktstelle. Die Kirchenfenster des Künstlers Johannes Beeck aus Betonglas konnten erhalten werden und sorgen für ein besonderes Raumgefühl im Gemeindesaal. So behält die Kirchengemeinde ihre Räumlichkeiten an dem Ort, wo sich einst der ehemalige Kirchenraum befand.

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Zudem dienten sie als Inspiration für die Balkonbrüstungen, die sowohl das Bestandsgebäude als auch den Neubau zieren. Die charakteristische Natursteinfassade verleiht der Kirche St. Martin ihren Charme und bleibt im Wesentlichen erhalten. Sie wird lediglich durch den Einbau einiger neuer Fenster geöffnet. So bleibt das äußere Erscheinungsbild der Kirche weitestgehend erhalten.

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Dieses Modellprojekt steht für die Umnutzung von Sakralbauten sowie gegen das Ausbluten eines Ortskerns. Gleichzeitig wurde dabei das fast trutzige Kirchengebäude, das an ein italienisches Bergdorf erinnert, erhalten.

www.bgf-plus.de

Fotos: Thomas Ott

Projekt

Wohnen in einer ehemaligen Kirche in Eltville-Martinsthal
65344 Martinsthal, Kirchstrasse 36
Fertigstellung 10/2023

Architekten: BGF+ Architekten PartGmbH
Bauherr: J. Molitor Immobilien GmbH, Rheinstrasse 194b, 55218 Ingelheim

Bruttorauminhalt: 7.370 m³
Bruttogrundfläche: 2.111 m²
Grundstücksfläche: 1.073 m²

Bauweise: Mauerwerksbau
Tragwerkskonstruktion: Kalksandstein
Geschossdecken: Stahlbeton

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Grundriss E0 - Bildquelle: BGF+ Architekten

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Grundriss E1 Bildquelle: BGF+ Architekten

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Grundriss E2 - Bildquelle: BGF+ Architekten

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Grundriss E3 - Bildquelle: BGF+ Architekten

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Schnitt - Bildquelle: BGF+ Architekten


Xiaopeng Zhou: swamping und Detail aus swamping. Urheber: 2024, Xiaopeng Zhou / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel

Termine

Detailansicht: Jill Kiddon, Reconnect (A2468850525), 2024. Courtesy: Jill Kiddon. Bildquelle: Jill Kiddon & Galerie Stadt Sindelfingen

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Je einfacher verständlich die definierten Prozesse sind, desto besser. Bildquelle:  bau-master.com.

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Bildquelle: photo courtesy of Gordie Howe International Bridge Project

Projekte (d)

Bei der Idee, die eigene Materialausstellung um eine selbständige Leuchten-Präsentation zu ergänzen, favorisierte raumprobe | Material Bank die bereits als Ausbaupartner gelistete Premiummarke Delta Light. Bildquelle: raumprobe | Material Bank

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