13
Apr

Griffserie mit einer Aluminium-Legierung aus dem Flugzeugbau

Innenausbau

 

FSB präsentierte auf der BAU 2015 eine innovative Aluminium-Legierung, die hinsichtlich ihrer bisherigen Verwendung aus dem Flugzeug- und Automobilbau stammt und aufgrund ihrer Härte und Widerstandsfähigkeit für Beschlägen prädestiniert ist. Die Kombination von Zink-, Magnesium- und Kupfer-Anteilen zeigt hohe Festigkeitswerte – die höchsten unter den Aluminiumlegierungen. Diese Eigenschaft macht das Material resistent gegen Kratzer und mechanische Beeinflussungen. Zum Vergleich: Gehärtet erreichen Beschläge dieser Aluminium-Legierung einen Härtegrad nach Vickers (HV) von bis zu 175 HV. Das können Edelstahl-Beschläge kaum besser: Je nach Verarbeitungs- und Umformverfahren bzw. je nach verwendeter Edelstahl-Legierung liegen diese bei 160 bis 200 HV.

Nach Unternehmensangaben wurden Türdrücker aus dieser Aluminium-Legierung über einen Zeitraum von fast 4 Jahren an vielbegangenen und stark beanspruchten Türen getestet. Hierbei stellte sich heraus, dass das Maß an entstandenen Kratzern und Beschädigungen im Grunde nicht nennenswert war.

Eine wesentliche Rolle spielte bei der Entscheidung für dieses in Herstellung und Verarbeitung sehr anspruchsvolle Material, dass Architekten bei Werksführungen immer wieder fragten, warum FSB nicht auch die »roh« polierten Aluminium-Klinken der Standard-Legierung, also so wie sie sich vor dem Eloxieren darstellen, anbietet. Diesem Wunsch kommt der Klinkenspezialist mit dieser im Beschlagbereich völlig neuartigen Legierung nach – und kompensiert ganz nebenbei ein Phänomen, dass von Aluminium-Liebhabern als Patina verstanden wird, von der Allgemeinheit aber schlicht als Unzulänglichkeit des Materials bewertet wird: authentische Gebrauchsspuren auf den Beschlägen, insbesondere an schweren und viel begangenen Türen.

Eigen und ästhetisch besonders reizvoll ist bei dieser Materialphilosophie, dass die Aluminiumoberfläche nicht in der bei FSB klassisch silberfarben seidenmatt eloxierten Oberfläche ausgebildet wird, sondern das Material sozusagen »roh« poliert, d.h. in seiner reinen und unverfälschten Materialanmutung zur Ausführung kommt. Aluminium-Beschläge aus dieser Legierung – einer sogenannten Knetlegierung – akzentuieren hierbei Türen und Fenster in noch nicht gesehener Weise, unterscheidet sich der Glanzgrad doch deutlich von spiegelpolierten Edelstahl- oder gar von Chrom-Oberflächen.

Der Glanzcharakter des polierten Aluminiums ist ganz leicht getrübt und hat nicht die optische und sozusagen »kristallklare Härte« wie sie insbesondere verchromte Oberflächen aufweisen. Die im Zuge der Benutzung auch bei dieser Legierung nicht vollends vermeidbaren leichten Kratzer treten bei diesem Material aufgrund der höheren Härte in sehr viel geringerem Maße auf und sie werden – wenn existent – aufgrund der polierten Oberfläche kaum wahrgenommen, weil sie von den Reflektionen des polierten Aluminiums optisch überlagert werden.

Haptisch ist gleichtzeitig reizvoll, dass sich die Klinken und Griffe besonders weich, ja geradezu samtig anfühlen, was die Aluminium-Legierung hinsichtlich ihres materiellen Charakters noch zusätzlich durch die schnelle Aufnahme von Wärme – seien es die Umgebungs- oder auch die Körpertemperatur des Greifenden – (im Wortsinne) spiegelt bzw. unterstützt.

Für Außentüren mit unmittelbarer Witterung sind Beschläge aus der Legierung »Alu hart« nicht zu empfehlen, es sei denn man akzeptiert, dass die Oberflächen irgendwann beginnen »anzulaufen«, d.h., dass die Oberfläche bei Witterungseinfluss ihren Glanz mit der Zeit verlieren wird.
Für solche Anwendungen offeriert FSB Beschläge aus poliertem Edelstahl. Da Außentürbeschläge so gut wie nie in direktem Zusammenhang mit dem Interieur gesehen werden, ist diese Material-Inkonsequenz nicht nur vertretbar, sondern stellt vielmehr unter funktionalen Gesichtspunkten sogar die bestmögliche Konstellation dar.

FSB Franz Schneider Brakel GmbH + Co KG, www.fsb.de


Ein charakteristisches Element des Forschungsgebäudes ist sein Dach. Es verwandelt sich mit einem eleganten Schwung von einer Wand- in eine Dachfläche. Bildquelle: CGI Henn

Hochbau

Am Abend schmeicheln an der Dachkante montierte Linealuce Mini-Leuchten von iGuzzini der Aluminiumstruktur des freistehenden Erweiterungsbaus mit einem dezenten Glanz. Der Neubau wirkt dann wie in Sarment und Seide gewandet. Der Wallgrazing-Effekt der Leuchten hebt die Plastizität der Aluminiumstruktur ausdrucksstark hervor. Bildquelle: Roland Halbe

Beleuchtung

Kürzbar auf die gewünschte Stauhöhe: das SitaEasy Anstauelement.

Dach

Live-Talk Studio X von Xella startet am 21. April um 14 Uhr

Unternehmen

Von den Büros aus, die dem Atrium zugewandt sind, hat man einen guten Blick ins Foyer. Bildquelle: Hoba

Innenausbau

Fineo eignet sich für den Einsatz in historischen Gebäuden. Durch einen Glastausch können die originalen Profile und Rahmen erhalten bleiben, bei gleichzeitig optimierter Energiebilanz. Im Bild: Fineo in den historischen Fenstern des Klosters im niederländischen Beuningen. Foto: Fineoglass

Fassade

Digitale Planungsmethoden sind für Architekten und Planer bereits Standard. Foto: Geberit

Fachartikel

Laut Hersteller Cobiax die „Mondlandung für zeitgemäßes Bauen“: Mit dem CLS-Hohlkörpersystem soll die Errichtung nachhaltiger Bauwerke deutlich vereinfacht werden. Grafik: Cobiax, Wiesbaden

Hochbau

Lars Krückeberg von GRAFT

Menschen

Die funktionsgetrennte KS-Bauweise am Beispiel eines einschaligen Mauerwerks mit einem WDVS. Die grauen KS-Wärmedämmsteine am Wandfußpunkt sorgen für die dauerhafte Minimierung von Wärmebrücken. Bild: Thomas Popinger | KS-ORIGINAL

Premium-Advertorial

Deutsche Großstädte kommen mit dem Wohnungsbau kaum hinterher. Bauen mit vorgefertigten Elementen kann, wie hier in Berlin, Abhilfe schaffen. Foto: eyetronic – stock.adobe.com

Fachzeitschriften

Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.