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Apr

Nichts ist erledigt! Jubiläumskonferenz des Deutschen Institut für Stadtbaukunst zur Änderung der Baugesetzgebung

Grafik: Klaus Staeck

Termine

 

Unter dem Motto „Nichts ist erledigt“ beschäftigen sich zahlreiche Experten am 8. und 9. Mai 2019 mit notwendigen Änderungen der rechtlichen Bedingungen für die Realisierung gemischter Stadtquartiere. Das Ziel der 10. Düsseldorfer Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt ist eine Abschlusserklärung zur Baugesetzgebung, die das Deutsche Institut für Stadtbaukunst gemeinsam mit deutschen Städteplanern und Politikern in einer Vorkonferenz erarbeitet hat. Die Initiatoren dieser Erklärung sind Prof. Dr. Wolfgang Sonne und Prof. Christoph Mäckler vom Deutschen Institut für Stadtbaukunst, Barbara Ettinger-Brinckmann, Präsidentin der Bundesarchitektenkammer, Reiner Nagel, Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, Prof. Jörn Walter, Oberbaudirektor a.D. der Stadt Hamburg und Prof. Peter Zlonicky, Büro für Stadtplanung und Stadtforschung, München.

Grafik: Klaus StaeckDer urbane bezahlbare Wohnungsbau ist die große politische, soziale, städtebauliche und architektonische Herausforderung der nächsten Jahrzehnte in Deutschland. Auf den Düsseldorfer Konferenzen der letzten zehn Jahre hat das Deutsche Institut für Stadtbaukunst systematisch und umfassend die Bedingungen eines urbanen Städtebaus analysiert und diskutiert. Im Zentrum stand dabei das gemischte Stadtquartier, das an Stelle funktionaler Zonierung und der Anlage von Wohnsiedlungen den Grundbaustein der kompakten Europäischen Stadt bildet und wieder bilden muss. Im Verständnis dessen, was ein gemischtes Stadtquartier im Unterschied zur Siedlung eigentlich ausmacht, ist bereits einiges erreicht. Doch die Baugesetzgebung steht der Realisierung solcher gemischter Stadtquartiere noch immer entgegen: So stammen Vorschriften, wie die Baunutzungsverordnung, aus einer Zeit, in der man die dichte Stadt durch aufgelockerten Siedlungsbau überwinden wollte. Und auch die Lärmschutzverordnung untermauert die Entstehung bislang rein monofunktionaler Stadtquartiere. Die Folge dieser Baugesetzgebung ist, dass Stadtquartiere, wie sie bereits seit Jahrhunderten in der Europäischen Stadt bestehen, optimal funktionieren und äußerst beliebt sind, paradoxerweise nicht gebaut werden können - auch wenn es hierfür einen klaren gesellschaftlichen Bedarf gibt und dies bereits 2007 von den europäischen Bauministern in der Leipzig Charta gefordert wurde.

Genau an diesem Punkt setzt die 10. Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt, die unter der Schirmherrschaft von Markus Lewe, Präsident des Deutschen Städtetages, steht und von der Landesinitiative Stadtbaukultur NRW gefördert wird. Zahlreiche Fachleute aller relevanten Disziplinen, sowie hochrangige Vertreter der kommunalen Stadtplanung und der Wohnungswirtschaft werden am 8./9. Mai in Düsseldorf diskutieren, welche gesetzlichen Vorschriften geändert werden müssen, damit endlich sozial und funktional gemischte Stadtquartiere in einer Stadt der kurzen Wege entstehen können, anstatt weitere monofunktionale Wohnsiedlungen in einer autogerechten Stadt zu bauen.

Das Ziel der Jubiläumskonferenz des Deutschen Instituts für Stadtbaukunst ist es, diese Forderungen in der Düsseldorfer Erklärung zum Städtebaurecht, die von zahlreichen Stadtbauräten, Planungsdezernenten und Politikern unterzeichnet werden soll, zu veröffentlichen.

Weitere Informationen und Referenten unter www.stadtbaukunst.de/homepage/konferenz-no-10/

Grafik: Klaus Staeck


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