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Do, Feb

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Architekt gefällig? Nein danke, wir drucken unser Haus selbst

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Im Schichtbauverfahren entstanden die beiden Haushälften in insgesamt 60 Stunden aus Sand und einem Bindemittel. Bild: 3M

Dreidimensionales Drucken - das ist ein Trend, der inzwischen zahlreiche Lebensbereiche erobert hat. Schmuck, Maschinenteile, Designobjekte: Vieles wird bereits in sogenannten additiven Produktionsverfahren hergestellt. Aber ein Haus aus dem Drucker? Wohnraum aus dem Plotter ist eine Vision, die Wirklichkeit geworden ist. Das FutureLAB of Architecture, eine durch das Multi-Technologieunternehmen 3M gesponserte interdisziplinäre Forschungseinrichtung, hat das Rennen um das erste Haus direkt aus dem 3D-Drucker bereits Ende des letzten Jahres für sich entschieden und forscht jetzt an einer Weiterentwicklung dieser Technologie.

Obgleich man kein Haus in gewohnten Dimensionen erwarten darf, sondern eher einen auf das Nötigste reduzierten Wohnraum mit wenigen Quadratmeter Fläche und einer Höhe von rund drei Metern, stellt das Objekt eine konzeptionell vollständig durchdachte Einheit dar: Küche, Toilette, Bett, Regal - alles wird in einem einzigen Druckvorgang Schicht für Schicht aufgebaut.

Das futureLAB of Architecture beschäftigte sich nicht nur mit der Frage, wie ein Haus gedruckt werden kann, sondern auch mit der Bedeutung dieser neuen Technologie für die gesamte Bauindustrie. So wurde beispielsweise der Einsatz innovativer Vakuumisolierungen untersucht und die Integration der Haustechnik in Wände, Böden und Decken umgesetzt. Selbst Wasser- und Elektroleitungen wurden mitgedruckt.

Im Schichtbauverfahren entstanden die beiden Haushälften in insgesamt 60 Stunden aus Sand und einem Bindemittel. Die Objekte wiegen jeweils etwa zwei Tonnen. Die Druckkosten für das Mikro-Appartement liegen bei rund 60.000 Euro.

www.futurelabstudio.org


Foto: Robert Lehmann

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