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Sa, Apr

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Sven Fennema – Realität ist Ansichtssache

Design Kunst

captured, Sprinkenhof, Hamburg. Foto: Sven Fennema 

Verlassene Orte, sogenannte lost places, moderne Bauwerke, aber auch außergewöhnliche Innenansichten stehen im Fokus des Fotografen Sven Fennema. Dabei ist es ihm wichtig, die Objekte nicht so zu fotografieren wie sie Passanten im vorbei gehen sehen würden. Vielmehr legt er sein Augenmerk auf die kleinen Details, Strukturen, Formen und Linien, um eine ganz neue, andere Perspektive zu erschaffen. Die so entstehenden Arbeiten konzentrieren sich häufig auf Ausschnitte, die - ihrer Ganzheit entrissen – neue Sichtweisen offenbaren.

circus of circles, La Defense, Place Ronde, Paris. Foto: Sven Fennema

Schon als Kind konnte er nach eigener Aussage kaum an einem Bauwerk vorbei gehen ohne es näher zu betrachten. Seit 2007 wurde die Kamera zu seinem Begleiter bei diesen Erkundungen. Als Autodidakt entwickelte der Krefelder Fotograf seine ganz eigene Handschrift, die man in jedem seiner Bilder erkennt. Der Verzicht auf künstliches Licht und die dadurch entstehenden stimmungsvollen Lichtspiele, Überstrahlungen, ungewöhnliche Kameraführungen oder auch Mehrfachbelichtungen charakterisieren sein Schaffen.

Seine Motive findet er in teils aufwändiger Recherchearbeit in ganz Europa. Viele seiner Arbeiten entstanden in Italien, Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Jedes seiner Bilder ist das Resultat der Auseinandersetzung mit einem Ort, seiner Stimmung, seiner Geschichte. Aus dieser Wirkung formt Fennema sein Bildkonzept lange bevor er seine Kamera aufbaut, um den Ort seinen Vorstellungen entsprechend, zu entdecken und festzuhalten.

palace of rubik, Messe Torhaus, Frankfurt. Foto: Sven Fennema
blind watcher, La Defense, Statue von Igor Mitoraj, Paris. Foto: Sven Fennema

Der Fotograf erzählt Geschichten und hält diese in lebendigen Bildern fest. So entstand auch im Jahr 2009 der Name seiner Firma »Living Pictures«. Seit Beginn seiner Selbstständigkeit erweitert er sein Portfolio und erhält dafür nationale und internationale Aufmerksamkeit für seine Kunst. Heute bietet er neben seinen künstlerischen Arbeiten der verlassenen Orte auch Interieur- und Exterieur Fotografie, City- und Landscape und auch 360° Panografien an.

Bereits im ersten Jahr seiner Selbstständigkeit bekam er eine Einladung zu seiner ersten Vernissage in Stockholm. 2010 illuminierte er die bekannte Modenschau Cali Expo Show in Brasilien. Auftragsarbeiten für Kampagnen z.B. der Nexus Carpets Südafrika und Sony Music Italien folgten in den nächsten Jahren. Neben seinem ersten Bildband »Ästhetik des Untergangs« (zusammen mit Björn Pretzel), blickt er auf zahlreiche Ausstellungen und Publikationen wie z.B. in dem Surface Magazin China zurück.

silent glory, Schloss, Belgien. Foto: Sven Fennema
walls of wine, Weingut mit angeschlossener Villa, Schweiz. Foto: Sven Fennema

Sein persönliches Highlight jedoch war 2012 die Gruppenausstellung »Forgotten Places« auf der Champs-Élysées. Für die Publicis Group stellte er dort zusammen mit den renommierten Kollegen Peter Lippmann, Dimitri Tolstoi und Thomas Jorion aus. Aktuell kann man die Werke Fennemas noch bis zum 31.10.2013 in der Langzeitausstellung »Poetry of Yesteryear« in der Corte Eremo in Mantova (Italien) sehen.

www.sven-fennema.de

 

solitude, Industriellen-Palast, Spanien. Foto: Sven Fennema


Der Anspruch einer ökologisch sensiblen Außenbeleuchtung setzte sich bei der Illuminierung des Magazinbaus mit seiner Fassade aus gefalteter Bronze fort. Zur strikten Vermeidung von Skyglow wurde in akribischer Abstimmung mit den Beteiligten und mittels nächtlicher Bemusterungen eine Streiflichtlösung mit Linealuce-Bodeneinbauleuchten erarbeitet. Foto: HG Esch

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