Bauen ist teuer. Vor allem um das günstigste Angebot zu ermitteln, werden Gewerke ausgeschrieben. Bei der Bauvergabe kommt es aber nicht nur auf den niedrigsten Preis an, sondern auch auf die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Bieters. Was nützt schließlich eine preiswerte Offerte, wenn der Auftragnehmer auf halber Strecke Insolvenz anmeldet?
Baurecht: Planer müssen Bauherren nach dem Geld fragen
Planer, die nicht bereits in der Grundlagenermittlung nach den wirtschaftlichen Verhältnissen ihrer Auftraggeber fragen, begehen unter Umständen einen für sie teuren Fehler. So jedenfalls legt es der Bundesgerichtshof in einem Urteil nahe.
Baurecht: Neue Schwellenwerte für EU-Vergabe
Seit 1. Januar 2014 gelten neue Schwellenwerte für europaweite Ausschreibungen. Die Schwellenwerte werden alle zwei Jahre von der Europäischen Kommission neu festgelegt.
Baurecht: Abnahme liegt im Interesse des Architekten
Erst die Abnahme, dann das Honorar. So jedenfalls regelt es die neue Honorarordnung für Architekten und Ingenieure HOAI 2013 in Paragraf 15. Erst wenn die Architektenleistung vom Auftraggeber abgenommen wurde, wird das Honorar fällig.
Baurecht: Anerkannte Regeln der Technik gelten immer!
Anerkannte Regeln der Technik sind bautechnische Regeln, die von der Wissenschaft als theoretisch richtig belegt wurden und sich dann, von Bauexperten in der Praxis erfolgreich angewandt, durchgesetzt haben. Manche dieser anerkannten Regeln der Technik münden in eine DIN-Norm, andere werden in weitere Regelwerke übernommen.
Baurecht: Pläne nur begrenzt auf Internetplattformen verfügbar
Pläne werden heutzutage oft nur noch über bestimmte Internetplattformen zugänglich gemacht. Das ist hilfreich, denn die Plattformen, für die alle am Bau Beteiligten eine Lizenz bekommen, erlauben die laufende Kontrolle des Projektes. Die praktische Onlinewelt hat allerdings auch ihre Tücken.
Baurecht: Planer sollten keine Garantien abgeben
Planer müssen frühzeitig mit ihren Auftraggebern über Baukosten reden und finanzielle Grenzen, die sie mit ihrem Auftraggeber vereinbaren, strikt einhalten.
Baurecht: Bei Großprojekten auch funktional ausschreiben
Öffentliche Gebäude sollen nicht nur zweckmäßig, energieeffizient und preisgünstig, sondern auch repräsentativ sein. Deshalb planen in der Regel viele Behörden selbst und schreiben dann – nach § 7 VOB/A – die Arbeiten mit einem entsprechend detaillierten Leistungsverzeichnis aus.
Baurecht: Erst die Abnahme klärt die Verhältnisse
Sechs Monate nach Einzug gilt die Architektenleistung als abgenommen! Dies hat der Bundesgerichtshof entschieden. Der BGH geht davon aus, dass der Bauherr bzw. der Auftraggeber ein Gebäude automatisch abnimmt, sobald er einzieht und sich dann sechs Monate lang nicht rührt.
Baurecht: Im VOF-Verfahren Verhandlungsprotokolle unterzeichnen lassen
Jede Vergabe muss nachvollziehbar sein. Deshalb spielt die Dokumentation im Vergabeverfahren eine zentrale Rolle. Es reicht zum Beispiel nicht aus, wenn der Protokollant lediglich Schlussfolgerungen zusammenfasst, so die Vergabekammer.
Baurecht: Pläne nicht nur online aufbewahren
Pläne werden heutzutage oft nur noch über bestimmte Internetplattformen zugänglich gemacht. Die Plattformen erlauben die laufende Kontrolle des Projektes. Die praktische Onlinewelt hat allerdings auch ihre Tücken.
Baurecht: Fenster in Brandmauern ausnahmsweise zulässig
Brandwände haben ihren Sinn. Sie dienen, wie der Name nahelegt, dem Brandschutz. Folglich dürfen in Brandschutzmauern normalerweise auch keine Fenster eingebaut werden. Ausnahmen bestätigen die Regel.