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So, Jun

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Arup serviert Akustikpaneele aus Pilzen

FORESTA bringt ein Stück Natur in Büroräume. Das pilzbasierte Akustiksystem wurde nach den Prinzipien der Circular Economy entwickelt.

 

Corona hat die Transformation der Arbeitswelt beschleunigt. Nach einer aktuellen Umfrage von bitkom werden nach der Pandemie 30 Prozent der Beschäftigten zumindest teilweise im Homeoffice arbeiten. Der verstärkte Trend zum hybriden Arbeiten verändert die Ansprüche an zeitgemäße Büroflächen. Mehr Raum für kreative Zusammenarbeit wird benötigt. Daraus ergeben sich besondere Anforderungen an die Akustik. Gemeinsam mit dem italienischen Biodesign-Unternehmen Mogu hat das Planungs- und Beratungsunternehmen Arup das regenerative Akustiksystem FORESTA entwickelt und zur Marktreife gebracht, mit dem hochwertige Büros für die neue Arbeitswelt nachhaltig umgestaltet werden können.

Biobasierter CO2-Speicher

Zur Verbesserung der Raumakustik kommen bislang vielfach Polyesterschäume oder Verbundstoffe auf Mineralfaserbasis zum Einsatz – Materialien, deren Herstellung viel CO2 emittiert und die am Ende des Lebenszyklus deponiert oder thermisch verwertet werden. Mit FORESTA steht nun eine biobasierte Alternative zur Verfügung, die als CO2-Speicher fungiert und damit den ökologischen Fußabdruck beim Innenausbau deutlich senkt. Das Akustiksystem besteht aus nachwachsenden Rohstoffen und wurde nach dem Prinzip der Circular Economy entwickelt. Sämtliche Komponenten sind wiederverwendbar und können am Ende des Lebenszyklus kompostiert werden. „Das Baugewerbe muss dringend weg von dem verschwenderischen Ressourcenverbrauch unseres derzeitigen Bauwirtschaftens hin zu einer auf nachwachsenden Rohstoffen basierenden Kreislaufwirtschaft. FORESTA zeigt, dass es möglich ist mit der Natur zu bauen und nicht gegen sie“, macht Jan Wurm, Leiter Research & Innovation Europe bei Arup, deutlich.

Das modulare Akustiksystem FORESTA verbindet hohe Funktionalität mit natürlicher Ästhetik.
Das modulare Akustiksystem FORESTA verbindet hohe Funktionalität mit natürlicher Ästhetik.

Biologischer 4D-Druck

FORESTA basiert auf Myzel, dem wurzelähnlichen Gewebe von Pilzen, das auf einem Substrat aus Baumwoll- und Hanfresten kultiviert wird. In einem kontrollierten Prozess verbindet sich das Myzel mit den natürlichen Fasern zu einem festen Gefüge. Die Kultivierung wird gestoppt, sobald die optimalen Eigenschaften erreicht sind. Eine abschließende Wärmebehandlung macht aus den Ausgangsstoffen einen nachhaltigen Bioverbundwerkstoff mit schallabsorbierenden Eigenschaften. "Das Herstellungsverfahren ist quasi ein biologischer 4D-Druck, bei dem die Akustikpaneele in einem kontrollierten Prozess Schicht für Schicht aufgebaut werden", so Serena Camere, Produktleiterin bei Mogu. Die Komponenten für die Unterkonstruktion aus Holz werden mithilfe digitaler Technologien vorgefertigt.

Natur in den Arbeitsalltag bringen

FORESTA, was übersetzt Wald bedeutet, wurde mit der Intention entwickelt, ein Stück Natur in die Büros zu bringen. Das modulare System verbindet hohe Funktionalität mit natürlicher Ästhetik. Das System ist in verschiedenen naturbasierten Farben, Geometrien und Texturen erhältlich und lässt sich somit leicht auf die jeweilige Möblierung abstimmen. Das einfache Befestigungssystem ist so konzipiert, dass die Module mit wenigen Handgriffen zu neuen Farb- und Formwelten umgestaltet werden können. Die Materialien werden nicht chemisch behandelt und setzen weder Sporen noch zusätzliche VOC-Emissionen frei.

FORESTA ist in verschiedenen naturbasierten Farben, Geometrien und Texturen erhältlich und lässt sich somit leicht auf die jeweilige Möblierung abstimmen.
FORESTA ist in verschiedenen naturbasierten Farben, Geometrien und Texturen erhältlich und lässt sich somit leicht auf die jeweilige Möblierung abstimmen.

Myzel als regenerativer Baustoff

Während das Tragwerk von Gebäuden oft für eine Nutzungsdauer von 100 Jahren konzipiert ist, werden die Innenräume durchschnittlich alle fünf Jahre erneuert. Aufgrund der kurzen Modernisierungszyklen ist der Innenausbau CO2- und abfallintensiv – und somit auch ein beträchtlicher Hebel, um CO2 und Abfall zu reduzieren. FORESTA zeigt, wie neue Wertschöpfungsketten auf Basis der zirkulären Bioökonomie die Transformation in eine Kreislaufwirtschaft beschleunigen können.

www.arup.com, www.mogu.bio


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Im Falle des Quartiers „Buchholzer Grün“ in Hannover wurden von insgesamt 70.000 m2 gerade einmal 32.000 m2 bebaut – der Großteil der Gebäude in KS-Bauweise. Die daraus resultierende Lebensdauer der Gebäude von weit über 100 Jahren macht das Quartier nicht nur aus stadtplanerische, sondern auch aus konstruktiv-nachhaltiger Sicht zukunftsfähig. Olaf Mahlstedt / KS-Original

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