19
Aug

Integriertes Licht für den Neubau der Experimenta in Heilbronn von Sauerbruch Hutton

Beeindruckende Aha-Erlebnisse für Besucher aller Altersklassen verspricht Deutschlands größtes Science Center, die Experimenta in Heilbronn. Foto: Roland Halbe

 

Beeindruckende Aha-Erlebnisse für Besucher aller Altersklassen verspricht Deutschlands größtes Science Center, die Experimenta in Heilbronn. Die Wissens- und Erlebniswelt wurde komplett saniert und um einen futuristischen Neubau des Berliner Architekturbüros Sauerbruch Hutton erweitert. Das als Raum-Spirale konzipierte Gebäude unterstreicht mit seiner Architektur das didaktische Anliegen des Science Centers. Auch das von Licht Kunst Licht geplante Beleuchtungskonzept stellt sich in seinen Dienst: Für die architektonischen Beleuchtungsaufgaben hat das Büro eine gleichermaßen funktionale und gestalterisch ansprechende Beleuchtung gefunden.

Das als Raum-Spirale konzipierte Gebäude unterstreicht mit seiner Architektur das didaktische Anliegen des Science Centers. Foto: Roland Halbe
Das als Raum-Spirale konzipierte Gebäude unterstreicht mit seiner Architektur das didaktische Anliegen des Science Centers. Foto: Roland Halbe

Rundweg mit Perspektivwechsel

Der Neubau wird über eine prägnante Raum-Spirale erkundet – sie windet sich durch die dynamische Struktur aus Glas und Stahl, zieht sich vom weiträumigen Foyer über fünf Etagen hinauf bis zum Dach und endet auf der landschaftlich gestalteten Dachterrasse, die einen spektakulären Blick über das ganze Neckartal bietet. Die Wege durch das Gebäude bieten so immer neue Ein- und Ausblicke. Im Kern der Spirale liegen vier gläserne Kreativstudios; um die Spirale herum organisieren sich die Ausstellungsräume der Themenwelten.

Für das vielseitige Raumprogramm hat das Büro Licht Kunst Licht eine gleichermaßen funktionale und inszenierende Beleuchtung geplant. Foto: Andreas Schulz
Für die architektonischen Beleuchtungsaufgaben hat das Büro Licht Kunst Licht eine gleichermaßen funktionale und gestalterisch ansprechende Beleuchtung geplant. Foto: Andreas Schulz

Die Beleuchtung integriert sich elegant in die Architektur und ist geschickt in die bauseitigen Vorgaben eingebunden. Foto: Nils von Leesen
Die Beleuchtung integriert sich elegant in die Architektur und ist geschickt in die bauseitigen Vorgaben eingebunden. Foto: Nils von Leesen

Lichtwirkung im Fokus

Die Beleuchtung integriert sich elegant in die Architektur und ist geschickt in die bauseitigen Vorgaben eingebunden. Exemplarisch deutlich wird dies in den Ausstellungsbereichen, die durch das Tübinger Lichtplanungsbüro maierlighting GmbH geplant wurden. Parallel zu den Deckenunterzügen wurden Stromschienen relativ nah unter der Rohdecke abgependelt und gemäß dem Rhythmus der Akustiklamellen angeordnet. „Die Beleuchtungsebene entzieht sich somit weitgehend dem Blickfeld“, erläutern Maik Czarniak und Edwin Smida von Licht Kunst Licht zu den Arbeiten von maierlighting.

Die Wege durch das Gebäude bieten immer wieder neue Ein- und Ausblicke. Foto: Andreas Schulz
Die Wege durch das Gebäude bieten immer wieder neue Ein- und Ausblicke. Foto: Andreas Schulz

Leuchtende Helix am Neckar

Auch in die Lamellen-Decke der Raum-Spirale wurden die Leuchten präzise eingepasst. In regelmäßigen Rastern angeordnete lineare Leuchten treten selbst komplett in den Hintergrund, während das Licht seinen großen Auftritt hat. Maik Czarniak und Edwin Smida erklären: „Da dieses Konzept durchgängig über alle Zonen und Ebenen realisiert wurde, stellt sich die Spirale nicht nur im Gebäude, sondern auch in der Außenansicht als einheitlich und zusammengehörig dar. Als leuchtende Helix prägt sie markant das Nachtbild des Experimenta-Neubaus am Neckar.“

Im Kern der Raum-Spirale liegen vier gläserne Kreativstudios; um die Spirale herum organisieren sich die Ausstellungsräume der Themenwelten. Foto: Nils von Leesen
Im Kern der Raum-Spirale liegen vier gläserne Kreativstudios; um die Spirale herum organisieren sich die Ausstellungsräume der Themenwelten. Foto: Nils von Leesen

Dynamisches Licht – bedarfsgerechte Steuerung

Dank langlebiger, effizienter LED-Lichtquellen und intelligenter Steuerungstechnik kann vielerorts im Haus die Lichtfarbe verändert werden. So kombinieren die Leuchten in der Raum-Spirale warmweiße und kaltweiße LEDs und ermöglichen damit ganz unterschiedliche Lichtstimmungen. Die Lichtdecke über dem Empfang integriert RGB-LEDs und erlaubt damit alle Mischtöne aus rotem, grünem und blauem Licht. Das Bistro wiederum wird während des Kantinenbetriebs am Tage gleichmäßig mit neutralweißem Licht erhellt, während sich für den abendlichen Restaurantbetrieb warme, glühlampenähnliche Lichtinseln auf die Tische bringen lassen. Sämtliche Lichtquellen sind in sinnvollen Schalt- und Dimmgruppen organisiert, so dass der Betreiber die Beleuchtung ganz nach seinen Anforderungen konfigurieren kann.

Projekt: Erweiterung Experimenta Science Center, www.experimenta.science
Bauherr: Dieter Schwarz Stiftung gGmbH, www.dieter-schwarz-stiftung.de
Schwarz Real Estate GmbH & Co. KG, Heilbronn
Architekt: Sauerbruch Hutton Gesellschaft von Architekten mbH, www.sauerbruchhutton.de
Architektonische Lichtplanung:
Licht Kunst Licht AG, Bonn / Berlin, www.lichtkunstlicht.com
Projektleitung und -team: Maik Czarniak und Edwin Smida
Inszenatorische Lichtplanung (Ausstellungsbereiche, Raumspirale, Foyers, Akzentbeleuchtung Shop):
maierlighting GmbH, Tübingen, www.maierlighting.de
Elektroplanung: Drees & Sommer SE, www.dreso.com

Hersteller der eingesetzten Komponenten und Produkte (Auszug):
Lineare Downlights zwischen den Lamellen – iGuzzini
Lineare Lichtlinien in der Talentschmiede – LED Linear
Lineare Einbauleuchten WC/Garderobe – Selux
Runde Einbauleuchten UG – Zumtobel
Runde Pendelleuchten im Restaurant (Sonderleuchten) – Objektleuchten Berlin

Die großformatigen, runden Pendelleuchten sind in der Lichtfarbe und Intensität variabel und sorgen je nach Tageszeit und Raumnutzung für ein sachliches und gleichmäßiges Grundlicht. Foto: Maik Czarniak
Die großformatigen, runden Pendelleuchten sind in der Lichtfarbe und Intensität variabel und sorgen je nach Tageszeit und Raumnutzung für ein sachliches und gleichmäßiges Grundlicht. Foto: Maik Czarniak


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Fotos: Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten

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Der Schinkelplatz wurde 1837 von Peter Joseph Lenné entworfen und ist nach dem preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel benannt. Foto: Marcus Ebener

Fassade

Regionaltechniker Daniel Fecke

Unternehmen

Licht und Akustik spielen harmonisch zusammen. Die akustisch wirksamen Pads von Rossoacoustic setzen mit Farbe und Design Akzente an der Decke und nehmen Einfluss auf die gesamte Raumwirkung. Foto: Nikolaus Grünwald, Gerlingen

Einrichtung

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