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Moderner Minimalismus – Das skandinavische Interieur

 

Der Einrichtungsstil der Dänen ist einmalig und vom Prinzip des modernen Minimalismus geprägt. „Weniger ist mehr“ könnte das Motto der Stunde heißen, der Einrichtungsstil stimmig, aber nie aufdringlich. Obwohl die Dänen vor allem auf wenige, gut platzierte Möbelstücke setzen, wirken die Räume nie leer, sondern überzeugen durch Wohnlichkeit, stilvolles Ambiente und hinreißende Struktur.

Die Dänen leben Hygge

Hygge klingt wie ein neuer Cocktail aus Skandinavien oder wie das neuste Bauwerk des dänischen Spielzeugherstellers Lego. Gemeint ist damit aber der Lebensstil der Dänen, der Glück, Zufriedenheit und eben einfach „Hyggeligkeit“ mit sich bringt. Ob dänische Sofas, perfekt platzierte Leuchten oder stilvolle Wanddekoration – stimmig aufeinander abgestimmt punktet das Wohnzimmer Dänemarks vor allem mit Gemütlichkeit.

In den Wintermonaten wird es in Skandinavien früh und lang dunkel. Umso wichtiger ist Helligkeit und Gemütlichkeit in Dänemark, um Depressionen und Kummer zu vermeiden. Fensterlose Räume sind für die Dänen undenkbar, sie brauchen Licht, und zwar möglichst Tageslicht. Allerdings gehören auch zahlreiche Kerzen und Leuchter zum Wohnstil.

Wie das zum Minimalismus passt? Ganz einfach – die Dänen sind vor allem dort minimalistisch, wo es nur um reine Dekoration geht. Kerzen, Leuchter, Kissen, Decken – all das sind aber nicht nur buchstäbliche Staubfänger, sondern Dinge, die für die freundlichen Skandinavier einen breiten Nutzen haben.

Hell und warm darf es sein

Helle, warme Farbtöne kommen in Dänemark besonders gut an. Sie können das Licht im Winter in die Räume reflektieren und dafür sorgen, dass auch fehlende Fenster kompensiert werden. Weiß lackierte Dielen sind keine Seltenheit, hier darf es als Blickfang dann auch durchaus ein dunkles Sofa sein. Sterilität ist allerdings unerwünscht, gerade deshalb ist das Spiel mit Farben und dunklen Eyecatchern so wichtig.

Weiche, warme Textilien gehören überdies ins Interieur eines echt dänischen Wohnzimmers. Besonders im Trend: Bambus! Naturmaterialien wie dieses überzeugen nicht nur durch die Struktur, sondern auch die Leichtigkeit. Ob der Couchtisch aus Bambus oder die Rattan-Sessel, die die Gemütlichkeit des Sofas ergänzen – ein Hauch Natur muss einfach sein.

Naturmaterialien für den besonderen Charme

Nicht nur Bambus und Rattan, sondern Naturmaterialien im Allgemeinen haben in Dänemark ihre Daseinsberechtigung. Hygge zu leben bedeutet auch, den Bezug zur Natur nicht zu verlieren. Holz gehört in beinahe jedes gemütliche Dänen-Wohnzimmer, egal ob in Form einer vertäfelten Wand, einem aufwendig gearbeiteten Dielenboden oder Holzmöbeln.

Besonders beliebt sind Birke, Fichte und Kiefer, die durch ihr helles Holz ins Gesamtbild passen. Auf den ersten Blick erscheint die Kombination von Holz und hellen Möbeln altbacken bis steril, doch das harmonische Gesamtbild sorgt dafür, dass vor allem der Wohnfühleffekt im Fokus steht.

Form follows Function

Klares Motto einer jeden dänischen Einrichtung: Form follows Function! Liebevolle Kleinigkeiten dürfen durchaus vorhanden sein, hyggelig zu leben bedeutet aber auch, keine überflüssigen Dekore und unnötige Platzfänger zu platzieren. Was im dänischen Wohnzimmer zu finden ist, hat immer auch einen Nutzen. Mit Ausnahme vielleicht von den Bildern an der Wand, denn die dürfen natürlich auch nicht fehlen.

Allerdings nur punktuell und auf gar keinen Fall überladen oder überdimensional im XXL-Style. Hier setzen die liebevollen Skandinavier lieber auf einen Blickfang, klein, dezent aber einprägsam.


Fotograf: David Schreyer

Projekte (d)

Erkennungsmerkmal gelber Deckel: Die neue, prämierte Kiesfang-Generation von Sita. Überraschend funktionelles Design für eine optimierte Ablaufleistung und eine schwerelose Wartung.

Gebäudetechnik

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Termine

Im Falle des Quartiers „Buchholzer Grün“ in Hannover wurden von insgesamt 70.000 m2 gerade einmal 32.000 m2 bebaut – der Großteil der Gebäude in KS-Bauweise. Die daraus resultierende Lebensdauer der Gebäude von weit über 100 Jahren macht das Quartier nicht nur aus stadtplanerische, sondern auch aus konstruktiv-nachhaltiger Sicht zukunftsfähig. Olaf Mahlstedt / KS-Original

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