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19
Jun

Leitungsgebundene Wasserfilter

Gebäudetechnik

Etwa 60 Prozent der deutschen Unternehmen stellen ihren Mitarbeitern kostenlos Trinkwasser zur Verfügung. Besonders in den immer heißer werdenden Sommermonaten ist der Bedarf an gekühltem Trinkwasser in Büroräumen, Arztpraxen oder Produktionsstätten besonders hoch.

Als Alternative zu Wasser aus Glas- oder PET Flaschen sind zum Beispiel Trinkwasserspender geeignet. Gegenüber herkömmlichen Wasserspendern mit Gallonen sind leitungsgebundene Wasserspender oder gefiltertes Wasser wesentlich hygienischer. Dennoch ist das Wasser aus dem Wasserspender ungefiltert nichts anderes als einfaches Leitungswasser. Eine platzsparende und kostengünstige Alternative sind Untertisch-Filtersysteme zum Beispiel von Sanquell oder Carbonit. Hiermit können Unternehmen auf eine einfache Weise sicherstellen, dass für alle Mitarbeiter*innen ausreichend sauberes Wasser zur Verfügung steht.

Vorteile eines Wasserfilters für Unternehmen

Generell ist die Leitungswasserqualität in Deutschland sehr gut. Alte Rohrleitungen oder Sammelbecken können jedoch sauberes Wasser auf dem Weg in den Hauswasserkreislauf wieder mit Schadstoffen und Keimen verunreinigen. Viele Unternehmer bieten ihren Mitarbeitern aus diesem Grund lieber Mineralwasser aus Flaschen an.

Filter, welche direkt an die Wasserversorgung angeschlossen werden können, bieten viele Vorteile gegenüber der Bereitstellung von Wasser in Flaschen:
• Aufwand durch regelmäßige Nachbestellungen entfällt
• Kein Schwund an Pfandflaschen möglich
• Keine Lagerkapazitäten notwendig
• schnelle und einfache Montage in der Kantine oder Teeküche
• hygienisch sauberes Wasser zu jeder Zeit
• geringere Kosten im Vergleich zu Trinkwasser aus Flaschen

Warum Wasser aus der Wasserleitung vor dem Trinken gefiltert werden sollte

Trotz der sehr guten Wasserqualität werden in Großstädten oder in landwirtschaftlichen Ballungsgebieten erhöhte Nitratgehalte oder Medikamentenrückstände im Leitungswasser festgestellt. Die fortschreitende Industrialisierung und Urbanisierung sorgt ebenfalls dafür, dass mehr Pestizide oder Herbizide in das Wasser gelangt. Selbst wenn Grenzwerte nicht überschritten werden, kann der langfristige Genuss von ungefiltertem Wasser unerwünschte Nebenwirkungen hervorrufen. Wasserfilter schützen zuverlässig vor Keimen, Bakterien und anderen Krankheitserregern. Sie entfernen fast 100 % aller Bakterien und reduziert die Belastung durch Schwermetalle oder Mikroplastik. Medikamentenrückstände werden zuverlässig ausgesondert und auch Chlor, Gerüche und Verfärbungen haben bei der Anwendung von speziellen Wasserfiltern keine Chance mehr.

Platzsparendes Untertisch System für gefiltertes Wasser aus der Wasserleitung

In Teeküchen und in kleinen Kantinen ist häufig zu wenig Platz, um Wasserspender oder Wasserkästen unterzubringen. Eine platzsparende und günstige Alternative ist die Installation eines Untertisch-Filtergerätes. Dieses System kann mit einem separaten Auslaufhahn für Trinkwasser oder mit einer handelsüblichen Armatur betrieben werden. Die Installation wird unsichtbar unter dem Spülbecken ausgeführt. Wasser wird aus der Kaltwasserleitung entnommen und in das Filtersystem umgeleitet. Der Filterprozess erfolgt nur bei Bedarf. Es wird kein Wasser verschwendet, wie es zum Beispiel bei anderen Systemen zur Wasserreinigung erfolgt. Eine Untertischinstallation eignet sich besonders, wenn:
• nur Wasser gefiltert werden soll, welches aus einem bestimmten Wasserhahn kommt (z. B. in der Teeküche, aber nicht in den Waschräumen)
• wenig Platz für Wasserspender oder Wasserkästen vorhanden ist
• der Wartungsaufwand so kostengünstig und gering wie möglich gehalten werden soll
• der Geschmack aufgewertet werden soll

Geschmack wie frisches Quellwasser durch Aktivkohlefilter

Gerade in industriellen Ballungsgebieten und Großstädten kommt es häufig zu einer Belastung des Wassers durch Chlor und organischen Schadstoffen. Abhilfe und sauberes Wasser schaffen dabei Wasserfilter mit Aktivkohle. Schadstoffe werden entfernt, aber wichtige Mineralstoffe bleiben enthalten.

Aktivkohle ist ein nachhaltiger Rohstoff und wird für die Trinkwasseraufbereitung meist aus Schalen der Kokosnuss oder Harthölzern gewonnen. Aktivkohle zum Filtern von Wasser gibt es als Granulat oder als Kohleblockfilter. Bei der Filterung durch Aktivkohlegranulat fließt Wasser um die kleinen Granulatpartikel und befreit Wasser nur geringfügig von Schadstoffen. Die Filterung durch Aktivkohleblockfilter ist wesentlich effizienter. Wasser wird durch die Blockfilter auf drei verschiedene Weisen aufbereitet:

Mechanische Reinigung

Hierbei handelt es sich um eine physische Filterung, die ähnlich wie bei einem Küchensieb funktioniert. Große Partikel können die feinen Kanäle in dem Kohleblock nicht durchdringen und werden zurückgehalten. Zu den mechanisch gefilterten Stoffen gehören:
• Schwebeteile
• Sand
• Rostpartikel
• Asbestfasern
• Bakterien und Parasiten (z. B. Giardien)

Katalytische Reinigung

Kleine Partikel, die durch die feinen Kanäle nicht zurückgehalten werden, werden innerhalb des Aktivkohlefilters umgewandelt und liegen im Anschluss an den Umwandlungsprozess in einer anderen Form vor. Typische katalytisch gefilterte Stoffe sind Chlor und Chlorverbindungen (z. B. FCKWs)

Adsorptive Reinigung

Bei der Adsorption zieht Aktivkohle organische und anorganische Stoffe wie ein Magnet an und bindet sie. Je feinporiger der Filter ist, desto größer ist die adsorptive Wirkung. Bei diesem leistungsfähigen Filterverfahren werden viele Stoffe dem Wasser entzogen, die durch andere Filter einfach hindurchfließen:
• Schwermetalle (z. B. Blei und Kupfer)
• Herbizide, Pestizide und Fungizide
• Hormon- und Medikamentenrückstände
• geruchs- und geschmacksstörende Stoffe

Damit die filternden Eigenschaften von Aktivkohleblockfiltern erhalten bleiben, ist ein regelmäßiger Austausch unerlässlich.

Bei Aktivkohlegranulaten besteht zusätzlich noch das Risiko, dass Schadstoffe vom Filter in konzentrierter Form wieder in das Wasser abgegeben werden, wenn das Granulat gesättigt ist. Das Wasser, welches dann aus der Leitung kommt, kann eine sehr stark erhöhte Schadstoffkonzentration aufweisen.

Leitungsgebundene Untertisch Filtersysteme werden am häufigsten mit den effizienten Blockkohlefiltern montiert.

 

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