30
Jun

Naturnahe Steinoptik durch »wet cast«-Technik

Außenraum

Schon immer fanden sich Steine als prägendes Element in der Landschaftsgestaltung und bei der Konzeption von Gärten. Waren es früher die wertvollen Natursteine wie Marmor, Travertin oder Granit, die die Blicke des Betrachters auf sich zogen, wurde diese Rolle inzwischen zu einem großen Teil von Betonsteinsystemen übernommen. Der Trend in Sachen Steinsysteme zielt in Richtung hochwertige Oberflächen. So bietet der Gartensteinspezialist Kann beispielsweise Gestaltungsprogramme im Basalt-Look oder Terrassenbefestigungen mit Sichtbeton-Optik an. Bei der Herstellung dieser Produkte – gleich, ob gewachsenem Naturstein nachempfunden oder mit geradlinigem Sichtbetonfinish – kommt ein spezielles Verfahren, die so genannte Wet Cast Technik, zum Einsatz.

Auch bei Wet-Cast-Produkten geht der Trend in Richtung Geradlinigkeit: »Simcon-Platte« mit Sichtbeton-Optik. Foto: Kann, Bendorf

Der Begriff »wet cast« stammt aus dem Englischen und lässt sich mit dem Ausdruck »flüssig gießen« übersetzen. Diese Verfahrenstechnik unterscheidet sich von den »klassischen« Verfahren zur Herstellung von Betonwaren, die in der Regel aus erdfeuchtem Beton gepresst und unter starker Vibration verdichtet werden. Sie besitzen bereits unmittelbar nach dem Pressvorgang eine ausreichende Festigkeit, um direkt entschalt werden zu können. Ihre endgültige Aushärtung erfolgt anschließend in einer Trockenkammer. Bei dem Verfahren der Wet Cast- oder auch Nassbetontechnik ist eine sofortige Entschalung nicht möglich. Der Beton würde aufgrund seiner Flüssigkeit sofort wieder auseinander fließen. Um eine entsprechende Stabilität zu erreichen, muss das Produkt bis zum Aushärten für mindestens 12 bis 24 Stunden in der Form bleiben. Zur industriellen Produktion wird daher eine große Anzahl Formen benötigt.

Damit die Betonsteine optisch überzeugen können, muss sehr viel Sorgfalt auf die Auswahl der Originale gelegt werden. Am Anfang der Produktion steht deshalb immer die Suche nach geeigneten Mustern. Von den »Urmustern« werden Abdrücke genommen und die so genannten »Master« erstellt. Die Plattensysteme bestehen teilweise aus über 30 verschiedenen Mastern, so dass sich bei entsprechender Verlegung keine sichtbaren Wiederholungen in der Fläche ergeben. Die Master dienen dann als Vorlage für die Gummischalungen, in denen später die Betonsteine gegossen werden. Der Vorteil des flexiblen Formmaterials: Auch komplizierte Formen und Querschnitte lassen sich leicht entschalen. Sind genügend Gummischalungen aus verschiedenen Mastern erstellt, erfolgt das Gießen der Betonsteine. Der Beton muss dazu sehr fließfähig sein. Er wird per Hand in die einzelnen Formen gegossen und dort verteilt. Dieser Arbeitsschritt ist sehr personalintensiv, stellt jedoch eine hohe Produktqualität und eine flexible Produktion sicher. So lassen sich beispielsweise Formen unterschiedlicher Größe und Ausführung per Hand exakter füllen als mit Maschinen. Außerdem sind die Farbnuancierungen der eingesetzten Betone willkürlicher miteinander zu vermischen. So wird jeder Stein ein Einzelstück.

Sind die Formen mit Beton gefüllt, erfolgt die Verteilung und Verdichtung durch Rütteln. Bei diesem Arbeitsschritt setzt sich eine Zementhaut an den Wandungen der Formen ab und die Luft, die beim Mischvorgang untergemischt wurde, Kann entweichen. Da das Material sehr feinkörnig ist, fließt die Zementhaut auch in die kleinsten Vertiefungen. So entsteht die hohe Detailtreue der Produkte. Da die Betonrezepte für Wet Cast Produkte speziell auf diese Anforderungen abgestimmt worden sind, lassen sich auch feinste Naturstein- oder Holzstrukturen datailgenau reproduzieren. Ein derart hoher Detailgrad ist bei Produkten aus erdfeuchten Betonen nicht erreichbar.

Wet Cast Technik erlaubt die detailgetreue Reproduktion natürlicher Oberflächen. Hier eine Terrassengestaltung mit passender Mauer aus dem »Basalo-System« von Kann. Foto: Kann, Bendorf

Natürliche Optik und geradlinige Schlichtheit schließen sich nicht aus. Diesem Trend folgen auch die neuen Wet-Cast-Produkte von Kann. Dazu zählen beispielsweise die »Basalo«-Platten und Mauer. Die Platten zeigen ein Design mit klaren Konturen. So entsteht der Eindruck einer großzügigen, unaufdringlichen Flächenbefestigung. Durch das Wet-Cast-Verfahren erhalten die Platten ihre unverwechselbare Oberfläche in Basaltoptik. Sie wirkt sowohl durch ihre sehr feine Struktur mit den typischen Poren, die sich auch an den Plattenseiten findet, als auch durch den dunkelgrauen Farbton, der an das Vorbild Basalt angelehnt wurde. Passend dazu entwickelte Kann die »Basalo-Walling« mit der Optik einer Basaltstein-Schichtmauer. Sie besteht aus Grundelementen mit unterschiedlichen Oberflächenvarianten, die einem Schichtmauerwerk nachgebildet wurden. Insgesamt entsteht optisch der Eindruck einer jeweils zur Vorder- und Rückseite versetzten dreidimensionalen Steinschichtung, so dass sich, je nach Lichteinfall, ein interessantes Licht- und Schattenspiel ergibt.

Sehr schön anzusehen sind die modern sachlichen Gestaltungsplatten »Simcon«. Kennzeichen sind eine schlichte Linienführung sowie die puristische, typisch wolkige Sichtbetonoberfläche. Unterstützt wird dieser Effekt durch ein schmales Fugenbild und die daraus resultierende weiträumige Flächenwirkung. »Simcon« ist im Format 60 x 60 x 4 Zentimeter und im Dielenformat 90 x 30 x 4 Zentimeter erhältlich. Erweitert wird das Gestaltungsspektrum durch die beiden Farbstellungen grau und anthrazit. Die Platten sind nach Unternehmensangaben angenehm zu begehen und bieten aufgrund ihrer Struktur auch bei Nässe ausreichend Trittsicherheit.

Kann GmbH Baustoffwerke, www.kann.de

 

 


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