09
Dez

Injektionsverfahren gegen Feuchtigkeit

Hochbau

»Das Gerber« im Stuttgarter Gerberviertel ist so etwas wie eine kleine Stadt in der Stadt. Seit dem Baustart im Januar 2011 arbeitete auf dem 13.000 Quadratmeter großen Areal ein hochkarätiges und kompetentes Team, zu dem auch der Betonbauspezialist StekoX aus Magstadt gehört.

Für die Innenarchitektur des »Gerber« zeichneten die Architekten der Ippolito Fleitz Group verantwortlich. Das Team kreierte fließende Raumübergänge und erzeugte mit kluger Lichtführung, der erstklassigen Beleuchtung des Münchner Pfarré Lighting Design und mit Bodenbelägen, die an Gehwege erinnern sollen, unter Dach das Flair einer Flaniermeile.

Der Architekt Bernd Albers – Professor an der Fachhochschule Potsdam, Leiter eines fünfzehnköpfigen Architekturbüros und unter anderem bekannt für prominente Berliner Bauten wie das Gebäude der Friedrich Ebert Stiftung und das Neucölln Carree – gab dem Stuttgarter Projekt sein Gesicht. Bernd Albers integrierte die gründerzeitliche Fassade in der Tübingerstraße mit ihrem mehrgeschossigen Handelssockel und den darüber liegenden, kleinteiligen Wohnungs- und Büroräumen in das Multifunktionskonzept.

Recht wenig Beachtung hingegen erfahren meist die Vorgänge im Untergrund. Dabei spielen gerade sie eine buchstäblich tragende Rolle. Denn bleiben Schwachstellen im Fundament, steht auch die prestigeträchtige Oberfläche nicht auf sicheren Füßen. Ein ewig aktuelles Beispiel dafür ist Feuchtigkeit. Der Boden einer Tiefgarage muss ebenso trocken sein wie der einer Boutique und ein Sprinklertank so dicht halten wie die Glasfront einer historischen Fassade.

Das Unternehmen StekoX sicherte den großen Komplex durch Injektionsverfahren gegen unerwünschte Feuchtigkeit. Das »StekoX PUR-Harz« (Polyurethan), ein Zwei-Komponenten-Gemisch aus Harz und Härter, sorgt dafür, dass die rund 11.000 Tonnen Betonstahl, die 400 Tonnen Baustahl und die 65.000 Kubikmeter Beton trocken bleiben. So gelangen Tausende von Besuchern trockenen Fußes von ihrer Shoppingtour zu ihrem Auto. In der Tiefgarage wurden planmäßig wasserführende Risse und Arbeitsfugen abgedichtet.

StekoX GmbH Abdichtungstechnik, www.stekox.de

Bild ganz oben: Aldinger + Wolf
Bilder darunter: Ippolito Fleitz Group


„Das schwarze Loch reflektiert kein Licht, doch das Licht von Nime findet seinen Weg hinaus“, erläutert Dean Skira, der den Strahler für Delta Light entworfen hat. „Der materielle Teil verbirgt sich in ihrem Herzen, während der immaterielle Teil Objekte illuminiert.“ Bildquelle: Delta Light

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