19
Nov

Heller Beton für Fassaden und Böden der neuen Karlsruher Metro

Die Eröffnung der Karlsruher U-Bahn ist für 2021 geplant. Foto: Dyckerhoff / Christoph Mertens

Hochbau

 

In Abwesenheit von Tageslicht werden U-Bahnhöfe schnell zu dunklen und unheimlichen Orten. Diesem Effekt wirken die Planer der neuen Karlsruher Metro durch die Wahl geeigneter Materialien entgegen: Fassaden und Böden werden in hellem Architekturbeton auf Basis von Dyckerhoff WEISS ausgeführt.

Sowohl die Fassaden als auch die Bahnsteige in allen sieben neu errichteten Stationen werden mit großformatigen Betonwerksteinplatten, hergestellt von der Firma Schwab-Stein aus Horb, ausgestattet.

Die Plattenmaße wurden für jeden der Bahnhöfe individuell festgelegt. Foto: Dyckerhoff / Christoph Mertens
Die Plattenmaße wurden für jeden der Bahnhöfe individuell festgelegt. Foto: Dyckerhoff / Christoph Mertens

 

Die Platten für die Fassaden wurden auf Basis von Dyckerhoff FLOWSTONE weiß hergestellt. Als Gesteinskörnung kam Quarz 2/8 mm zum Einsatz, zusätzlich weißes Kalksteingranulat als Füllstoff und das Weißpigment Titandioxid. Basis für die Herstellung der Bodenplatten und Bahnsteigkanten war Dyckerhoff WEISS, ansonsten war die Rezeptur nahezu identisch mit der für die Wandplatten.

Zur Vermeidung erkennbarer Passplatten wurden die Plattenmaße für jeden der Bahnhöfe individuell festgelegt. Die meisten der Platten sind ungefähr 100 cm breit und 50 cm hoch. Hinzu kommt eine Vielzahl von Individualmaßplatten. Alle quer verlaufenden Fugen laufen in einer Linie an der Wand herunter, über den Bahnsteig am Boden, virtuell über die Gleise und dann über den zweiten Bahnsteig und die andere Wand wieder hinauf. Die Platten für die Wände wurden mit einem 120er-Schliff versehen, diejenige für den Boden erhielten wegen des geforderten SRT-Werts >55 einen 60er Schliff. Ziel ist eine matte Oberfläche.

Die Fassadenplatten wurden mit Dyckerhoff FLOWSTONE weiß hergestellt. Foto: Dyckerhoff / Christoph Mertens
Die Fassadenplatten wurden mit Dyckerhoff FLOWSTONE weiß hergestellt. Foto: Dyckerhoff / Christoph Mertens

 

Für den Bodenbelag in den Zwischenebenen von fünf der sieben Bahnhöfe fiel die Wahl auf Dyckerhoff TERRAPLAN. Dieses zeitlos-elegante Betonbodensystem wird auf Basis von Dyckerhoff WEISS im Transportbetonwerk hergestellt und im Fahrmischer auf die Baustelle geliefert. Für die Optik eines TERRAPLAN-Bodens ist die individuell wählbare Gesteinskörnung sehr wichtig, in Karlsruhe entschieden sich die Planer für Rheinkies. Ausgeführt werden die Arbeiten von der Firma R. Bayer Betonsteinwerk aus Blaubeuren.

Das Gestaltungskonzept für alle Stationen stammt vom Münchner Büro Allmann Sattler Wappner Architekten, die sich mit Ingo Maurer Lichtdesign zusammengetan haben. Bereits 2004 hatte das Team den Wettbewerb für sich entscheiden können. Zum Designkonzept gehört auch die künstlerische Gestaltung der Bahnhöfe. Hierfür wurde der international renommierte Maler, Grafiker und Bildhauer Markus Lüpertz engagiert. Die sieben Haltestellen der U-Bahn sollen sich mit insgesamt 14 Kunstwerken aus Ton in ein Gesamtkunstwerk verwandeln. Die Karlsruher U-Bahn ist bereits die zweite Untergrundbahn, deren Bahnhöfe mit Fassaden aus Betonwerkstein ausgestattet werden. In Düsseldorf wurde bereits im Jahr 2016 die Wehrhahn-Linie eröffnet. Hier wurden alle sechs Bahnhöfe mit insgesamt 6.700 Fassadenplatten aus Dyckerhoff FLOWSTONE gestaltet. Für die Planung war das Büro netzwerkarchitekten aus Darmstadt verantwortlich. Auch hier wurde ein anspruchsvolles Designkonzept realisiert, jeder der Bahnhöfe wurde von einem anderen Künstler gestaltet. Bauherr der Karlsruher U-Bahn ist die Stadt Karlsruhe. Die Eröffnung ist für 2021 geplant.


Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Noctambule - Leuchtenserie von Konstantin Grcic für FLOS

Beleuchtung

Ein Neubau made of Ligno bildet das Herzstück eines kleinen Wohnensembles, welches derzeit im oberfränkischen Kronach reaktiviert wird.

Hochbau

Geberit bietet zahlreiche mobile und stationäre digitale Tools zur Informationsbeschaffung, die rund um die Uhr verfügbar sind. Foto: Geberit

Planung

Von außen wirkt das Gebäude mit der asymmetrischen Dachkonstruktion schlicht, natürlich und bodenständig. Foto: Alnatura, Olaf Wiechers/Troldtekt.

Design+Oberfläche

Individuelles Küchenmöbel made by MCR. Der Aristokrat mit floralen Elementen aus der Designlinie n’stee.

Menschen

Die in Doppeldeckung verlegten kleinformatigen Cedral Dach- und Fassadenplatten umschließen Doppelsatteldach und Fassaden des Bio-Passivhauses in der Fränkischen Schweiz. Foto: Herbert Bucher

Dach

Geöffnete Nischentüren lassen sich optisch unauffällig in die Wand integrieren. Foto: Schörghuber

Türen+Tore

Rathaus der Zukunft mg+ von slapa oberholz pszczulny sop architekten

Projekte (d)

Im C2C Lab wird eine gesunde und kreislauffähige Gestaltung mit positivem Fußabdruck an konkreten Beispielen wie dem System 2000 eco von Strähle erlebbar. Foto: Cradle to Cradle e.V.

Innenausbau

Dank des standardisierten, sich wiederholenden Montageprozesses waren die Öffnungen bereits nach zehn Arbeitstagen komplett geschlossen, sodass mit den Innenarbeiten begonnen werden konnte. Parallel dazu wurden die Lichtbänder bauseitig umlaufend gedämmt und zum Schluss Eindeckrahmen und Abdeckbleche montiert. Diese garantieren eine dauerhaft zuverlässige Wind- und Regendichtheit. Fotos: Velux

Dach

Fotograf: Przemysław Niecki Pion Studio

Einrichtung

EPS-Flachdach-Dämmplatte und integrierter Leckageortungsfunktion

Wärmedämmung

Quelle: ClipDealer

Planung

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen