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Nov

David Chipperfield Architects: James-Simon-Galerie

Auf den quadratischen Stützen der Hochkolonnaden ruht das filigrane, ebenfalls aus Architekturbeton gefertigte Dach. Foto: Dreßler Bau GmbH

Hochbau

 

Die James-Simon-Galerie ist das imposante neue Eingangsgebäude zur Berliner Museumsinsel. Bestimmendes Element der Architektur aus dem Hause Chipperfield sind edle Kolonnaden aus Architekturbeton.

Fast 9 Meter ragen die 92 quadratischen Stützen der Hochkolonnaden empor, auf ihnen ruht das flache, filigrane Dach, ebenfalls aus Architekturbeton. Unter den Kolonnaden befindet sich ein 10 Meter hoher und 100 Meter langer Sockel. Dieser dient als Schutz vor dem Wasser des Kupfergrabens , einem Stichkanal der Spree. Der Sockel besteht aus insgesamt 280 Einzelelementen aus Architekturbeton. Auch die Hofkolonnaden, die große Freitreppe sowie die Terrassenbeläge wurden auf Basis von Dyckerhoff WEISS hergestellt.

Die Architektur der James-Simon-Galerie greift historische Motive auf, wirkt durch den hellen Architekturbeton aber dennoch modern. Foto: Dreßler Bau GmbH
Die Architektur der James-Simon-Galerie greift historische Motive auf, wirkt durch den hellen Architekturbeton aber dennoch modern. Foto: Dreßler Bau GmbH


Den Auftrag zur Lieferung aller Architekturbeton-Fertigteile konnte sich die Firma Dreßler Bau aus Stockstadt sichern. Die Gesteinskörnung aus Marmorsplittern sorgt für die weiß-beige Optik des Architekturbetons und stellt die gewünschte Harmonie mit den anderen Bauwerken auf der Museumsinsel her. Die Fertigteile entsprechen den höchsten Sichtbetonanforderungen. Die Oberfläche ist sandgestrahlt, wodurch der Beton ein lebhaftes Erscheinungsbild erhält.

Als Besucherzentrum übernimmt die James-Simon-Galerie zentrale Servicefunktionen für die anderen Gebäude auf der Museumsinsel. Außer dem Kassenbereich finden in dem 4.600 m² großen Bau ein Café, ein Museumsshop, ein Vortragssaal für 300 Zuhörer und ein Raum für Sonderausstellungen Platz. Die James-Simon-Galerie ist alleiniger Zugang zum Pergamonmuseum und über die unterirdische Archäologische Promenade einer von zwei Zugängen zum Neuen Museum. Nach Fertigstellung des Masterplans Museumsinsel soll die Erschließung über die Archäologische Promenade vom Alten Museum bis hin zum Bode-Museum reichen. Trotzdem werden alle Häuser ihre historischen Haupteingänge behalten.

Die James-Simon-Galerie grenzt direkt an einen Stichkanal der Spree. Foto: Dreßler Bau GmbH
Die James-Simon-Galerie grenzt direkt an einen Stichkanal der Spree. Foto: Dreßler Bau GmbH


Namensgeber des Bauwerks ist James Henry Simon (1851-1932), ein bedeutender Kunstmäzen in der Kaiserzeit. Er vermachte den Berliner Museen große Teile seiner Kunstsammlungen. Bekanntestes Einzelobjekt ist die heute im Neuen Museum ausgestellte Büste der Nofretete. Diese wurde 1913 bei einer von James Simon finanzierten Grabung entdeckt.

Die Errichtung der James Simon Galerie dauerte von 2009 bis 2018. Der Fertigstellungstermin hatte sich um Jahre nach hinten verschoben, da erst während des Baus festgestellt wurde, dass der Baugrund erst in einer Tiefe von ca. 40 m tragfähig war. Deshalb musste der Neubau auf ca. 1.200 Pfählen gegründet werden. Die feierliche Eröffnung fand am 13. Juli 2019 statt. Bauherr der James-Simon-Galerie ist die Stiftung Preußischer Kulturbesitz.

Die Museumsinsel zählt seit 1999 zum UNESCO-Welterbe. Im selben Jahr wurde die grundlegende Sanierung des einzigartigen Ensembles beschlossen und seither schrittweise umgesetzt. Bereits im Jahr 2009 war die umfangreiche Wiederherstellung des Neuen Museums abgeschlossen worden, ebenfalls nach einem Entwurf von David Chipperfield. Ein wesentlicher Teil des Restaurierungskonzeptes bestand im Einsatz von Fertigteilen aus Architekturbeton – hergestellt mit Dyckerhoff WEISS.


Eine bessere Ausleuchtung der Warenlager mit zugleich weniger Energieaufwand für Beleuchtung und Klimatisierung: Dies bildete den Ausgangspunkt für die Sanierung der Leuchten bei Alliance Healthcare am Standort Osnabrück. Foto: Emslicht

Beleuchtung

Das neue Eigenheim des Architekten besteht aus drei ineinander geschobenen Kuben: zwei kleine Kuben für Garage und Büro und ein großer mittiger, zweigeschossiger Kubus mit Satteldach, der sich über die beiden anderen schiebt. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie

Hochbau

Die Revitalisierung der bedeutendsten und ältesten Stadt an der Südwestküste Zyperns beinhaltete ein neues Beleuchtungskonzept. In der Bietergemeinschaft überzeugten LDPi und iGuzzini. Foto: Maria Efthymiou - Creative Photo Room

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Den Bürotrakt trennt eine in warmem hellem Holz gehaltene Rezeption dezent von dem halböffentlichen Showroom, der eine Kombination aus Ausstellungs- und Eventfläche, Co-Working-Bereich und Espresso-Lounge darstellt. Bild: Lukas Palik

Beleuchtung

Kusch+Co stattet als Industriepartner im Rahmen des KARMIN Forschungsprojekts ein Muster-Patientenzimmer mit aus, das erstmals auf dem World-Health Summit Ende Oktober vorgestellt wurde. Neben der hygienischen Qualität trug auch die Gestaltung dazu bei, dass der Stuhl Arn (Design by Scaffidi & Johansen) als Masterprodukt dient. Foto: Tom Bauer / IIKE TU Braunschweig

Einrichtung

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