30
Nov

Einfamilienhaus von Munsky Architekten

Das neue Eigenheim des Architekten besteht aus drei ineinander geschobenen Kuben: zwei kleine Kuben für Garage und Büro und ein großer mittiger, zweigeschossiger Kubus mit Satteldach, der sich über die beiden anderen schiebt. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie

Hochbau

 

Inmitten von Siedlungshäusern aus den 1930er Jahren baute ein Architekt sein eigenes Heim und ein Mehrfamilienhaus. Entstanden sind zwei Bauten, die auf den ersten Blick wie Siedlungshäuser anmuten, innen aber mit der Kombination aus Holz und Beton modern und reduziert gestaltet sind. Ein besonderes Projekt, das auch im Zeichen der Nachhaltigkeit stand.

Von der Straße aus fällt das Mehrfamilienhaus in erster Reihe kaum auf – es ist auf den ersten Blick von den älteren Häusern nicht zu unterscheiden. Die Kubatur des Neubaus orientiert sich an den alten Formen. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie
Von der Straße aus fällt das Mehrfamilienhaus in erster Reihe kaum auf – es ist auf den ersten Blick von den älteren Häusern nicht zu unterscheiden. Die Kubatur des Neubaus orientiert sich an den alten Formen. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie

Zurück in die Heimat

Der kleine Ort Kandel in der südlichen Pfalz liegt nur ein paar Kilometer von der französischen Grenze entfernt. Hier hat Architekt Florian Munsky, Inhaber von Munsky Architekten, zusammen mit seiner Frau Saskia ein besonderes Projekt verwirklicht: ein Einfamilienhaus als eigenes Heim in Kombination mit einem Mehrfamilienhaus. In einer Straße, in der sich eine Reihe von kleinteiligen Siedlungshäusern aus dem Jahr 1934 befindet. Die Umgebung mit viel Wald ist perfekt für das junge Ehepaar: Bahnhof und Autobahn sind um die Ecke und die Innenstadt mit Geschäften, Restaurants und Schulen ist fußläufig erreichbar. „Als ich zehn Jahre alt war, sind meine Eltern mit mir von Karlsruhe in die Südpfalz gezogen, so dass Kandel so etwas wie Heimat für mich bedeutet“, begründet der Architekt, warum er sein neues Zuhause an diesem Ort gewählt hat.

Viel Potential und geschütztes Ensemble

„Ich habe sofort das Potenzial des etwa 1.000 Quadratmeter großen Grundstücks erkannt“, erinnert sich Florian Munsky. „Eigentlich wollten wir den Vorgängerbau aus den 1930ern wiederherrichten. Da er jedoch neun Jahre leer stand, war er auch aufgrund von Wasserschäden sehr baufällig und nicht mehr erhaltenswert, sodass wir uns für einen Abriss entschieden haben.“ Der Architekt packte dabei mit seiner Frau Saskia selbst mit an: Drei Monate lang wurde Müll entsorgt und das alte Siedlungshaus zurückgebaut.

Der zweigeschossige Teil des Hauses ist mit einer vorgehängten Holzfassade versehen. Eine silikatische Vergrauungslasur simuliert eine vergraute, patinierte Oberfläche, wie sie durch eine mehrjährige Bewitterung auf Naturholz entsteht. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie
Der zweigeschossige Teil des Hauses ist mit einer vorgehängten Holzfassade versehen. Eine silikatische Vergrauungslasur simuliert eine vergraute, patinierte Oberfläche, wie sie durch eine mehrjährige Bewitterung auf Naturholz entsteht. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie

Das Siedlungshaus durfte Munsky abreißen, aber es war ihm nicht erlaubt, an seiner Stelle ein Haus nach seiner eigenen Vorstellung bauen. Denn die Straße steht unter Ensembleschutz. Das heißt, es war vorgegeben, dass sich die Kubatur der Neubauten an den alten Formen orientieren musste. Das ursprüngliche Erscheinungsbild der Straße musste erhalten bleiben.

Beton und Holz

Das neue Eigenheim der Munskys in zweiter Reihe besteht aus drei ineinander geschobenen Kuben: zwei kleine Kuben für Garage und Büro und ein großer mittiger, zweigeschossiger Kubus mit Satteldach, der sich über die beiden anderen schiebt. Das Mehrfamilienhaus an der Straße zeichnet sich durch zwei hintereinander gesetzte Kuben mit je einem unterschiedlich gestalteten Satteldach aus. Die Bauherren haben sich bezüglich der tragenden Gebäudestruktur beider Häuser für eine Hybridbauweise entschieden, aus Beton und Holz. Florian Munsky erklärt seine Wahl: „Im Holzbau ist besonders auf Brand- und Schallschutz zu achten, und es muss die Statik gewährleistet sein. Dabei hilft das Material Beton. Die Kombination der beiden Materialien Sichtbeton und Massivholz kommt deshalb öfter vor.“ Das Mittelschiff des Einfamilienhauses ließ der Architekt aus Brettsperrholz erbauen, das sind Massivholztafeln, die aus mehreren über Kreuz flach aufeinander verleimten Brettlagen bestehen, die beiden anderen Kuben sind aus Beton. Der Betonkern befindet sich also als Querriegel im Erdgeschoss. Innerhalb von drei Tagen war das Einfamilienhaus schnell errichtet, für das Mehrfamilienhaus benötigten die Bauarbeiter eine Woche. Die Holz- und Betonelemente wurden im Werk vorgefertigt und dann vor Ort aufgeschlagen.

Nachhaltig und mineralisch

Für die Dämmung und Gestaltung ihrer Gebäude war Florian und Saskia Munsky der Aspekt der Nachhaltigkeit sehr wichtig und sie entschieden sich deshalb, natürliche Rohstoffe zu verwenden und mit KEIMFARBEN aus Diedorf zusammenzuarbeiten. Sie wählten für die Betonwände beider Häuser das mineralische WDV-System von KEIMFARBEN mit KEIM Mineralwolle-Dämmplatten. Die Handwerker trugen nach der Armierung abschließend KEIM Brillantputz auf, den sie in der Besenstrichputztechnik im noch feuchten Zustand mit einem Reisigbesen waagerecht strukturierten, wodurch eine charakteristisch belebte Oberflächenstruktur entstand. Im gewünschten KEIM Exclusiv Farbton war der Putz schon fertig durchgefärbt.

Ein waagerecht in Besenstrichoptik aufgetragener mineralischer Putz bildet den Abschluss eines mineralischen Dämmsystems für die Gebäudestruktur aus Beton, die senkrechte Holzverschalung passt sich farblich an. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie
Ein waagerecht in Besenstrichoptik aufgetragener mineralischer Putz bildet den Abschluss eines mineralischen Dämmsystems für die Gebäudestruktur aus Beton, die senkrechte Holzverschalung passt sich farblich an. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie

Die Massivholzwände beider Häuser wurden nach einer diffusionsoffenen Folie mit einem Träger und einer Holzweichfaserdämmplatte als Putzgrundlage versehen. In den Zwischenraum bliesen die Handwerker eine Zellulosedämmung. Der ebenfalls in einem Beigeton vorgefärbte Putz Stucasol von KEIMFARBEN bildet die Schlussbeschichtung dieser Bereiche beider Häuser. Am Einfamilienhaus folgte zusätzlich noch ein Tragsystem für die Holzschalung an der Fassade. Insgesamt ist hier das große Mittelschiff mit einer vorgehängten Holzfassade versehen, die mit KEIM Lignosil-Verano gestrichen wurde, eine silikatische Vergrauungslasur, die eine vergraute, patinierte Oberfläche, wie sie durch eine mehrjährige Bewitterung auf Naturholz entsteht, simuliert. Gleichzeitig schützt sie das Holz vor Wind, Wetter und Sonne. Den Nachhaltigkeitsgedanken verfolgten die Bauherren auch bei der Stromgewinnung und bauten eine Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher auf das Dach des Einfamilienhauses. Außerdem ist das Haus mit einer Infrarotheizung sowie mit einer Wärmerückgewinnung in Lüftungsgeräten ausgestattet. In Verbindung mit einer intelligenten Steuerung, den natürlichen Dämmstoffen hat das Haus einen sehr niedrigen Energieverbrauch und entspricht einem KfW 40 plus Haus, es genügt fast Passivhausstandards.

Materialität und Ehrlichkeit

Die Fronten beider Häuser präsentieren sich – auch in Bezug auf die benachbarten Siedlungsbauten – zurückgenommen und geschlossen mit kleineren Fenstern. Im Gegensatz dazu prägt den hinteren Bereich des Einfamilienhauses eine komplett verglaste, offene Fensterfront, die sich über zwei Etagen erstreckt und für einen lichtdurchfluteten Wohnbereich mit warmer und freundlicher Atmosphäre sorgt. 180 Quadratmeter Wohnfläche verteilen sich hier auf zwei Etagen: Im Erdgeschoss finden sich Wohn- und Essbereich sowie die Küche und das Büro, das der Architekt von Karlsruhe ins Eigenheim nach Kandel verlegt hat. Oben befinden sich zwei Kinderzimmer sowie Bad und Schlafzimmer. Im Erdgeschoss dominieren im modernen und reduziertem Stil Sichtbeton und Massivholz das Erscheinungsbild an Wänden und Decken. Ziel der Bauherren war es, den Charakter der verschiedenen Baustoffe zu zeigen.

Die dank großer Fenster lichtdurchfluteten Räumlichkeiten im Erdgeschoss gehen ineinander über. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie
Die dank großer Fenster lichtdurchfluteten Räumlichkeiten im Erdgeschoss gehen ineinander über. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie


 

„Meiner Meinung nach passen Holz und Beton sehr gut zusammen. Mir war es wichtig, eine gewisse Ehrlichkeit darzustellen und die Materialien genauso zu zeigen wie sie sind. Fliesen in Holzplankenoptik zum Beispiel gefallen mir nicht, denn das ist nicht ehrlich. Wir haben kalte und warme Materialien so ausgleichend kombiniert, dass sie ein Wohlbefinden und ein komfortables Raumgefühl erzeugen“, erläutert der Architekt sein Konzept für den Innenraum. Die Munskys legten generell Wert auf besondere Materialien. So wählten sie Fenstergriffe aus Bronze und für den Boden im Erdgeschoss den Naturstein Schiefer. „Das war ein Hochzeitsgeschenk eines sehr guten Freundes, der Fliesenleger ist“, schmunzelt Munsky. „Ein tolles Material, das sich samtig anfühlt und perfekt zu den anderen Materialien passt.“

Ziel der Bauherren war es, den Charakter verschiedener Baustoffe zu zeigen. Sie kombinierten Holz und Beton so ausgleichend, dass ein komfortables Raumgefühl entstand. Der Boden aus Schiefer passt hervorragend zu dieser Kombination. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie
Ziel der Bauherren war es, den Charakter verschiedener Baustoffe zu zeigen. Sie kombinierten Holz und Beton so ausgleichend, dass ein komfortables Raumgefühl entstand. Der Boden aus Schiefer passt hervorragend zu dieser Kombination. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie


Auch für den Innenbereich wählten die Bauherren Produkte von Keimfarben und lasierten die Betonflächen mit KEIM Concretal-Lasur – das mineralische Produkt betont den Charakter des Betons. „Vor der Lasur haben wir ein bisschen Betonkosmetik betrieben: Nach dem Abschliff in Handarbeit besserte ein Kirchenmaler dort, wo Schäden waren, den Beton aus“, erklärt Munsky. Während Beton und Holz im Erdgeschoss dominieren, ist die obere Etage mit weißen Wänden und Stäbchenparkett wesentlich reduzierter gestaltet. Hier wählten die Munskys KEIM Innostar, eine ultradeckende, hochergiebige Sol–Silikatfarbe. Auch im Mehrfamilienhaus erfuhren die Betonbereiche im Treppenhaus ihre Perfektion mit KEIM Concretal-Lasur und die Wohnbereiche mit der Sol-Silikatfarbe Innotop.

Perfekt integriert und perfekter Partner

Von der Idee bis Fertigstellung sind etwa zweieinhalb Jahre vergangen. Familie Munsky ist bereits in ihre eigenen vier Wände eingezogen und fühlt sich sehr wohl. Dazu trägt auch das besonders gute Verhältnis zu den Bewohnern des in erster Reihe stehenden Mehrfamilienhauses bei.

Eine ultradeckende, hochergiebige Sol–Silikatfarbe fand Verwendung in der oberen Etage: Mit weißen Wänden und Stäbchenparkett ist diese Etage wesentlich reduzierter gestaltet als das Erdgeschoss. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie
Eine ultradeckende, hochergiebige Sol–Silikatfarbe fand Verwendung in der oberen Etage: Mit weißen Wänden und Stäbchenparkett ist diese Etage wesentlich reduzierter gestaltet als das Erdgeschoss. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie


Von der Straße aus fallen das Mehrfamilienhaus in erster und das Einfamilienhaus in zweiter Reihe kaum auf – sie sind auf den ersten Blick von den älteren Häusern nicht zu unterscheiden. „Uns ist es tatsächlich passiert, dass wir an unseren eigenen Häusern vorbeigefahren sind – so gut passen sie sich in die Umgebung ein. Erst auf den zweiten Blick ist erkennbar, dass es sich hier um zwei moderne Neubauten handelt, die aber niemanden stören. Ein Nachbar war von der Farbwahl unseres Hauses so begeistert, dass er es zwei Monate später auch so gestrichen hat“, erinnert sich Munsky.

Auch im Mehrfamilienhaus erfuhren die Betonbereiche im Treppenhaus ihre Perfektion mit einer Lasur, die den Charakter des Betons besonders betont. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie
Auch im Mehrfamilienhaus erfuhren die Betonbereiche im Treppenhaus ihre Perfektion mit einer Lasur, die den Charakter des Betons besonders betont. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie


Der Architekt blickt zufrieden auf das von ihm realisierte Projekt zurück: „Bis auf ein paar Schwierigkeiten, die bei jedem Hausbau auftreten, ist alles, auch dank zuverlässiger Handwerker verschiedenster Gewerke, gut gelaufen.“ Außerdem fügt er hinzu: „Diese modern interpretierten und nachhaltig erbauten Häuser so zu realisieren konnte nur mit Hilfe der Produkte von KEIMFARBEN seinen perfekten Abschluss finden. Das Unternehmen ist ein kompetenter Partner und sofern es mir möglich ist, arbeite ich immer sehr gerne mit KEIM zusammen. Nachhaltigkeit und Qualität, so auch der Farberhalt der Produkte, überzeugen mich.“

Ein echter Hingucker sind die Betonwände, deren Charakter durch eine Lasur noch besonders hervorgehoben wird. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie
Ein echter Hingucker sind die Betonwände, deren Charakter durch eine Lasur noch besonders hervorgehoben wird. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie


Übrigens möchte Florian Munsky den Siedlungshausgedanken, den er in den beiden Häusern modern auslegt, auch im eigenen Garten aufnehmen und Gemüse anbauen: mit den Tomaten hat er schon angefangen.

Bauherr: Florian und Saskia Munsky

Planung: Munsky Architekten Kandel
Florian Munsky

Malerunternehmen: Joachim Ritter Gipser- und Stuckateurgeschäft

Betonkosmetik: Markus Schmidgall

Produkte:
KEIM Granital
KEIM Lignosil-Verano
KEIM Concretal-Lasur
KEIM Stucasol
KEIM Brillantputz
KEIM Mineralwolle-Dämmplatten
KEIM Innotop
KEIM Innostar
KEIM Silan-100

KEIMFARBEN GmbH, www.keim.com

 


Ob in Büros und Konferenzbereichen, in Schulräumen und Bildungseinrichtungen, in Hotels, Restaurants und Supermärkten oder in Wartezonen und Behandlungsräumen von Kliniken und Praxen – die UV-C-Technologie bietet sich als wirksames Mittel zur Luftentkeimung an.

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