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Nov

Gebäude-Paar mit individuellem Charakter

Die Gershwin Brothers – George und Ira – wurden gemeinsam vom lokalen Architekturbüro LEVS entworfen. Dennoch sieht man deutlich, dass diese ihren eigenen Charakter haben. Foto: Tom Elst

Fassade

 

Zuidas hat sich in nur kurzer Zeit zu einem Stadtteil Amsterdams mit internationalem Charakter entwickelt. Im Süden zwischen Stadtzentrum und Flughafen Schiphol strategisch gut gelegen, ist das Gebiet nicht nur zu einem Geschäftszentrum herangewachsen, sondern auch zu einem Ort zum Leben mit zahlreichen Sport- und Bildungseinrichtungen, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants. An einer Kreuzung mit unterschiedlichen Architekturstilen befinden sich die Gebäude Gershwin Brothers – George und Ira. Die beiden Komplexe wurden gemeinsam entworfen, haben aber jeweils einen eigenen Charakter. Architekt Adriaan Mout vom lokalen Büro LEVS spielte hier mit drei Kohlebrand-Sortierungen des Hagemeister-Klinkerwerks: Lübeck GT, Weimar HS und Rostock GT.

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George ist ein markantes Eckgebäude, das mit einem Sockel über zwei Etagen, breiten Streifen aus Architekturbeton und Feldern mit großformatigen, hellen Hagemeister-Klinkern optisch an die Wohnblöcke im benachbarten Buitenveldert anschließt. Foto: Tom Elst

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Beim stark gestuften Wohngebäude Ira stehen die in schmalere Betonstreifen gesetzten Klinker mehr im Vordergrund. Pfeiler und Streifen in zwei Klinkerfarben gliedern das Gebäude. Foto: Tom Elst

 

Die im Frühjahr 2018 fertiggestellten Wohnkomplexe George und Ira bilden den Abschluss des „Gershwin-Abschnittes“ in dem Gebiet Zuidas. 160 Wohnungen aus dem mittleren Mietsegment verteilen sich auf Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen. Zwei begrünte Innenhöfe, großzügige Terrassen und Balkone gestalten diesen Platz zu einem entspannten Lebensraum.

Auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt das Viertel Buitenveldert, dessen Gebäude durch die Nachkriegszeit geprägt sind. Ein Stückchen weiter, in Amsterdam Zuid, folgen Häuser im expressionistischen Stil der Amsterdamer Schule. Bei einem Bruder knüpfte Architekt Adriaan Mout an die Nachkriegsarchitektur an. „George ist ein markantes Eckgebäude, das mit einem Sockel über zwei Etagen, breiten Streifen aus Architekurbeton und Feldern mit großformatigen, hellen Hagemeister-Klinkern optisch an die Wohnblöcke im benachbarten Buitenveldert anschließt“, erläutert Mout. Das Wohngebäude Ira referiert mehr zu der monumentalen und expressionistischen Klinkerarchitektur der Amsterdamer Schule. „Beim stark gestuften Wohngebäude Ira stehen die in schmalere Betonstreifen gesetzten Klinker mehr im Vordergrund. Pfeiler und Streifen in zwei Klinkerfarben gliedern das Gebäude“, sagt der Projektarchitekt.

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In den Gershwin Brothers befinden sich 160 Wohnungen aus dem mittleren Mietsegment, die sich auf Zwei- bis Drei-Zimmerwohnungen verteilen. Zwei begrünte Innenhöfe, großzügige Terrassen und Balkone gestalten diesen Platz zu einem entspannten Lebensraum. Foto: Tom Elst

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Trotz ihrer individuellen Charaktere verbindet die beiden Bauten ein gemeinsamer Klinker. In beiden Gebäuden wurde die sandig-gelbe Hagemeister-Sortierung Rostock verarbeitet. Foto: Tom Elst

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Die Gershwin Brothers stehen in einer hochmodernen städtischen Umgebung in Amsterdam Zuidas. Foto: Tom Elst

 

Trotz ihrer individuellen Charaktere verbindet die beiden ein gemeinsamer Klinker. In beiden Gebäuden wurde die sandig-gelbe Hagemeister-Sortierung Rostock verarbeitet. Bei George spielt dieser die Hauptrolle und wurde mit dem weiß-hellbeigefarbenen Weimar kombiniert worden, bei Ira setzt sich die Sortierung als Akzent neben dem roten Lübeck fort. „Das Wunderbare an diesen Hagemeister-Klinkern ist die Haptik und Lebendigkeit. Diese Strangpressklinker sind eine gute Basis für ausdrucksvolle Gebäude. Man assoziiert diese Kohlebrand-Sortierungen mit Wohnen, Wärme und Intimität. So hat eine Sortierung wie Lübeck durch Reduzierungen und Sintern enorm viel Lebendigkeit, Textur und Farbe“, erklärt Mout.

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Die markante gelbe Kohlebrand-Sortierung Rostock GT wurde bei George mit der weiß-hellbeigefarbenen Sortierung Weimar HS kombiniert und setzt sich als Akzent im kleinen Bruder Ira fort, dessen Fassade sonst mit der dunkelrot-nuancierten Sortierung Lübeck GT verarbeitet wurde. Foto: Tom Elst

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Die Gershwin Brothers stehen in einer hochmodernen städtischen Umgebung in Amsterdam Zuidas. Foto: Tom Elst

 

Die Gershwin Brothers stehen in einer hochmodernen städtischen Umgebung und werden von imposanten Gebäuden wie 900 Mahler und Intermezzo umringt. Das Architekturbüro hat sich für einen Stein im Normalformat und das Vermauern in einem doppelten Halbsteinverband entschieden, um die Gebäude, passend zur städtischen Umgebung, robust erscheinen zu lassen.

Auch die Fugenwahl knüpft an die besonderen Sortierungen an. Lübeck hat dunklere, anthrazitfarbene Fugen, Weimar eine Helle. Der Klinker Rostock hat zwei verschiedenfarbige Fugen bekommen – dunkel in dem Gebäude Ira und hell bei dem Gebäude George.

Hagemeister GmbH & Co. KG, www.hagemeister.de

Projektdaten
Architektur: LEVS, Amsterdam
Projektarchitekten: Adriaan Mout, Juriaan van Stigt, Marianne Loof
Generalunternehmer: Hurks, Eindhoven
Klinker: Lübeck GT, Weimar HS, Rostock GT
Format: NF (240 x 115 x 71 mm)
Verklinkerte Fassadenfläche: ca. 5.600 m²

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Das Architekturbüro hat sich für einen Stein im Normalformat und das Vermauern in einem doppelten Halbsteinverband entschieden, um die Gebäude, passend zur städtischen Umgebung, robust erscheinen zu lassen. Foto: Tom Elst


Eine bessere Ausleuchtung der Warenlager mit zugleich weniger Energieaufwand für Beleuchtung und Klimatisierung: Dies bildete den Ausgangspunkt für die Sanierung der Leuchten bei Alliance Healthcare am Standort Osnabrück. Foto: Emslicht

Beleuchtung

Das neue Eigenheim des Architekten besteht aus drei ineinander geschobenen Kuben: zwei kleine Kuben für Garage und Büro und ein großer mittiger, zweigeschossiger Kubus mit Satteldach, der sich über die beiden anderen schiebt. Foto: Daniel Vieser. Architekturfotografie

Hochbau

Die Revitalisierung der bedeutendsten und ältesten Stadt an der Südwestküste Zyperns beinhaltete ein neues Beleuchtungskonzept. In der Bietergemeinschaft überzeugten LDPi und iGuzzini. Foto: Maria Efthymiou - Creative Photo Room

Advertorials

Den Bürotrakt trennt eine in warmem hellem Holz gehaltene Rezeption dezent von dem halböffentlichen Showroom, der eine Kombination aus Ausstellungs- und Eventfläche, Co-Working-Bereich und Espresso-Lounge darstellt. Bild: Lukas Palik

Beleuchtung

Kusch+Co stattet als Industriepartner im Rahmen des KARMIN Forschungsprojekts ein Muster-Patientenzimmer mit aus, das erstmals auf dem World-Health Summit Ende Oktober vorgestellt wurde. Neben der hygienischen Qualität trug auch die Gestaltung dazu bei, dass der Stuhl Arn (Design by Scaffidi & Johansen) als Masterprodukt dient. Foto: Tom Bauer / IIKE TU Braunschweig

Einrichtung

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