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Apr

Schule An der Gete in Bremen von Haslob Kruse+Partner Architekten

Die rote Klinkerfassade unterstützt mit ihren aus dem Mauerwerk herausragenden Klinkern das neue, moderne Erscheinungsbild der Schule. Foto: Olaf Rekort

Fassade

 

Ein schwedisches Sprichwort besagt, dass das Schulgebäude bzw. der Raum zusätzlich zu den Mitschülern und dem Lehrer die Funktion eines dritten Lehrers einnimmt. So kommt der Qualität des gebauten Umfelds gerade im Rahmen der Ganztagsbetreuung eine hohe Bedeutung zu. In Bremen wurde die Grundschule An der Gete zu einer Ganztagsschule für über 300 Schüler ausgebaut. Hierbei wurde großer Wert darauf gelegt, eine moderne, funktionale Schule zu schaffen. Dies spiegelt schon die Klinkerfassade mit ausgefallenem Raster und heraustretenden Mauersteinen wider. Die Ziegel stammen von der Klinkermanufaktur Deppe Backstein aus Uelsen.

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In dem Architekten-Wettbewerb, den die Senatorin für Bildung und Wissenschaft und Immobilien Bremen ausgelobt hatte, belegte das Bremer Architekturbüro Haslob Kruse+Partner Architekten BDA mit seinem Entwurf den 2. Platz, überzeugte daraufhin im Rahmen der Verhandlungsgespräche und setzte schließlich den Entwurf um. Dieser zeichnet sich durch einen zweigeschossigen Kopf- und einen eingeschossigen Langbau aus.

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Die rote Klinkerfassade unterstützt mit ihren aus dem Mauerwerk herausragenden Klinkern das neue, moderne Erscheinungsbild der Schule und lockert die beiden kubischen Baukörper in ihrer Erscheinung auf. Durch die aus der Flucht heraustretenden Klinker von Deppe Backstein entsteht ein leichter Schattenwurf auf der Fassade, der die Plastizität der Baukörper zusätzlich erhöht. Rhythmisch angeordnete Fenster mit weißen Faschen schaffen zusätzliche Highlights in der Gestaltung. So erhielt die Schule als Ensemble ein neues, lebendiges Gesicht mit hohem Wiedererkennungswert.

Durch die aus der Flucht heraustretenden Klinker von Deppe Backstein entsteht ein leichter Schattenwurf auf der Fassade, der die Plastizität der Baukörper zusätzlich erhöht.
Durch die aus der Flucht heraustretenden Klinker von Deppe Backstein entsteht ein leichter Schattenwurf auf der Fassade, der die Plastizität der Baukörper zusätzlich erhöht.

 

Im Kopfbau sind die neue Mensa mit 96 Plätzen und Zubereitungsküche, Sanitärräume, der Musikraum, der auch als Bühne nutzbar ist, und im Obergeschoss der Jahrgangsbereich mit drei allgemeinen Unterrichtsräumen und zugeordneten Gruppenräumen untergebraucht. Im Aufenthaltsbereich des Obergeschosses – dem Marktplatz – befindet sich eine Lerninsel, die sowohl für Gruppenarbeit als auch Pausen genutzt wird. Der Langbau nimmt einen Bewegungsraum auf. In der Fuge zwischen den beiden Baukörpern situiert sich der neue zentrale Haupteingang für alle. Der bestehende Verwaltungsbereich wurde so umstrukturiert, dass Sekretariat und Bibliothek am neuen Durchgang positioniert wurden. Die ehemalige Küche wurde zu einem Teamraum mit zwölf Arbeitsplätzen umfunktioniert.

Alle vier Jahre prämiert der Bund deutscher Architekten in Bremen herausragende Bauten. 2018 erhielt die Schule An der Gete bei dem renommierten BDA-Preis eine Anerkennung. Zu den weiteren ausgezeichneten Objekten gehört der Neubau der Bremer Landesbank nach dem Architekturentwurf von Caruso St. John Architects mit einer plastischen Fassade, die ebenfalls mit einem Klinker von Deppe Backstein gestaltet worden ist.

Deppe Backstein-Keramik GmbH, www.deppe-backstein.de

Fotos: Olaf Rekort


Ein charakteristisches Element des Forschungsgebäudes ist sein Dach. Es verwandelt sich mit einem eleganten Schwung von einer Wand- in eine Dachfläche. Bildquelle: CGI Henn

Hochbau

Am Abend schmeicheln an der Dachkante montierte Linealuce Mini-Leuchten von iGuzzini der Aluminiumstruktur des freistehenden Erweiterungsbaus mit einem dezenten Glanz. Der Neubau wirkt dann wie in Sarment und Seide gewandet. Der Wallgrazing-Effekt der Leuchten hebt die Plastizität der Aluminiumstruktur ausdrucksstark hervor. Bildquelle: Roland Halbe

Beleuchtung

Kürzbar auf die gewünschte Stauhöhe: das SitaEasy Anstauelement.

Dach

Live-Talk Studio X von Xella startet am 21. April um 14 Uhr

Unternehmen

Von den Büros aus, die dem Atrium zugewandt sind, hat man einen guten Blick ins Foyer. Bildquelle: Hoba

Innenausbau

Fineo eignet sich für den Einsatz in historischen Gebäuden. Durch einen Glastausch können die originalen Profile und Rahmen erhalten bleiben, bei gleichzeitig optimierter Energiebilanz. Im Bild: Fineo in den historischen Fenstern des Klosters im niederländischen Beuningen. Foto: Fineoglass

Fassade

Digitale Planungsmethoden sind für Architekten und Planer bereits Standard. Foto: Geberit

Fachartikel

Laut Hersteller Cobiax die „Mondlandung für zeitgemäßes Bauen“: Mit dem CLS-Hohlkörpersystem soll die Errichtung nachhaltiger Bauwerke deutlich vereinfacht werden. Grafik: Cobiax, Wiesbaden

Hochbau

Lars Krückeberg von GRAFT

Menschen

Die funktionsgetrennte KS-Bauweise am Beispiel eines einschaligen Mauerwerks mit einem WDVS. Die grauen KS-Wärmedämmsteine am Wandfußpunkt sorgen für die dauerhafte Minimierung von Wärmebrücken. Bild: Thomas Popinger | KS-ORIGINAL

Premium-Advertorial

Deutsche Großstädte kommen mit dem Wohnungsbau kaum hinterher. Bauen mit vorgefertigten Elementen kann, wie hier in Berlin, Abhilfe schaffen. Foto: eyetronic – stock.adobe.com

Fachzeitschriften

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