14
Fr, Jun

Anzeige AZ-Artikel-728x250 R8

Deichhäuser in der Bremer Überseestadt vom Berliner Architektenbüro Springer

Fassade

 

Mehr als 100 Jahre schlug das Herz von Bremens Wirtschaft im Überseehafen. Doch die wachsenden Anforderungen an die Stückgutfracht und die beengten Verhältnisse bereiteten dem Hafenbetrieb in den 1990er-Jahren ein Ende. Seit 2000 entsteht an derselben Stelle die Überseestadt. Ein architektonisches Highlight auf dem neuen Stadtareal sind die Deichhäuser mit ihren geschwungenen Backsteinfassaden. Die Wellenform verdanken sie einem Sonderstein der Ziegelmanufaktur Deppe Backstein, die Form und Farbe genau auf die besonderen Herausforderungen dieser Häuser abgestimmt hat.

Deichhäuser in der Bremer Überseestadt vom Berliner Architektenbüro Springer

Die Überseestadt im Bremer Westen ist eines der größten Hafenrevitalisierungsprojekte in Europa. Auf einer Fläche von rund 40 Hektar und nur zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt wächst ein urbanes Stadtquartier, das durch eine Mischung aus Gewerbe, Hafenwirtschaft, Logistik, Freizeit, Kultur und Wohnen charakterisiert ist. Ein architektonisches Highlight sind die Deichhäuser an der Hafenkante mit ihrer charakteristischen Fassade aus rot-braun-blau-buntem Klinker, die maritimes und urbanes Flair unter einem Dach vereinen. Das Berliner Architektenbüro Springer, das für den Entwurf der hochwertigen Häuser verantwortlich ist, verbindet die typische Bauweise der Hansestadt mit einer zeitgemäßen Ausdruckskraft.

Deichhäuser in der Bremer Überseestadt vom Berliner Architektenbüro Springer

Das Äußere der drei Gebäudekomplexe nimmt Bezug auf die Speicher und Hafengebäude, aber auch auf die früh-moderne Ziegelarchitektur in Bremen. Die sanfte Wellenform der Außenhülle ist eine Referenz an die Weser, auf die die Bewohner der Deichhäuser blicken. Die rhythmisierte und bewegte Fassadenfläche bringt Expressivität und Zurückhaltung zusammen und steht für ein pulsierendes Stadtviertel, das durch seine maritimen Orte wie die Hafenpromenade für einen Ausgleich zum Alltagsstress sorgt.

Gegliedert werden die dezent verspielten Fassaden von weißen Betonlinien auf Balkon- und Fenstersimshöhe. Großflächige Fenster sowie großzügige Balkone und Sonnenterrassen lassen die 118 hochwertigen Wohnungen besonders hell werden und bieten einen weiten Blick über das noch junge Stadtviertel.

Deichhäuser in der Bremer Überseestadt vom Berliner Architektenbüro Springer

Das Raue und Launische der nicht mehr weit von Bremen entfernten See spiegelt auch das wechselhafte Farbspiel der Fassaden aus Backsteinen von Deppe wider. Hellere und dunklere Nuancen der Wechselsortierung aus der Ziegelmanufaktur lassen die Steine verspielt und je nach Lichteinfall immer wieder anders wirken. Ihre beinahe rau anmutende Optik resultiert aus dem Verzicht auf die normalerweise bei diesem Stein zum Einsatz kommenden und Glanz verleihenden Engoben. Das Ergebnis wirkt spröder und griffiger. Zudem wurde sowohl der Kohleanteil als auch der Anteil der Fußseiten in der Wechselsortierung genau auf die Präferenzen des Bauherrn Justus Grosse und des ausführenden ArchitekturBüros kauert & könig abgestimmt. Nicht nur die Farbe der Fassaden ist dem Sonderbrand zu verdanken, sondern auch ihre besondere Form. Genau nach Spezifikation der Architekten angefertigte Formsteine sorgen für die einzigartige, wellenförmige Wölbung der Fassade.

Deppe Backstein setzt seit jeher auf Klasse statt Masse und stellt Formsteine jeglicher Art für die speziellen Bedürfnisse besonderer Architektur her. So hat das Unternehmen unter anderem den Wasserstrich-Backstein mit weißer Schlämmung für das Musikforum Bochum hergestellt und für die Bremer Landesbank einen Sondersortierungsmix aus 65 Formsteinen entwickelt und produziert.

Deppe Backstein-Keramik GmbH, www.deppe-backstein.de

Fotograf: Ulrich Hoppe


Fotograf: David Schreyer

Projekte (d)

Erkennungsmerkmal gelber Deckel: Die neue, prämierte Kiesfang-Generation von Sita. Überraschend funktionelles Design für eine optimierte Ablaufleistung und eine schwerelose Wartung.

Gebäudetechnik

Tamara Goehringer, Leuchtturm: Llorando se fue or Hunting High or Low. Bildquelle: 2023, Tamara Goehringer / Kunstverein Friedrichshafen. Fotograf: Dominik Dresel

Termine

Im Falle des Quartiers „Buchholzer Grün“ in Hannover wurden von insgesamt 70.000 m2 gerade einmal 32.000 m2 bebaut – der Großteil der Gebäude in KS-Bauweise. Die daraus resultierende Lebensdauer der Gebäude von weit über 100 Jahren macht das Quartier nicht nur aus stadtplanerische, sondern auch aus konstruktiv-nachhaltiger Sicht zukunftsfähig. Olaf Mahlstedt / KS-Original

Premium-Advertorial

Die funktionsgetrennte KS-Bauweise am Beispiel eines einschaligen Mauerwerks mit einem WDVS. Die grauen KS-Wärmedämmsteine am Wandfußpunkt sorgen für die dauerhafte Minimierung von Wärmebrücken. Bild: Thomas Popinger | KS-ORIGINAL

Fachartikel

Park Associati und Deltalight haben eine aufsehenerregende Leuchte entwickelt, die jedem Architekturprojekt bei all ihrer Einfachheit Dynamik verleiht. Nebbia vereint intuitives Design und Lichttechnologie in Spitzenqualität. Bildquelle: Delta Light

Beleuchtung

Aufgebrochen und zusammengefügt: Die Wand- und Deckenscheiben des „Floating Wall House“ erzeugen spannungsvolle Beziehungen und schaffen ungewohnte Blickrichtungen. Bildquelle: Sto SE & Co. KGaA

Fassade

Anzeige AZ-Artikel-728x250 R8

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8