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Apr

Deichhäuser in der Bremer Überseestadt vom Berliner Architektenbüro Springer

Fassade

 

Mehr als 100 Jahre schlug das Herz von Bremens Wirtschaft im Überseehafen. Doch die wachsenden Anforderungen an die Stückgutfracht und die beengten Verhältnisse bereiteten dem Hafenbetrieb in den 1990er-Jahren ein Ende. Seit 2000 entsteht an derselben Stelle die Überseestadt. Ein architektonisches Highlight auf dem neuen Stadtareal sind die Deichhäuser mit ihren geschwungenen Backsteinfassaden. Die Wellenform verdanken sie einem Sonderstein der Ziegelmanufaktur Deppe Backstein, die Form und Farbe genau auf die besonderen Herausforderungen dieser Häuser abgestimmt hat.

Deichhäuser in der Bremer Überseestadt vom Berliner Architektenbüro Springer

Die Überseestadt im Bremer Westen ist eines der größten Hafenrevitalisierungsprojekte in Europa. Auf einer Fläche von rund 40 Hektar und nur zwei Kilometer vom Stadtzentrum entfernt wächst ein urbanes Stadtquartier, das durch eine Mischung aus Gewerbe, Hafenwirtschaft, Logistik, Freizeit, Kultur und Wohnen charakterisiert ist. Ein architektonisches Highlight sind die Deichhäuser an der Hafenkante mit ihrer charakteristischen Fassade aus rot-braun-blau-buntem Klinker, die maritimes und urbanes Flair unter einem Dach vereinen. Das Berliner Architektenbüro Springer, das für den Entwurf der hochwertigen Häuser verantwortlich ist, verbindet die typische Bauweise der Hansestadt mit einer zeitgemäßen Ausdruckskraft.

Deichhäuser in der Bremer Überseestadt vom Berliner Architektenbüro Springer

Das Äußere der drei Gebäudekomplexe nimmt Bezug auf die Speicher und Hafengebäude, aber auch auf die früh-moderne Ziegelarchitektur in Bremen. Die sanfte Wellenform der Außenhülle ist eine Referenz an die Weser, auf die die Bewohner der Deichhäuser blicken. Die rhythmisierte und bewegte Fassadenfläche bringt Expressivität und Zurückhaltung zusammen und steht für ein pulsierendes Stadtviertel, das durch seine maritimen Orte wie die Hafenpromenade für einen Ausgleich zum Alltagsstress sorgt.

Gegliedert werden die dezent verspielten Fassaden von weißen Betonlinien auf Balkon- und Fenstersimshöhe. Großflächige Fenster sowie großzügige Balkone und Sonnenterrassen lassen die 118 hochwertigen Wohnungen besonders hell werden und bieten einen weiten Blick über das noch junge Stadtviertel.

Deichhäuser in der Bremer Überseestadt vom Berliner Architektenbüro Springer

Das Raue und Launische der nicht mehr weit von Bremen entfernten See spiegelt auch das wechselhafte Farbspiel der Fassaden aus Backsteinen von Deppe wider. Hellere und dunklere Nuancen der Wechselsortierung aus der Ziegelmanufaktur lassen die Steine verspielt und je nach Lichteinfall immer wieder anders wirken. Ihre beinahe rau anmutende Optik resultiert aus dem Verzicht auf die normalerweise bei diesem Stein zum Einsatz kommenden und Glanz verleihenden Engoben. Das Ergebnis wirkt spröder und griffiger. Zudem wurde sowohl der Kohleanteil als auch der Anteil der Fußseiten in der Wechselsortierung genau auf die Präferenzen des Bauherrn Justus Grosse und des ausführenden ArchitekturBüros kauert & könig abgestimmt. Nicht nur die Farbe der Fassaden ist dem Sonderbrand zu verdanken, sondern auch ihre besondere Form. Genau nach Spezifikation der Architekten angefertigte Formsteine sorgen für die einzigartige, wellenförmige Wölbung der Fassade.

Deppe Backstein setzt seit jeher auf Klasse statt Masse und stellt Formsteine jeglicher Art für die speziellen Bedürfnisse besonderer Architektur her. So hat das Unternehmen unter anderem den Wasserstrich-Backstein mit weißer Schlämmung für das Musikforum Bochum hergestellt und für die Bremer Landesbank einen Sondersortierungsmix aus 65 Formsteinen entwickelt und produziert.

Deppe Backstein-Keramik GmbH, www.deppe-backstein.de

Fotograf: Ulrich Hoppe


Ein charakteristisches Element des Forschungsgebäudes ist sein Dach. Es verwandelt sich mit einem eleganten Schwung von einer Wand- in eine Dachfläche. Bildquelle: CGI Henn

Hochbau

Am Abend schmeicheln an der Dachkante montierte Linealuce Mini-Leuchten von iGuzzini der Aluminiumstruktur des freistehenden Erweiterungsbaus mit einem dezenten Glanz. Der Neubau wirkt dann wie in Sarment und Seide gewandet. Der Wallgrazing-Effekt der Leuchten hebt die Plastizität der Aluminiumstruktur ausdrucksstark hervor. Bildquelle: Roland Halbe

Beleuchtung

Kürzbar auf die gewünschte Stauhöhe: das SitaEasy Anstauelement.

Dach

Live-Talk Studio X von Xella startet am 21. April um 14 Uhr

Unternehmen

Von den Büros aus, die dem Atrium zugewandt sind, hat man einen guten Blick ins Foyer. Bildquelle: Hoba

Innenausbau

Fineo eignet sich für den Einsatz in historischen Gebäuden. Durch einen Glastausch können die originalen Profile und Rahmen erhalten bleiben, bei gleichzeitig optimierter Energiebilanz. Im Bild: Fineo in den historischen Fenstern des Klosters im niederländischen Beuningen. Foto: Fineoglass

Fassade

Digitale Planungsmethoden sind für Architekten und Planer bereits Standard. Foto: Geberit

Fachartikel

Laut Hersteller Cobiax die „Mondlandung für zeitgemäßes Bauen“: Mit dem CLS-Hohlkörpersystem soll die Errichtung nachhaltiger Bauwerke deutlich vereinfacht werden. Grafik: Cobiax, Wiesbaden

Hochbau

Lars Krückeberg von GRAFT

Menschen

Die funktionsgetrennte KS-Bauweise am Beispiel eines einschaligen Mauerwerks mit einem WDVS. Die grauen KS-Wärmedämmsteine am Wandfußpunkt sorgen für die dauerhafte Minimierung von Wärmebrücken. Bild: Thomas Popinger | KS-ORIGINAL

Premium-Advertorial

Deutsche Großstädte kommen mit dem Wohnungsbau kaum hinterher. Bauen mit vorgefertigten Elementen kann, wie hier in Berlin, Abhilfe schaffen. Foto: eyetronic – stock.adobe.com

Fachzeitschriften

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