In der griechischen Stadt Tolo, eingebettet in die Hügel des Peloponnes, liegt mit Blick auf den Argolischen Golf die Villa NafplioBlu. Das Gebäude ist privater Sommersitz der Bauherren und zugleich ein mietbares Luxus-Ferienhaus. Die Athener Architektin Katerina Valsamaki legte bei ihrem architektonischen Gestaltungskonzept Wert auf eine behutsame Integration des Gebäudes in die Natur und einen "offenen Dialog" mit dem Küstenpanorama.
Das Schiebesystem besteht aus vier Elementen mit jeweils eigener Schienenführung. Hierdurch entstehen variable Öffnungsvarianten, die eine Anpassung an Wind und Wetter ermöglichen. Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos
Interview mit Katerina Valsamaki, Katerina Valsamaki Architects, Athen
Redaktion: Welche Merkmale in der Architektur der Villa NafplioBlu in Tolo tragen die individuelle Handschrift Ihres Büros?
Katerina Valsamaki: Die folgenden Aspekte sind charakteristisch für unsere Entwürfe und unseren Baustil:
- die angemessene Platzierung des Gebäudes in der Landschaft
- die Einfachheit der Formensprache
- die Vereinigung von Innen- und Außenraum
- die strategisch gesetzten Lichtöffnungen, die den umliegenden Naturraum für den Bewohner in vollem Umfang erlebbar machen
- eine Materialauswahl, die der Reduziertheit und dem Purismus der Architektur zuträglich ist und zugleich wartungsarm und pflegeleicht ist.
Dazu gehören bei diesem Objekt lokal vorkommende Natursteine, heller Putz und Aluminium Fenster- und Türsysteme.
Panoramablick auf die Bucht von Tolo und den Argolischen Golf: Die Architektur der Villa NafplioBlu ist vollständig auf die natürlichen und topografischen Vorzüge des spektakulär gelegenen Baugrundstücks ausgerichtet. Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos
Redaktion: Welche Rolle spielen die verglasten Fenster-, Tür- und Schiebetürsysteme von Schüco bei dem Konzept für die Villa NafplioBlu?
Katerina Valsamaki: Große Lichtöffnungen ermöglichen es, wesentliche Besonderheiten der umliegenden Landschaft hervorzuheben. Raumhohe, bewegliche Schiebesysteme gehen da noch einen Schritt weiter, indem sie Innen und Außen verschmelzen lassen und durch ihre Transparenz selbst im geschlossenen Zustand die Raumwahrnehmung durch die Blickweite intensivieren.
Auch die Verglasungen im Bauherren-Schlafzimmer (EG) sind auf Landschaftserlebnisse ausgerichtet: bandförmige Festverglasung Schüco AWS 70 BS.HI (links) und zweiteiliges Schiebesystem Schüco ASS 50. Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos
Redaktion: Welche technischen Aspekte sprechen für die Wahl der Systeme?
Katerina Valsamaki: Die hochwertigen aktuellen Fenstersysteme aus Aluminium zeichnen sich durch ihre schlanken, eleganten und fast unsichtbaren Rahmenprofile aus - und das bei extrem großen Glasmaßen und großen überbrückbaren Spannweiten. Das schafft Gestaltungsfreiheiten und Flexibilität für unsere Architektur. Zugleich werden alle technischen Anforderungen individuell konfigurierbar und abgestuft erfüllt - ob Wärmedämmung, Sicherheit oder Bedienungskomfort und Automatisierung. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die nachhaltige Wartungsfreiheit. Für küstennahe Gebäude gibt es aufgrund der erhöhten Wind-, Sonnen- und Korrosionsbelastungen keine bessere Wahl als hochwertige Systeme mit Aluminium-Rahmenkonstruktionen.
Die Führungsschienen für das System Schüco ASS 50 sind unten bodenversenkt und oben bündig mit der abgehängten Decke ausgeführt. Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos
Redaktion: Ein Schwerpunkt Ihres Büros liegt im Bau von privaten Luxus-Domizilen. Welche Aspekte sind Ihren anspruchsvollen Kunden besonders wichtig?
Katerina Valsamaki: Qualität und Nachhaltigkeit sind im Design ebenso wie unter konstruktiven Aspekten übergreifend von Bedeutung. Bei Design und Raumaufteilung werden große offene Räume bevorzugt, die ineinander fließen und flexible Nutzungen ermöglichen. Klare Linien und praktische, widerstandsfähige, wartungsfreie Materialien gehören dazu. Große Fenster- und Türöffnungen stehen ebenfalls ganz oben im Anforderungskatalog der Bauherren. Zudem soll sich das Gebäude möglichst optimal in die umliegende Landschaft integrieren und gestalterisch wie materiell den Dialog mit ihr suchen.
Die moderne Gebäudetechnik ist auf breiter Ebene auch beim Bau von hochwertigen Privatimmobilien angekommen. Smart Home Bedienungs-, Sicherheits- und Überwachungssysteme sind ebenso gefragt wie alle baulichen und technischen Maßnahmen, die zur erhöhten Energieeffizienz beitragen. Diese vielfältigen Aspekte gilt es heute möglichst smart und unsichtbar zu integrieren und konzeptionell wie gestalterisch miteinander zu vernetzen.
Für eine maximale Blicköffnung von ca. 9,00 m Breite können alle vier Elemente außerhalb des Blickfeldes von Wohn- und Essbereich hintereinander 'geparkt' werden. Bild: Schüco International KG // Konstantinos Thomopoulos