21
Mai

Vakuum-Isolierglas als nachhaltiges Fensterglas

Fassade

 

Nachhaltige Baumaterialien werden für die Bewältigung des Klimawandels zu einem Schlüsselfaktor – der Gebäudesektor hat hohen Nachholbedarf. Oft wird vergessen, dass eine gute Dämmung allein noch nicht umweltfreundlich ist. Schwere Fassaden und dick gedämmte Wände isolieren zwar gut, die Fülle der notwendigen Materialien verbrauchen aber eine erhebliche Menge Rohstoffe und erzeugen in der Produktion und der Entsorgung viel CO2. Für die Zukunft maßgeblich sind einfache und zerlegbare Produkte, die Ressourcen schonen und Materialkreisläufe ermöglichen. Das Vakuum-Isolierglas „Fineo“ ermöglicht diesen Weg konsequent. Schon als 6 Millimeter dünne Verglasungseinheit dämmt es so gut wie ein rund 40 Millimeter dickes Dreifach-Wärmedämmglas, im Isolierglasaufbau als „Fineo Hybrid“ übertrifft es dessen Leistung sogar. Zudem ist das Produkt zu 100 Prozent recycelbar, kreislauffähig und verwendet als Basis das nach Cradle to Cradle zertifizierte Floatglas „Clearlite“ der Konzernmutter AGC Glass Europe.

Vakuumglas für Fassaden und Fenster

Mit dem Vakuumglas Fineo lassen sich leichte und dennoch effektive Fassaden und Fenster aufbauen, denn es besteht lediglich aus zwei mindestens drei Millimeter dicken umweltzertifizierten Scheiben, die in einem wenige Millimeter schmalen Randbereich dauerhaft miteinander verschmolzen sind. Die Scheiben versiegeln eine 0,1 Millimeter dünne Vakuumschicht und eine hochwertige Low-E-Beschichtung. Weil es keine Dichtung und keine Evakuierungsöffnung gibt, bleiben die exzellenten technischen Werte dauerhaft konstant, auch Konvektionsverluste bei Schrägeinbau gibt es nicht. Vom schmalen Aufbau profitieren viele weitere Werte, die für hohen Wohnkomfort sehr wichtig sind: Es lässt 20 Prozent mehr sichtbares Tageslicht in den Raum als durchschnittliches Dreifach-Isolierglas und erzielt höhere solare Energiegewinne, die im Winter den Heizbedarf zusätzlich senken. Zudem ist es farbneutraler in der Durchsicht und verbessert den Schallschutz um durchschnittlich 3 Dezibel.

architekturglas glas fineo 02

Nachhaltig für Sanierung, Renovierung oder Neubau

Als monolithische Verglasung, die ästhetisch kaum von einem Einfachglas zu unterscheiden ist, verschafft Fineo historischen Gebäuden eine zeitgemäße Energiebilanz und erhält die historische Ästhetik. Dazu ist nur das alte Einfachglas auszuglasen und durch eine dünne Fineo Verglasung zu ersetzen, gut erhaltene oder professionell aufgearbeitete Holz-Flügel und -Rahmen können weiter genutzt werden – ein wichtiger Nachhaltigkeitsaspekt. Veraltete Zweifach-Isoliergläser lassen sich unkompliziert gegen „Fineo Hybrid“ austauschen. Dieses ist ein montagefertiges Isolierglas mit Vakuum-Technologie, das die Heizwärme mit bis zu 0,4 W/(m2K) besser dämmt als modernes Dreifachglas. Nach einem Aufmaß-Termin beträgt der Zeitaufwand für den Glastausch nur wenige Minuten pro Fenster und – ökologischer und praktischer Vorteil - die gut erhaltenen Fensterrahmen können weiter genutzt werden. Der somit besonders nachhaltige Tausch verursacht keinerlei Verschmutzungen oder Folgearbeiten an der Fassade und kann in allen herkömmlichen Fensterprofilen vorgenommen werden.

Auch für Neubauten ist Fineo laut Unternehmensangaben eine energetisch sinnvolle, Ressourcen schonende und Material sparende Lösung. Derzeit entstehen in Kooperation mit Fenster- und Profilherstellern (z.B. Schüco und Deceuninck) Lösungen für den Neubau, die speziell auf das nachhaltige Fineo abgestimmt sind. Das Ziel ist, komplett umweltzertifizierte, dünne und leichte Fassaden und Fenster für den Neubau zu entwickeln, die erhebliche Material- und Gewichtsvorteile bieten – das spart Ressourcen und schon Umwelt und Geldbeutel gleichermaßen.

www.fineoglass.eu


Um den Baukörper zu gliedern, entschieden sich die Architekten für eine versetzte Anordnung der beiden Hallen. Diese erheben sich oberhalb eines Sockelbandes aus Beton und lassen aufgrund ihrer versetzten Anordnung zwei geschützte Freibereiche entstehen: den Eingangshof und den Vereinshof mit integrierter Sportgaststätte. Foto: Marcus Ebener

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Bildquelle: kokliang1981– stock.adobe.com

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