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Fr, Mär

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Hohlfalzziegel für Lagergebäude

Dach
Koramic Hohlfalzziegel

Eine nicht alltägliche Dachkonstruktion wurde für mehrere Gebäude innerhalb der Abtei Brauweiler bei Köln realisiert. Die einstigen Ställe mit Heuböden gehören zum alten Gutshof der Abtei und wurden 2009 zu Lagerräumen für Kunstgegenstände umgebaut. Die Stiftung Kunstfond Nordrhein-Westfalen pflegt und bewahrt Nachlässe von Künstlern der Region. Diese Kunstgegenstände sollten in den neuen Lagerräumen konservatorisch fachgerecht gelagert werden. Hierfür galt es, mit geringem Aufwand Räume zu schaffen, die im Sommer nicht zu warm und im Winter nicht zu kalt werden, also mit einem möglichst gleichmäßigen Klima aufwarten können. Eingedeckt wurde das Gebäudeensemble mit dem im Denkmalschutz häufig verwendeten grau gedämpften Hohlfalzziegel »JD 16« von Koramic. Denkmalgeschützt ist zwar nur die Außenmauer der Gebäude, die so genannte Immunitätsmauer, dennoch wurde die Dachdeckung im Sinne des Denkmalschutzes realisiert, um eine gestalterische Einheit zu schaffen.

Die U-förmig angeordneten Wirtschaftsgebäude entstanden einst in mehreren Bauabschnitten und sind zwischen 60 und 100 Jahren alt. Entsprechend vielfältig sind auch die vorgefundenen Dachtragwerke, ihre Geometrien und ihr Zustand. Nach eingehender Prüfung der Bausubstanz entschieden die beteiligten Fachleute, die Dachlandschaft zu vereinheitlichen und zu ertüchtigen, indem man alle Dachtragwerke mit einem 8 x 10 Zentimeter großen Holz aufdoppelte. Die massive Aufdoppelung bietet mehrere Vorteile: Die zentrale Idee ist der sommerliche Wärmeschutz. Eine 10 Zentimeterhohe Hinterlüftung der von der Denkmalpflege gewünschten dunklen Ziegel lässt eine bedeutend bessere Wärmeabfuhr der im Sommer aufgeheizten Dachdeckung erwarten. Darüber hinaus überbrückt und vergleichmäßigt die massive Aufdopplung Unebenheiten in der historischen Dachlandschaft. Mit Hilfe der überstehenden Aufdoppelungen wurden außerdem in einigen Bereichen der Gebäude Dachüberstande realisiert, die es zuvor nicht gab. Die massive Aufdoppelung hat die alten Dächer quasi modernisiert und nützliche wie zeitgemäße Detaillierungen ermöglicht. 

Ortgänge, Grate und Firste wurden nach altem Vorbild mit Zink ausgeführt. Um die extrem großen Lüftungsquerschnitte auch am First zu realisieren, entwickelte die Anwendungstechnik von Koramic zusammen mit den Dachdeckern einen speziellen First aus Holz. Dieser große First sichert nach Abzug der Querschnittseinengung durch die Lüftungsgitter zu beiden Seiten beeindruckende 400 Quadratzentimeter Lüftungsquerschnitt pro laufenden Meter. Dabei gelang es, die Dachdeckung aus gedämpften Hohlfalzziegeln so in die Firstlüftung zu integrieren, dass die beachtliche Firstdimension von Außen kaum erkennbar ist.

Koramic Wienerberger AG, www.koramic.de

Bauherr: Landschaftsverband Rheinland, www.lvr.de 
Bauphysik: knp.bauphysik, Köln, www.knp-bauphysik.de
Dachdecker: Dachtechnik Auer, www.dachtechnik-auer.de

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