08
Di, Sep

Anzeige AZ-Artikel-728x250 R8

Dächer aus Lichtplatten

Dach
'

Wie man Gemeinschaft und Individualität der Generation »60 plus« ideal miteinander verbinden kann, zeigt der Neubau eines barrierefreien Mehrfamilienkomplexes im niederrheinischen Wesel. Insgesamt vier Baukörper mit jeweils drei Vollgeschossen umfasst der erste Bauabschnitt dieser Neubaumaßnahme des Allgemeinen Spar- und Bauvereins Wesel eG.

Fred-Jürgen Störmer aus Wesel zeichnet sich für den Entwurf, die Planung und in Arbeitsgemeinschaft mit dem Ingenieurbüro Rudolph, Wesel, auch für die Bauleitung dieses Objektes verantwortlich. Die vier längsseitig parallel angeordneten Quader bieten Raum für insgesamt 45 Wohneinheiten.

Betonfertigelemente ermöglichten eine zügige Rohbauerstellung. An drei Seiten der Gebäude bildet eine regionaltypische Klinkerfassade den äußeren gestalterischen Abschluss. Flachdächer als Warmdachkonstruktion unterstützen den kubischen Charakter der einzelnen Bauwerke. Jeweils zwei Baukörper sind mit ihrer längseitigen Erschließung einander zugewandt. Als Erschließungssystem wählte Strömer den bewährten Laubengang. »Viele der Bewohner haben vorher in einem eigenen Haus gelebt«, erläutert der Architekt sein Konzept. »Mit den Laubengängen und den Haustüren bleibt ihnen das Erlebnis, durch ihre eigene Haustür in ihre Wohnung zu gehen auch weiterhin erhalten.« Auch sollte eine klassische Erschließung über ein traditionelles Treppenhaus den sehr geometrischen Entwurf nicht durchbrechen. 

Durch die besondere Anordnung der vier Gebäude entstanden so je zwei Einheiten mit zentraler Treppe und Aufzug. Optisch wird diese Einheit zusätzlich durch die Holzfassaden der Laubenganglängsseiten unterstrichen. Mit den Erschließungsbereichen zwischen den Baukörpern konnte zugleich ein Begegnungs- und Kommunikationsraum geschaffen werden. Dennoch zählt er zum Außengelände des Ensembles, was auch aus brandschutztechnischen Gründen von Bedeutung ist.

Die beiden die Erschließungszone überspannenden »Lichtdächer«  mit einer Tonnengewölbe-Konstruktion aus Metall ermöglichen eine Begegnung unter freiem Himmel ohne der Witterung ausgesetzt zu sein. Die 10,33 Meter langen Lichtplatten »Rhenoplast« der Mannheimer FDT Flachdachtechnologie überspannen den Erschließungsbereich komplett. Sie beginnen und münden auf den jeweiligen Flachdächern der beiden Baukörper, über die sie auch das anfallende Regenwasser abführen.

Die »Rhenoplast« Lichtplatten verfügen über eine Lichtdurchlässigkeit von circa 85 Prozent bei dauerhaft hoher Transparenz. Zugleich sind sie besonders schlagzäh und natürlich hagelschlaggetestet. Auch hinsichtlich der chemischen Beanspruchung und Verwitterung sind die Lichtplatten nach Unternehmensangaben sehr widerstandsfähig. Dies drückt sich in der dauerhaften Korrosionssicherheit und Verwitterungsfestigkeit aus. Nach DIN 4102 gehören die Lichtplatten zur Baustoffklasse B1 schwer entflammbar. Außerdem besitzen sie das so genannte positive Brandverhalten: d. h. die Lichtplatten brennen nicht in eigener Flamme und tragen somit den Brandherd nicht weiter. Weiterhin findet kein brennendes Abtropfen statt.

Passgenaue Standardprofile ermöglichen eine Verlegung in Kombination mit herkömmlichen Bedachungsmaterialien wie zum Beispiel Faserzementwellplatten oder anderen großformatigen Wellbedachungsstoffen. Ein umfangreiches Sortiment an Trapezprofilen in den gängigen Industriemaßen ermöglicht die Kombination mit Stahl- oder Aluminiumtrapezprofilen. Darüber hinaus können »Rhenoplast« Lichtplatten auch ganz individuell gefertigt werden. Ergänzt wird das Programm durch die spezielle stark lichtstreuende Ausführung »Rhenoplast« LS und eine besondere Oberflächenvergütung bei kritischen Beanspruchungen und Anforderungen: »Rhenoplast« OV.
'
'

In Wesel wurden  Lichtplatten im Profil 177/51 P 6 mit sechs Wellen in 1,2 mm Dicke verarbeitet. Sowohl die Erstellung als auch die Montage der Tragkonstruktion sowie der Lichtplatten wurde durch die Firma Stahlcom, Wesel, ausgeführt. Bei der Fixierung der Lichtplatten berücksichtigten die Fachhandwerker zudem die zu erwartende Windsogwirkung.

Bauherr: Allgemeiner Spar- und Bauverein Wesel eG
Planer: Fred-Jürgen Störmer, Wesel
Verarbeiter: Stahlcom GmbH, Wesel

FDT FlachdachTechnologie GmbH & Co. KG, www.fdt.de

Das Velux Flachdach-Fenster Glas-Kuppel ist in acht Größen von 60 × 60 bis 120 × 120 Zentimetern erhältlich. Foto: Velux

Dach

Bildrechte: wirestock | envato.com

Baurecht

Vom innovativen Konzept zum Pitch: Zehn Teams aus Studierenden des Studiengangs Innenarchitektur der TH OWL durften ihre Arbeiten zur Lichtgestaltung im Universitätsklinikum Münster einer interdisziplinären Jury präsentieren. Foto: Universitätsklinikum Münster

Beleuchtung

Mit dem neuen Forschungsbau „Der Simulierte Mensch“ in Berlin hat Telluride Architektur ein Gebäude geschaffen, das zukunftsweisende Maßstäbe setzt. Foto: Werner Huthmacher

Projekte (d)

Erfolg ist bei Sita immer Teamleistung: In den letzten 50 Jahren wuchs das Unternehmen auf 127 Mitarbeiter/innen. Bild: Sita Bauelemente GmbH

Unternehmen

Velux Rollladen Neue Generation 2026 Außenansicht auf Ziegeldach

Dach

SPY II 39 als Pendelleuchten-Ensemble über dem Esstisch: Warme Metalltöne und Schwarz setzen im Hospitality-Interieur präzise Akzente, während zusätzliche Strahler entlang der Glasflächen den Übergang zum Außenraum betonen. Foto: Deltalight

Beleuchtung

Geschäftsführer Thomas Kleinegees mit dem TOP 100-Innovator-Preis 2026

Unternehmen

Anzeige AZ-Artikel-728x250 R8

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8