18
Jan

Neue Fenster nach historischen Vorbildern

Fassade

Mit schmalen Rahmen- und Flügelbreiten gleicht das Holzfenster »HDF 68 Stil« optisch den historischen Vorbildern. Zusätzliche Zierelemente unterstützen das originalgetreue Aussehen

Das Görres-Gymnasium ist das älteste Gymnasium in Koblenz, es wurde 1582 als Jesuitenschule gegründet. Heute wird es von über 600 Schülerinnen und Schülern besucht, die von 50 Lehrkräften unterrichtet werden. Das Schulgebäude, in dem das altsprachliche Gymnasium untergebracht ist, stammt aus dem Jahr 1894 und wurde im 20. Jahrhundert durch zwei Um- und Neubauten erweitert.

Die bauliche Sanierung des alten Schulgebäudes wurde notwendig, weil dessen Dach und Fenster zum Schutz der Bausubstanz dringend erneuert werden mussten. Bei der Sanierung solch historischer Gebäude ist Sorgfalt nötig, damit der ursprüngliche Charakter nicht verloren geht. Deshalb wurden auch die Fenster in enger Abstimmung mit der Denkmalbehörde ausgetauscht. Diese nahm die Gestaltung der ältesten Fenster, die an der Rückseite des Schulgebäudes noch erhalten waren, als Maßstab für die Neuanfertigungen. Verantwortlich für die Sanierung und Instandhaltung der öffentlichen Schulen ist die Koblenzer Wohnbau GmbH. Sie beauftragte die Tischlerei Jüchsen, die sich auf Schulsanierung spezialisiert hat.

Das 1894 errichtete Gebäude des Görres-Gymnasiums in Koblenz wurde umfassend saniert. Die neuen Fenster sind nach den historischen Vorbildern gefertigt und erhalten so den ursprünglichen Charakter

Mit schmalen Rahmen- und Flügelbreiten gleicht das Holzfenster »HDF 68 Stil« optisch den historischen Vorbildern. Zusätzliche Zierelemente unterstützen das originalgetreue Aussehen
Die neuen Fenster sorgen für ein angenehmeres Raumklima ohne Zugluft, eine günstigere Energiebilanz und für insgesamt bessere Lernbedingungen. Ausgestattet mit Verbundsicherheitsglas und Drehsperren bieten sie besten Schutz

Insgesamt 160 Fenster des Gebäudes mussten möglichst originalgetreu ersetzt werden. Die Wahl fiel auf das Denkmalfenster »HDF 68 Stil« von Kneer-Südfenster, das den Vorstellungen des Architekten und des Denkmalamts entgegenkam. Mit schmalen Rahmen- und Flügelbreiten gleicht das Holzfenster optisch den historischen Vorbildern. Zusätzliche Zierelemente ermöglichen eine variable optische Wirkung: von unterschiedlich profilierten Wetterschenkeln über profilierte Wasserschenkel für den Riegel bis hin zu klassisch gestalteten Schlagleisten für den Fensterflügel. Dazu kommen Zier-Kapitelle, zum Beispiel in Pyramidenform, die als oberer oder unterer Abschluss der Schlagleiste am Fenster angebracht werden.

Für das Görres-Gymnasium wurde das Denkmalfenster »HDF 68 Stil« aus Eichenholz in der Farbe Weiß nach den Plänen des Architekten angefertigt, nachdem sie vom Denkmalamt begutachtet und nach dessen genauen Vorgaben modifiziert worden waren. Die Fenster sind mit Rund- bzw. Segmentbogen, angesetzten Ecken, Zierprofilen am Rahmenunterstück und Kämpfer, senkrechten Zierleisten mit Kapitellen unten und oben sowie Sprossen ausgestattet. Eine extreme Bauhöhe von bis zu 3,50 Meter stellte besonders hohe Anforderungen an Transport und Montage.

Die hohen Fenster mit Sprossen und Rundbogen prägen den Raumeindruck im Schulgebäude

Für einen ganz besonderen Raumeindruck in der Aula sorgen drei 4,00 x 0,80 Meter große Bleiglas-Scheiben. Die vorhandenen Glasscheiben wurden von der Tischlerei Jüchsen aufgearbeitet, die kaputten Gläser ersetzt und in die neuen, von Kneer-Südfenster erstellten Rahmen, eingesetzt. Auf diese Weise konnten die Original-Fenster in ihren bunten Farben erhalten werden – und der durch sie geschaffene einmalige Raumeindruck.

Der Fenstertausch wurde in drei Bauabschnitten durchgeführt und ging während des normalen Schulbetriebs vonstatten. Die neuen Bauelemente sorgen für ein angenehmeres Raumklima ohne Zugluft und eine günstigere Energiebilanz. Auch in punkto Sicherheitstechnik sind die bis zu 3,50 Meter hohen Fenster vorbildlich, da sie mit Verbundsicherheitsglas und Drehsperren Schutz für die Schüler bieten.

Kneer GmbH, www.kneer-suedfenster.de

 


Anzeige AZ-GC1-728x250 GAS

Das Einfamilienhaus "Woodiy" kann mit dem Bausystem SimpliciDIY größtenteils in Eigenleistung gebaut werden. Grafik: Michael Lautwein und Max Salzberger/TH Köln

Projekte (d)

Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit

Fachartikel

Um bei der Umstrukturierung von fossilen auf regenerative Energien ein dauerhaft stabiles Netz zu gewährleisten, muss auch in effiziente Speicher investiert werden. Das Bauwerk von eins und THEE in Chemnitz gilt daher als bedeutender Baustein für die Energiewende. Foto: Simon Wegener

Fassade

An allen vier Seiten der Säulen sind Uplights mit einer von Studio DL entwickelten Spezialabdeckung montiert. Sie sorgt für Blendungsminimierung und lässt etwa 50 Prozent Direktlicht bis weit in das Gewölbe strahlen. Der Rest des Lichts ist diffus. Foto: Dirk-Andre Betz, Kaffee, Milch & Zucker

Beleuchtung

Beispielhafte Räume für die Wissensarbeit der Zukunft. Foto: Nikolay Kazakov

Innenausbau

Selbstreinigend und besonders hell – Planibel Easy Clear. Foto: AGC Interpane

Fassade

Alle wesentlichen technischen Komponenten sind bei Geberit Quattro zu einem geprüften Komplettsystem für Installationsschächte und -wände zusammengeführt. Die komplette Sanitäreinheit wird industriell vorgefertigt just-in-time auf die Baustelle geliefert. Bild: Geberit

Gebäudetechnik

Mit seinem neuen Planer-Chat reagiert Geberit auf veränderte Suchgewohnheiten von Bauingenieuren und Architekten. Hinter dem Chat-Angebot steht u.a. Jürgen Greiner (nicht im Bild), der als Experte aus dem Bereich Sanitärtechnik anstehende Fragen von Planern beantwortet. Foto: Geberit

Fachartikel

GIS Profile lassen sich mit Profilverbindern einfach zu Rahmenkonstruktionen für die Vorwandinstallation zusammenfügen. Foto: Geberit

Fachartikel

Frische Luft im Bad: Das Geberit DuoFresh Modul kann in vielen Unterputzspülkästen nachgerüstet werden und ist kombinierbar mit Betätigungsplatten der Reihe Sigma. Foto: Geberit

Unternehmen

Der Hauptsitz der VACUUMSCHMELZE GmbH & Co. KG in Hanau ist zugleich der bedeutendste Produktionsstandort der VAC mit rund1.500 Mitarbeitern. Foto: VACUUMSCHMELZE

Gebäudetechnik

Anzeige AZ-C1a-300x250 R8

Anzeige AZ-C1b-300x600 R8
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok Ablehnen