19
Aug

Lichte Stationen unter der Stadt

Beleuchtung

Glasbaustein-Fertigelemente bilden die leicht geschwungene Bahnsteighalle am Wilhelm-Leuschner-Platz. Die flächige Hinterleuchtung von Wänden und Decke erfolgt mit den Leuchten »ERFURT«. 

Von den vier Bahnhöfen entlang der neuen City-Tunnel-Linie in Leipzig hat jeder seinen ganz eigenen Charakter. Das Spektrum reicht von gelungener Integration in historische Substanz bis zu einem expressiven Volumen aus Glasbausteinen. Der Leuchtenhersteller Norka ist mit seinen bahngelisteten Produkten in allen vier Stationen umfangreich vertreten und beweist, dass sein Programm die hohen Anforderungen der Bahn unter unterschiedlichsten baulichen Bedingungen erfüllt. Gleichzeitig bot das Norka Portfolio aber auch die passende Vielfalt und Flexibilität, um die gestalterischen Intentionen der Architekten souverän zu bedienen.

Das große Volumen der Haltestelle Markt sollte nicht durch Technikeinbauten gestört werden. Die zylindrischen Leuchten »ORION« wurden deshalb in die Decke und in die Unteransicht der Rolltreppen integriert.

Seit Dezember 2013 profitiert nicht nur der Nahverkehr in Leipzigs Innenstadt von häufigeren und direkteren Verbindungen, sondern auch das Umland ist über kürzere Fahrzeiten besser an die Stadt angebunden. Schlüssel zu der grundlegenden Neuorganisation des öffentlichen Verkehrsnetzes ist der City-Tunnel, eine unterirdische Schienenverbindung von etwa drei Kilometern Länge.

Vier S-Bahn-Stationen – Hauptbahnhof, Markt, Wilhelm-Leuschner-Platz und Bayerischer Bahnhof – liegen entlang der Strecke. Jede von ihnen wurde von einem namhaften Architekturbüro nach funktionalen und ästhetischen Gesichtspunkten entworfen. Schnelle Zugänglichkeit, Helligkeit und Transparenz waren die Leitgedanken, nach denen bei der Planung vorgegangen wurde. Jeder Bahnhof hat ein spezielles, seiner Lage und Funktion entsprechendes Gesicht erhalten.

Zwei der Zugänge zur Station Hauptbahnhof sind als Atrien mit Treppenanlagen und gläsernen Aufzugstürmen ausgeführt. In diesen Abschnitten des Bahnsteigs übernehmen die an Y-Masten montierten Schutzrohrleuchten »ESCHBORN« die Beleuchtung.

Bei aller Individualität zieht sich durch die Lichtplanung für die Bahnhöfe eine Konstante: In allen vier Stationen kommen in großen Stückzahlen Leuchten von Norka zum Einsatz. Der Spezialist für die Beleuchtung unter schwierigen Umgebungsbedingungen hat zahlreiche bahngelistete Leuchtenfamilien in seinem Programm. Diese Produkttypen haben eine strenge Prüfung hinsichtlich elektrischer und mechanischer Sicherheit, Lichttechnik, Wartungsfreundlichkeit und Lebensdauer durch die Bahn bestanden und sind damit für Verkehrsbauten besonders geeignet. Ihr Einsatz in den Stationen des neuen City-Tunnels in Leipzig ist dafür eine überzeugende Referenz.

Bei der Lichtplanung für Bahnhöfe stehen gute Sicht und Orientierung für die Reisenden und das Zugpersonal im Mittelpunkt. Ausreichende Beleuchtungsstärken, hohe Gleichmäßigkeit und zuverlässige Entblendung – dies sind die drei entscheidenden Gütemerkmale. Für alle Parameter liefern Normen diskrete Richtwerte. Sie unter den unterschiedlichsten baulichen Vorgaben zu erfüllen, erfordert neben leistungsfähigen, flexiblen Leuchten auch umfangreiche planerische Kompetenz und Erfahrung. Angesichts der sehr verschiedenen Flächengeometrien, Lichtpunkthöhen und Montageoptionen bei den vier neuen unterirdischen Bahnhöfen in Leipzig begleitete Leuchtenhersteller Norka daher auch sehr intensiv den Planungsprozess.

Die schlanken Feuchtraumleuchten »HAMM« beleuchten den Bahnsteig am Bayerischen Bahnhof. Sie wurden hinter einer Streckmetalldecke rasterförmig quer und längs zum Bahnsteigverlauf angeordnet.

Eine enge Kooperation zwischen Architekten, Elektroplanern und Leuchtenhersteller kennzeichnete die Projektarbeit für die City-Tunnel-Stationen. Im Spannungsfeld zwischen ausformulierten Gestaltungsideen und dem technisch Machbaren konnte so für alle Bahnhöfe die optimale Lösung gefunden werden. Ob die nahtlose Integration des Lichts in die aus Glasbausteinen bestehende Bahnsteighalle am Wilhelm-Leuschner-Platz, ein Lichtraster für die Streckmetalldecken am Bayerischen Bahnhof, die Inszenierung der Sandsteinoberflächen am Hauptbahnhof oder die Vermeidung störender Technikeinbauten im hohen, passagenähnlichen Raum der Station Markt – das Produktprogramm von Norka bot für all diese Aufgaben passende Leuchtentypen, die normgerecht, energieeffizient und zuverlässig die gestellten Aufgaben erfüllen.

Bauherr: Konsortium aus Deutsche Bahn, Land Sachsen, Bundesrepublik, Stadt Leipzig
Projektsteuerung: DEGES Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und bau GmbH, www.deges.de

Architekten
Station Hauptbahnhof: HPP Hentrich Petschnigg & Partner Architekten, www.hpp.com/de
Station Markt: Kellner Schleich Wunderling Architekten + Stadtplaner, www.ksw-architekten.com
Station Wilhelm-Leuschner-Platz: Max Dudler, www.maxdudler.com
Station Bayerischer Bahnhof: Peter Kulka Architektur, www.peterkulka.de

Lichtplanung bis zur Entwurfsphase für die Stationen Markt und Wilhelm-Leuschner-Platz: Licht Kunst Licht AG, www.lichtkunstlicht.com

Norka, www.norka.de


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Fotos: Hackl Hofmann Landschaftsarchitekten

Außenraum

Models begrüßen die Besucher der Designers‘ Open. Foto: Tom Schulze

Menschen

Der Schinkelplatz wurde 1837 von Peter Joseph Lenné entworfen und ist nach dem preußischen Baumeister Karl Friedrich Schinkel benannt. Foto: Marcus Ebener

Fassade

Regionaltechniker Daniel Fecke

Unternehmen

Licht und Akustik spielen harmonisch zusammen. Die akustisch wirksamen Pads von Rossoacoustic setzen mit Farbe und Design Akzente an der Decke und nehmen Einfluss auf die gesamte Raumwirkung. Foto: Nikolaus Grünwald, Gerlingen

Einrichtung

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