06
Jul

Clara und Robert von slapa oberholz pszczulny architekten

Projekte (d)

 

Auf einem Eckgrundstück der ehemaligen Ulanenkaserne im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf steht das Gebäude-Ensemble Clara und Robert von sop architekten, das zwei Neubauten mit dem historischen Saarhaus verbindet.

Die um 1890 errichtete, wilhelminische Kasernenanlage, die zu den größten erhaltenen Kasernements im Rheinland zählt, wurde nach aufwendiger Sanierung und Erweiterung zu neuem Leben erweckt. Im Bereich der alten Sport- und Exerzierhalle, die nicht mehr existiert, befindet sich der Bürokomplex Clara und Robert, der durch den Erhalt des ausdrucksstarken Saarhauses an die Architekturgeschichte des Standortes anknüpft. Die denkmalgeschützte Klinkerfassade wurde in einen der Neubauten integriert und stellt die Verbindung zur ehemaligen Anlage wieder her.

Namens- und Ideengeber für die beiden L-förmigen, miteinander verzahnten Winkelbauten, die über eine vermietbare Fläche von rund 16.800 Quadratmeter verfügen, ist das Komponistenpaar Clara und Robert Schumann, das Mitte des 19. Jahrhunderts in Düsseldorf lebte. So erinnert die mit vertikalen Schlitzen versehene Gebäudehülle aus geschliffenem Natur-Aluminium an alte Musiklochplatten, die um die Jahrhundertwende als Tonträger für mechanische Musik-instrumente eingesetzt wurden. Das matt glänzende Material verleiht der Fassade eine dezente Spiegelung, die wechselnde Lichtverhältnisse aufnimmt und so unzählige, unterschiedliche Stimmungen auf das Gebäude projiziert.

Die weithin sichtbare, gelbe Klinkerfassade des historischen Saarhauses wird von der aus-kragenden Gebäudehülle eines der Neubauten eingerahmt. Eine massive Cortenstahl-Box, die sich an der Farbgebung des alten Klinkers orientiert, erweitert den Altbau kontrastvoll um zwei Etagen und schafft so eine architektonische Beziehung zum neuen Komplex. Die dadurch entstehende Flachdachkonstruktion bietet Platz für attraktive Dachterrassen.

Die Haupteingangsbereiche sind mit einer großzügigen Glasfassade versehen. Alle Fenster-anlagen verfügen über eine außenliegende Sonnenschutzanlage. Beide 7-geschossigen Bürogebäude besitzen eine flexible Grundrissstruktur, die die Integration von unterschiedlich großen Mieteinheiten garantiert. Der Bürobereich ist in allen Etagen variabel aufteilbar und ermöglicht alle erdenklichen Einrichtungsformen, von Einzel- und Gruppenbüros über Kombizonen bis hin zu Open-Space-Flächen. Einige der Konferenz- und Eingangsbereiche wurden darüber hinaus innenarchitektonisch geplant. Die Untergeschosse, die beide Gebäude miteinander verbinden, werden als Technik- und Lagerflächen sowie als Tiefgarage mit rund 300 Stellplätzen genutzt.

Die Außenanlagen werden intensiv begrünt und schaffen Platz für durchgängig gepflasterte Durchlässe und großzügige Vorfahrten. Der alte Baumbestand, der erhalten bleiben konnte, wird in Grüninseln integriert und unterstreicht die Historie des Standorts.

slapa oberholz pszczulny | architekten, www.sop-architekten.de

Projektdaten
Standort Düsseldorf Derendorf
Bauherr die developer Projektentwicklung GmbH
Team Jurek M. Slapa als verantwortlicher Partner, Jürgen Kowald, Daniel Kohlmeyer, Frank Ostrowski, Irene Lening
BGF ca. 19.000 m² o.i.
Fertigstellung Ende 2015
Leistungsphase 1-4, Teilleistung 5, GU-Ausschreibung und künstlerische Oberleitung

Fotos: Clara und Robert © sop architekten, krischerfotografie


Pion gibt es in Kombinationen aus Schwarz, Weiß und goldfarben eloxiert. Foto: Delta Light

Beleuchtung

Dieses Schließsystem lässt sich nicht mit einem 3D-Drucker überlisten.

Gebäudetechnik

Foto: SDE19 / ÉMI Non profit Ltd.

Nachrichten

Büro- und Markenwelt der BSH Hausgeräte GmbH, Entwurf und Planung CSMM. Foto: BSH Hausgeräte GmbH

Unternehmen

Foto: Zürrer Fotografie

Fassade

Foto: sop architekten, Helge Mundt Fotografie

Projekte (d)

Den Bürotrakt trennt eine in warmem hellem Holz gehaltene Rezeption dezent von dem halböffentlichen Showroom, der eine Kombination aus Ausstellungs- und Eventfläche, Co-Working-Bereich und Espresso-Lounge darstellt. Bild: Lukas Palik

Advertorials

Bildnachweis: 4a Architekten

Projekte (d)

Im historischen Kern der badischen Stadt Lahr, idyllisch zwischen Weinbergen und Schwarzwald gelegen, befindet sich ein typisches Beispiel für Industriearchitektur des ausgehenden 19. Jahrhunderts: die vom Architekten Carl Meurer entworfene, im Jahr 1896 erbaute und heute unter Denkmalschutz stehende Tonofenfabrik. Bildquelle: Zehnder Group Deutschland GmbH, Lahr

Gebäudetechnik

Wesentlicher Teil des Energie- und Nachhaltigkeitskonzepts ist die „lebendige“ Fassade aus Glas und Aluminium. Quelle: HUECK

Fassade

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