19
Dez

Udine hüllt Bürogebäude in Gold

Fassade

 

Wenn Architektur urbane Veränderungen aufgreift, dann häufig mit dem Wunsch der Erneuerung. So auch im italienischen Udine, wo in einem Mischgebiet abseits des Zentrums seit Mitte der 1990er Jahre eine Reihe anonymer und inhomogener Geschäftshäuser, Shops und Privathäuser entstanden waren. Hier steht heute ein hoch modernes, elegantes Bürogebäude, das Cquadro Executive building, das dem Viertel neuen Glanz verleiht – und ein Gesicht gibt.

Wie schwebend präsentiert sich das Verwaltungshaus mit einer Gesamtfläche von rund 4.500 Quadratmeter, das auf einer Abrissbrache entstand und sich heute scheinbar mühelos zwischen Villen und weniger repräsentative Gebäude einreiht. Subtil greift die Fassade die Versatzstücke der gewohnten Silhouette auf, mit zurückgesetzten Partien und an die Straße reichenden Fronten, und spiegelt so bewusst das charakteristisch uneinheitliche Stadtbild wider. Dabei orientiert sich der Komplex geschickt an der Höhe der umgebenden Gebäude – und setzt erst ab Höhe des zweiten Obergeschosses eine gläserne Hülle quasi on top.

Die vorgesetzte Fassade besteht aus zwei hintereinander angeordneten Fronten – der klassischen »Fensterwand« und der vorgesetzten Glashülle. Verbindendes Element sind Metallstege, die gleichzeitig der Wartung und Pflege von Fensterflächen und Außenhaut dienen.

Für die Gestaltung der Fassadenelemente wählten die Architekten von Studio Guerini Udine eine reizvolle Möglichkeit, die Interaktion zwischen Gebäude und Umwelt in den Vordergrund zu rücken: »Sefar Architecture VISION«. In Teilen der Fassade wurde das zwischen »SentryGlas«-Folien eingelegte, einseitig Aluminium beschichtete, offenmaschige schwarze Präzisions-Gewebe zusätzlich mit goldfarbenem Druck veredelt.

Einlaminiert in den Glaselementen vermittelt die Gewebestruktur einen nahezu spürbar sanften Gesamteindruck. Überzeugt unmittelbar das optische Erscheinungsbild, sind doch für die im Gebäude beschäftigten Menschen weitere Aspekte zusätzlich entscheidend: der Klimaeffekt, der sich zum einen aus der dosierten Sonneneinstrahlung und zum anderen durch die natürliche Luftzirkulation zwischen den beiden Fassaden-Elementen ergibt.

Überraschend zeigt sich die goldene Hülle bei Tag und zum Sonnenuntergang; sie fängt immer aufs Neue die lebendige Szenerie der Straße, den Stand der Sonne, das Spiel von Wolken und Wetter ein. Gleichzeitig wird die Sonneneinstrahlung reflektiert und damit der Wärmeeinfall beträchtlich reduziert. Die Klimaanlagen sind entlastet. Dies spart Energie und schont die Umwelt. Nahezu uneingeschränkt jedoch sind Ausblicke und natürliche Lichtqualität.

Cquadro Executive building in Udine, Italien
Architekt: Studio Guerini, It-Udine
Glashersteller: BGT Bischoff Glastechnik AG, DE-Bretten, www.bgt-bretten.de
Projekt: Alberto Guerini
Fassaden: Baesso srl
Studio: Borsato
Bilder: Chiara Marchetti

Sefar »Architecture VISION AL 260/55, Goldton bedruckt«
Materialstärke: (mµ): 260
Maschenöffnung (%): 55
Nutzbreite Gewebe (cm): 155
Artikelbezeichnung: AL 260/55
g-Wert (%): 53,9
Lichttransmission Tv (%): 49,9

Sefar AG, www.sefar.com


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